Nestlé: Blue Bottle an Centurium Capital verkauft
30.04.2026 - 10:53:10 | boerse-global.deSkalierbare Kapseln statt personalintensiver Cafés. Nestlé bereinigt sein Portfolio und trennt sich von Blue Bottle. Der Schweizer Lebensmittelriese reicht die US-Kette an einen Investor weiter, der den Kaffeemarkt bestens kennt.
Käufer ist das chinesische Private-Equity-Unternehmen Centurium Capital. Der Finanzinvestor hält bereits die Mehrheit an der rasant wachsenden Kette Luckin Coffee. Nun übernimmt er die mehr als 100 weltweiten Blue-Bottle-Filialen sowie das dazugehörige Konsumgütergeschäft. Über den exakten Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen.
Der Schritt passt zur aktuellen Strategie des Konzerns. Das operative Geschäft mit eigenen Cafés ist kapitalintensiv und stark abhängig von lokalen Immobilientrends. Nestlé fokussiert sich stattdessen auf margenstarke und leicht skalierbare Produkte wie Instantkaffee. Die Rechte für Blue-Bottle-gebrandete Nespresso-Kapseln behalten die Schweizer folgerichtig im eigenen Haus.
Der Abschluss der Transaktion ist für das erste Halbjahr 2026 geplant. Nestlé hatte das in Oakland gegründete Unternehmen im Jahr 2017 erworben. Damals lag die Bewertung der Kette bei über 700 Millionen US-Dollar.
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CEO Navratil räumt auf
Der Verkauf reiht sich in eine breitere Umstrukturierung unter Vorstandschef Philipp Navratil ein. Parallel dazu sucht das Management nach Partnern für die Wassersparte und nach Käufern für das Geschäft mit Standard-Nahrungsergänzungsmitteln. Auch in Deutschland zieht sich der Konzern aus Beteiligungen zurück. Die Gründer des Gewürz-Startups Ankerkraut kauften ihre Anteile kürzlich überraschend zurück, nachdem Nestlé dort vier Jahre lang die Mehrheit hielt.
Kaffee treibt das Wachstum
Abseits der Verkäufe lieferte das Kerngeschäft im ersten Quartal solide Zahlen. Ein organisches Umsatzwachstum von 3,5 Prozent übertraf die Erwartungen der Analysten. Diese Entwicklung half dem Konzern, die finanziellen Folgen eines historischen Produktrückrufs abzufedern.
Als Zugpferd erwies sich dabei die Kaffeesparte. Das Segment verzeichnete ein organisches Plus von 9,3 Prozent. Starke Ergebnisse lieferten vor allem Nescafé-Löslichkaffee und Starbucks-Produkte in den amerikanischen Märkten.
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Trotz geopolitischer Risiken hält das Management an der Prognose fest. Das organische Wachstum soll sich im Gesamtjahr zwischen drei und vier Prozent einpendeln. Am Ende des Jahres erwartet Nestlé einen freien Cashflow von mehr als neun Milliarden Schweizer Franken.
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