Nel ASA Aktie: 25-MW-System unter 1.450 Dollar pro Kilowatt
21.05.2026 - 23:57:55 | boerse-global.deNel ASA setzt gleichzeitig auf zwei Technologiegenerationen. Die Aktie ist seit Jahresbeginn fast 50 Prozent gestiegen. Die Analysten bleiben skeptisch — und das aus gutem Grund.
Neues Produkt, alter Druck
Im Mai hat Nel seine nächste Generation des Druckalkaline-Elektrolyseurs kommerziell gestartet. Mehr als acht Jahre Entwicklung stecken darin. Das Ergebnis klingt beeindruckend: Ein 25-Megawatt-System kostet weniger als 1.450 Dollar pro Kilowatt. Herkömmliche Systeme liegen oft über 3.000 Dollar. Der Kapitalaufwand sinkt laut Nel um 40 bis 60 Prozent, der Energieverbrauch fällt unter 50 Kilowattstunden pro Kilogramm Wasserstoff.
Hinter dem Produkt steht eine milliardenschwere Infrastruktur. Nel hat eine Produktionskapazität von bis zu 1 GW pro Jahr am norwegischen Standort Herøya aufgebaut — mit einem Ausbauplan auf 4 GW. Die EU fördert die Industrialisierung mit bis zu 135 Millionen Euro. Einen weiteren EU-Zuschuss von 11 Millionen Euro erwartet Nel noch im zweiten Quartal 2026.
Parallel läuft die nächste Wette
Während der Alkaline-Start noch frisch ist, arbeitet Nel bereits an der übernächsten Generation. Das Unternehmen will noch 2026 einen Prototyp-Stack für eine neue PEM-Plattform bauen. Das Ziel: Stackkosten um rund 70 Prozent senken. Ein möglicher Marktstart liegt frühestens 2028 oder 2029.
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Das PEM-Geschäft steht indes unter Druck. Die Erlöse sanken im ersten Quartal um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als Hauptgrund nennt das Management gestrichene oder verschobene US-Förderprogramme.
Zahlen bleiben schwach
Der Gesamtumsatz im ersten Quartal lag bei 148 Millionen Norwegischen Kronen — ein Rückgang von 5 Prozent. Der Auftragseingang fiel auf 85 Millionen Kronen, der Auftragsbestand schrumpft weiter. Die Mitarbeiterzahl liegt 26 Prozent unter dem Höchststand. Personalkosten sanken um 21 Prozent.
Nel schloss das Quartal mit einer Liquidität von 1,4 Milliarden Kronen und einem Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Kronen. Im April sicherte sich das Unternehmen einen Folgeauftrag über 7 Millionen US-Dollar für containerisierte PEM-Anlagen. Der erste Auftrag des zweiten Quartals liegt bei rund 70 Millionen Kronen.
Offen bleibt die Frage der Altlasten. Zwei stillgelegte 500-Megawatt-Produktionslinien für atmosphärische Alkaline-Elektrolyseure stehen zur Überprüfung. Ob Nel sie reaktiviert, schließt oder verkauft, ist noch unklar. Eine Abschreibung würde zu den bereits 799 Millionen Kronen an Wertberichtigungen aus dem Geschäftsjahr 2025 hinzukommen — einem Jahr, in dem der Umsatz um 31 Prozent fiel und der Nettoverlust 1,27 Milliarden Kronen erreichte.
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Analysten sehen den Kursanstieg kritisch
Berenberg hat das Kursziel auf 2,30 Kronen gesenkt, Citigroup auf 2,40 Kronen. Der Konsens liegt bei 2,14 Kronen. Beide Häuser verweisen auf Unsicherheiten beim kommerziellen Hochlauf. Die Aktie notiert aktuell bei 0,28 Euro und damit deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt — der RSI von 15,6 signalisiert allerdings eine stark überverkaufte Lage nach dem jüngsten Rücksetzer vom 52-Wochen-Hoch.
Am 15. Juli veröffentlicht Nel seine Halbjahreszahlen. Bis dahin muss der Produktstart vom Mai in handfeste Aufträge münden. Gelingt das nicht, wird die Lücke zwischen Aktienkurs und operativer Realität schwerer zu erklären.
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