Nebius Aktie: Quartalszahlen am 13. Mai
10.05.2026 - 16:41:23 | boerse-global.deKnapp 600 Prozent Kursgewinn in einem Jahr, ein Auftragsbestand in der Größenordnung eines Dax-Konzerns — und am Mittwoch die Quartalszahlen. Nebius Group steht vor einer Woche, die für Aktionäre richtungsweisend werden dürfte.
Earnings am 13. Mai: Die Messlatte liegt hoch
Vor Börseneröffnung am 13. Mai veröffentlicht Nebius seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Der Analystenkonsens erwartet einen Umsatz von rund 375 Millionen Dollar — ein deutlicher Sprung gegenüber den 227,7 Millionen Dollar aus dem vierten Quartal. Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen den Jahres-ARR-Korridor von 7 bis 9 Milliarden Dollar glaubwürdig untermauern kann.
Investoren werden außerdem auf erste Aussagen zur Integration der kürzlich übernommenen Eigen AI achten sowie auf den Kapazitätsaufbau in den Rechenzentren in New Jersey und Finnland. Für 2026 peilt Nebius einen Umsatz zwischen 3,0 und 3,4 Milliarden Dollar an, bei einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 40 Prozent.
Ein Beteiligungsportfolio, das kaum jemand einpreist
Neben dem Kerngeschäft hält Nebius ein Portfolio an Technologiebeteiligungen, das im Aktienkurs bislang wenig Niederschlag gefunden hat. Drei Positionen stechen heraus:
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- ClickHouse (28 % Anteil): Hochleistungs-Datenbankunternehmen, zuletzt mit rund 6 Milliarden Dollar bewertet
- Avride (83 % Anteil): Autonomes-Fahren-Plattform, Bewertung rund 3,4 Milliarden Dollar
- Toloka (Mehrheitsbeteiligung): KI-Datenanbieter, finanziert u. a. durch Bezos Expeditions
Zusammen repräsentieren diese Beteiligungen einen Wert von knapp 5,8 Milliarden Dollar. Nebius bezeichnet das Aufwärtspotenzial bei Toloka als "sehr signifikant" und schließt eine teilweise Monetarisierung zur Finanzierung des Kerngeschäfts nicht aus — bei gleichzeitig verbleibender Mehrheitsbeteiligung.
Diese Positionen sind keine rein passiven Investments. Sie verschaffen Nebius Verhandlungsmacht gegenüber Hardware-Lieferanten und Finanzierungspartnern und reduzieren den Druck, Wachstum über Kapitalerhöhungen zu finanzieren.
Kerngeschäft: Backlog nahe 50 Milliarden Dollar
Das Fundament ist beeindruckend. Der kontrahierte Auftragsbestand nähert sich 50 Milliarden Dollar — getragen von einem Mehrjahresvertrag mit Meta Platforms über 27 Milliarden Dollar, einem Commitment von Microsoft über bis zu 19,4 Milliarden Dollar sowie einer strategischen Investition von NVIDIA über 2 Milliarden Dollar.
Mehr als 60 Prozent der geplanten Investitionsausgaben von 16 bis 20 Milliarden Dollar für 2026 sind durch Kundenvorkasse gedeckt. Das begrenzt das Verwässerungsrisiko erheblich.
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Risiken bleiben real
Kundenkonzentration ist das strukturell drängendste Problem: Microsoft und Meta stehen zusammen für den Großteil der kontrahierten Erlöse. Auf GAAP-Basis schreibt Nebius noch rote Zahlen — und nach CoreWeaves jüngsten Ergebnissen weiß der Markt, dass reines Umsatzwachstum ohne operative Hebelwirkung nicht mehr ausreicht. Steigende Komponentenkosten und der hohe Investitionsbedarf erhöhen das Risiko einer ROI-Kompression.
Die Aktie schloss am Freitag bei 177,05 Dollar — nach einem Wochenhoch von 195,09 Dollar, das nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch lag. Bei einer Bewertung nahe Allzeithoch ist der Spielraum für Enttäuschungen am Mittwoch denkbar gering.
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