NASDAQ 100 rutscht weiter ab: Bärisches Setup bei 23.664 Punkten dominiert Montagmorgen
23.03.2026 - 17:24:53 | ad-hoc-news.deDer NASDAQ 100 Index zeigt Montagmorgen anhaltende Schwäche und notiert bei der kritischen Marke von 23.664 Punkten. Dies folgt auf den Verlust von 1,88 Prozent am Freitag, als der Index auf 23.898 Punkte abrutschte und damit nah an die 10-Prozent-Korrekturgrenze rückte. Die Abwärtsbewegung unterstreicht ein bärisches Grundbild, das durch Positionierung unter wichtigen gleitenden Durchschnitten (SMA20 bei 24.244, SMA50 bei 24.500) bestätigt wird.
Stand: 23.03.2026
Dr. Lukas Meier, Chefanalyst US-Tech-Märkte. Spezialist für NASDAQ 100 Futures und Wachstumsaktien-Volatilität.
Freitagsverluste setzen Korrektur ein
Am Freitag startete der NASDAQ 100 bei 24.332 Punkten, formatierte früh das Tageshoch, gab dann aber kontinuierlich nach. Vormittags dominierten moderate Abverkäufe, mittags gab es eine kurze Entlastung, die jedoch nicht hielt. Am Abend sackte der Index ins Tagestief, erholte sich zum Schluss leicht. Der Schlusskurs von 23.898 Punkten markiert den stärksten Einzeltagverlust der Woche und bringt den Index seit Jahresbeginn auf minus 5,35 Prozent.
Diese Bewegung ist indexspezifisch: Der NASDAQ 100, stark tech-gewichtet mit Megacaps wie den 'Magnificent Seven', leidet unter breiter Rotation aus Growth in Value. Im Vergleich verlor der S&P 500 1,51 Prozent, der Dow Jones 0,96 Prozent - der NASDAQ 100 underperformt klar, da Halbleiter und Software Titel den Abstieg anführen.
Für DACH-Investoren relevant: Der iShares NASDAQ 100 ETF (ISIN IE00B53SZB19) fiel in Europa auf ein Tagestief von 1174,20 Euro, Eröffnung bei 1183 Euro. Das spiegelt den Druck auf US-Tech-ETFs wider, die in deutschen Depots beliebt sind.
Montagmorgen: Schlüsselmarke 23.664 unter Druck
Montagmorgen positioniert sich der NASDAQ 100 genau an der entscheidenden Marke von 23.664 Punkten, deutlich unter Freitagmorgenniveau. Technisch dominiert Abwärtsdruck im 1-Stunden- und 4-Stunden-Chart, solange der Index unter SMA20 und SMA50 bleibt. Eine Stabilisierung oberhalb würde kurzfristiges Erholungspotenzial bis 23.774 oder 23.901 freisetzen, doch die Wahrscheinlichkeit liegt bei nur 60 Prozent für moderaten Aufschwung intraday.
Bestätigte Fakten: Der Index schloss Freitag bei 23.898,15 Punkten nach -1,88 Prozent. Fünf-Tages-Performance: -1,98 Prozent. Wichtige Unterstützungen bei 23.411, 23.276 und 22.985 Punkten. Widerstände: 23.928, 24.185, 24.244.
Warum das für den NASDAQ 100 zentral ist: Der Index repräsentiert nicht den breiten Nasdaq Composite (der um 2,07 Prozent fiel), sondern die 100 größten non-finanziellen Titel. Die Konzentration auf Tech (ca. 50 Prozent Gewicht) macht ihn anfällig für Yield-Rotation und KI-Hype-Abkühlung.
Bärisches Chartbild: Doppeltop-Risiko wächst
Das technische Setup deutet auf Vollendung eines Doppeltops hin, mit Scheitern an SMA200. Erholungen prallten ab, Rückfall unter SMA20/SMA50 verstärkt negatives Momentum. Erwartete Tagesrange Montag: Oberseite 23.795-24.106, Unterseite 23.526-23.391 Punkte.
Short-Szenario (bei Scheitern an 23.664): Ziele 23.604, 23.564, dann 23.455 und 23.433. Long-Szenario (Stabilisierung): Ziele 23.731, 23.774, erweiterbar bis 23.922 oder 24.250 bei Breakout über 24.000.
Interpretation: Bärisches Grundbild intakt, da keine Bullen-Signale vorliegen. Für NASDAQ 100 Futures relevant: Overnight-Handel zeigt ähnliche Schwäche, mit Fokus auf Montag-Open.
Auswirkungen auf Tech-Sektoren und Megacaps
Die Korrektur ist nicht broad-based, sondern konzentriert auf rate-sensitive Growth: Halbleiter (NVIDIA, AMD) und Software (Microsoft, Adobe) leiten Verluste an. Consumer Internet (Meta, Amazon) hält besser, doch insgesamt fehlt Marktbreite. NASDAQ 100 out underperforms S&P 500 und Russell 2000, letzterer signalisiert Value-Rotation.
Keine frischen Earnings treiben das: Letzte Quartalszahlen (z.B. Tesla) hatten gemischte Effekte, aber aktueller Druck kommt aus Macro - steigende Treasury-Yields (10-Year bei ca. 4,3 Prozent implizit) belasten Bewertungen. US-Dollar-Stärke verschärft für europäische Investoren den Druck auf USD-denominierte Assets.
DACH-Relevanz: Europäische Tech wie ASML (Niedlande) und Infineon (Deutschland) korrelieren stark mit NASDAQ 100 Halbleitern. Ein Break unter 23.664 könnte Spillover zu DAX-Tech verursachen, ECB-Politik (lockerer als Fed) mildert das jedoch.
Risiken und Katalysatoren für die Woche
Kurze Frist: Break der 23.664 Marke entscheidet. Unter 23.433 droht Beschleunigung zu 23.278 oder tiefer, potenziell 10-Prozent-Korrektur von Hochs. Positiv: Fed-Minutes oder weiche Daten könnten Yields drücken und Relief bringen.
Mittelfristig: Positionierung zeigt Overweight in Tech abgebaut, ETF-Flows negativ. Volatilität (VXN) steigt, signalisiert Unsicherheit. Für Futures-Trader: Hohe Intraday-Volatilität erwartet, mit Fokus auf US-Open um 15:30 MEZ.
Warum DACH-Investoren jetzt handeln sollten: Viele halten NASDAQ 100 via UCITS-ETFs (z.B. iShares, Amundi). Der aktuelle Dip bietet Einstiegschancen bei Stabilisierung, birgt aber Risiko weiterer Abgaben vor Fed-Entscheidungen.
Europäischer Kontext und Positioning
In Europa spiegelt sich der NASDAQ 100-Druck in ETFs wider: iShares notiert mit Verlusten, Volumen hoch bei 1 Mio. Anteilen. Gegenüber DAX (stabiler) underperformt US-Tech, doch Euro-Schwäche (EUR/USD unter 1,08) puffert USD-Assets für DACH-Portfolios.
Vergleich: Während Dow Jones resistenter ist, leidet NASDAQ 100 unter Growth-Korrektur. Sentiment auf Social Media (X, Reddit) dreht bärisch, mit Fokus auf 'Doppeltop' und Yield-Risiken.
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