Nebius Aktie: Wachstum auf Pump
24.03.2026 - 00:14:26 | boerse-global.deKnapp eine Woche nach dem Abschluss der größten Kapitalmaßnahme in der Unternehmensgeschichte verdaut die Nebius-Aktie noch immer die Folgen. Die Wandelanleihe über 4,3 Milliarden Dollar zog institutionelle Investoren in Scharen an — die Aktionäre reagierten deutlich verhaltener.
Warum die Anleihe so groß wurde
Ursprünglich war das Angebot auf 3,75 Milliarden Dollar ausgelegt. Innerhalb von 48 Stunden nach Ankündigung am 16. März stiegen die Bestellungen so stark, dass das Volumen auf 4 Milliarden Dollar angehoben wurde. Als die Transaktion am 20. März schloss, hatten die Erstkäufer ihre Mehrzuteilungsoptionen vollständig ausgeübt — Endvolumen: 4,3375 Milliarden Dollar.
Die Struktur teilt sich in zwei Tranchen auf: 2,5875 Milliarden Dollar in Wandelanleihen mit 1,25 Prozent Kupon, fällig 2031, sowie 1,75 Milliarden Dollar mit 2,625 Prozent, fällig 2033. Die Wandlungsprämien von rund 57,5 beziehungsweise 55 Prozent signalisieren, dass Anleihekäufer langfristig erhebliche Kurssteigerungen einpreisen.
Das Kernproblem: Cashflow-Lücke
Für Aktionäre ist die Rechnung weniger ermutigend. Nebius erwirtschaftete 2025 zwar operativen Cashflow von 385 Millionen Dollar — investierte aber gleichzeitig 4,1 Milliarden Dollar in Infrastruktur. Diese strukturelle Lücke macht externe Finanzierung zur Notwendigkeit, solange das Wachstumstempo anhält. Das Verwässerungsrisiko bleibt real: Die Anleihen können vor Fälligkeit in Aktien umgewandelt werden.
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Die Aktie verlor in den vergangenen Handelssitzungen rund 9,4 Prozent. Analysten stufen den Titel mehrheitlich mit "Halten" ein und verweisen auf laufende Betriebsverluste, hohe Investitionsausgaben und eine anspruchsvolle Bewertung.
Wozu das Kapital dient
Der Expansionskurs ist ambitioniert. Nebius will seine aktive Rechenzentrums-Kapazität bis Ende 2026 von 170 Megawatt auf 800 Megawatt bis 1 Gigawatt steigern. Vertraglich gesicherte Kapazitäten könnten laut Unternehmensangaben sogar 3 Gigawatt überschreiten.
Hinter diesen Zahlen stehen zwei Großkunden: Meta hat sich verpflichtet, bis zu 27 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur von Nebius auszugeben — aufgeteilt in 12 Milliarden Dollar dedizierter Kapazität und bis zu 15 Milliarden Dollar zusätzlicher Rechenleistung über fünf Jahre. Microsoft hat einen ähnlich strukturierten Vertrag über bis zu 19,4 Milliarden Dollar über fünf Jahre abgeschlossen.
Geografisch dehnt sich Nebius ebenfalls aus: Anfang März wurde die Expansion in den asiatisch-pazifischen Raum angekündigt, mit einem neuen General Manager für die Region. In den USA stimmte der Stadtrat von Independence, Missouri, einem Steueranreizprogramm für einen geplanten KI-Campus mit bis zu 1,2 Gigawatt Kapazität zu.
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Umsatz wächst, Verluste schrumpfen
Der Jahresumsatz 2025 lag bei 529,8 Millionen Dollar — ein Plus von 479 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte EBITDA-Verlust verbesserte sich von 226,3 Millionen auf 64,9 Millionen Dollar. Für 2026 peilt Nebius einen Umsatz zwischen 7 und 9 Milliarden Dollar an.
Ob diese Ziele erreichbar sind, hängt wesentlich davon ab, ob die KI-Nachfrage in dem Tempo anhält, das die Infrastrukturplanung voraussetzt. Die nächsten Quartalszahlen sind für den 18. Mai 2026 erwartet — dann dürfte sich zeigen, wie schnell die neuen Kapazitäten tatsächlich in Umsatz umgewandelt werden.
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