Navitas Semiconductor: 500-Millionen-Dollar-Programm
Veröffentlicht: 10.07.2026 um 04:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Eine Patentklage von Wolfspeed trifft Navitas Semiconductor ausgerechnet in einer ohnehin schwierigen Phase. Die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen fast 30 Prozent verloren. Jetzt kommt juristischer Ärger hinzu, kurz bevor der Chiphersteller seine Quartalszahlen vorlegt.
Wolfspeed greift Kerntechnologie an
Am 8. Juli reichte Wolfspeed beim US-Bezirksgericht in Delaware eine Klage wegen Patentverletzung gegen Navitas ein. Betroffen sind zentrale Produktlinien: die GaN-Technologien GaNFast, GaNSlim und GaNSafe sowie die GeneSiC-Siliziumkarbid-MOSFETs und SiCPAK-Module. Das sind exakt die Bereiche, mit denen Navitas im Markt für Leistungshalbleiter punkten will.
Navitas bestätigt, von der Klage zu wissen. Zu laufenden Verfahren äußere man sich grundsätzlich nicht, teilte das Unternehmen mit. Die Vorwürfe von Wolfspeed weist Navitas jedoch ausdrücklich zurück.
Kapitalerhöhung parallel zur Klage
Während der Rechtsstreit läuft, sichert sich Navitas finanziellen Spielraum. Das Unternehmen hat ein Aktienplatzierungsprogramm über 500 Millionen Dollar aufgelegt. Die Mittel sollen ins Working Capital, allgemeine Unternehmenszwecke und mögliche Übernahmen fließen.
Diese Kombination aus Rechtsrisiko und frischem Kapitalbedarf dürfte Anleger aufmerksam registrieren. Ein Ergebnis der Klage kennt derzeit niemand. Klar ist nur: Navitas braucht Geld, und zwar jetzt.
Zahlen am 27. Juli
Am 27. Juli, nach Börsenschluss, legt Navitas seine Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 vor. CEO Chris Allexandre und CFO Tonya Stevens leiten die anschließende Telefonkonferenz. Im ersten Quartal war der Umsatz noch um 18 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen, getragen von Wachstum in den Bereichen KI-Rechenzentren, Netzinfrastruktur und Industrieelektrifizierung.
Navitas hält über 300 Patente, angemeldet oder bereits erteilt. Das Unternehmen war zudem das erste Halbleiterunternehmen mit CarbonNeutral-Zertifizierung. Ob das im laufenden Patentstreit mit Wolfspeed hilft, bleibt offen.
Kurs unter Druck
Die Aktie schloss am Donnerstag bei 12,50 Euro. Zwischenzeitlich war sie am selben Tag bis auf umgerechnet 14,53 Euro gestiegen, ein Plus von 6,1 Prozent. Am Mittwoch zuvor hatte das Papier noch 7,61 Prozent verloren.
Der Vergleich zum Jahreshoch zeigt das Ausmaß der Talfahrt. Im Mai 2026 hatte die Aktie noch bei 29,20 Euro gestanden, aktuell liegt sie 57 Prozent darunter. Gegenüber dem Jahrestief von 6,15 Euro aus dem Februar bleibt dennoch ein Plus von gut 100 Prozent.
Der 14-Tage-RSI von 36,3 deutet auf eine eher überverkaufte Situation hin. Die annualisierte Volatilität von knapp 124 Prozent zeigt, wie nervös der Markt das Papier aktuell handelt. Bis zum 27. Juli dürfte sich daran wenig ändern.
Navitas Semiconductor Corporation-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Navitas Semiconductor Corporation-Analyse vom 10. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Navitas Semiconductor Corporation-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Navitas Semiconductor Corporation-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Navitas Semiconductor Corporation: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
