Navitas, Gregory

Navitas: Gregory Fischer von Broadcom ins Board

28.04.2026 - 05:03:55 | boerse-global.de

Trotz Kursverdopplung kämpft Navitas mit massiven Umsatzrückgängen und einer Bewertungslücke zur Realität.

Navitas: Gregory Fischer von Broadcom ins Board - Foto: über boerse-global.de
Navitas: Gregory Fischer von Broadcom ins Board - Foto: über boerse-global.de

Die Börse feiert Navitas Semiconductor. Der Aktienkurs hat sich innerhalb eines Monats mehr als verdoppelt. Hinter dieser Rally verbirgt sich eine massive Diskrepanz zwischen Markteuphorie und operativer Realität.

Am Montag schloss das Papier bei 18,30 US-Dollar. Damit notiert der Wert nur knapp unter seinem Jahreshoch. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein dreistelliges Kursplus auf der Anzeigetafel. Der Optionsmarkt heizt diese Dynamik weiter an. Händler kauften zuletzt massiv Call-Optionen.

Das Put-Call-Verhältnis liegt bei niedrigen 0,47. Spekulanten setzen auf weiter steigende Kurse im Halbleitersektor.

Prominenter Neuzugang und schrumpfende Belegschaft

Ein möglicher Auslöser für den Optimismus ist eine Personalie. Gregory Fischer zieht in den Aufsichtsrat ein. Der ehemalige Broadcom-Manager bringt wichtige Branchenerfahrung mit. Parallel dazu baut das Unternehmen intern massiv ab. Die Zahl der Mitarbeiter sank im vergangenen Jahr um knapp ein Drittel auf 190 Beschäftigte.

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Bewertung entkoppelt sich vom Umsatz

Die Folge: extreme Bewertungen. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis sprang in den vergangenen Monaten auf über 74. Im gleichen Schritt brach der Umsatz auf rollierender Zwölfmonatsbasis um rund 45 Prozent ein.

Für das anstehende erste Quartal rechnet das Management mit weiteren Rückgängen. Der Vorstand peilt Erlöse von maximal 8,5 Millionen US-Dollar an. Das entspricht einem Minus von rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Einziger Lichtblick bleibt eine milliardenschwere Projekt-Pipeline.

Hohe Liquidität stützt das Geschäft

Navitas verbrennt derzeit viel Geld. Die operativen Margen sind tief negativ. Ein komfortables Finanzpolster sichert jedoch das Überleben, da das Unternehmen über Barmittel in Höhe von knapp 237 Millionen US-Dollar verfügt. Nennenswerte Schulden belasten die Bilanz nicht.

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Analysten betrachten die Rally mit Skepsis. Die durchschnittlichen Kursziele liegen deutlich unter dem aktuellen Preis. Hinzu kommt eine hohe Leerverkaufsquote. Rund 30 Prozent der frei handelbaren Aktien sind leerverkauft. Im Mai präsentiert das Unternehmen seine Quartalszahlen. Ein schwacher Ausblick könnte die hoch bewertete Aktie dann schnell unter Druck setzen.

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