NASDAQ 100, Tech Korrektur

NASDAQ 100 nähert sich Korrekturgrenze: -1,88% am Freitag, Futures rotten weiter ein

23.03.2026 - 09:32:04 | ad-hoc-news.de

Der NASDAQ 100 Index fiel Freitag um 1,88 Prozent auf 23.898 Punkte und kratzte an der 10-Prozent-Korrektur. Bärensignale dominieren die Charts, Futures deuten auf weitere Verluste hin – Relevanz für DACH-Investoren in Tech-ETFs.

NASDAQ 100,  Tech Korrektur,  Bärenmarkt
NASDAQ 100, Tech Korrektur, Bärenmarkt

Der NASDAQ 100 Index hat am Freitag, den 20. März 2026, einen schweren Einbruch hingelegt. Mit einem Verlust von 457 Punkten oder 1,88 Prozent schloss er bei 23.898 Punkten. Der Tech-schwere Index kam damit kurz an die Korrekturgrenze von 10 Prozent unter dem jüngsten Hoch heran, hielt sich aber knapp darüber.

Dieser Rückgang markiert das Ende einer volatilen Woche, in der der Index zunächst stark anstieg, dann aber von Bären übernommen wurde. Die negative Wochenkerze unterstreicht den Stimmungswechsel. Für den NASDAQ 100 speziell bedeutet das erhöhtes Risiko einer breiteren Korrektur in US-Tech-Aktien, da der Index zu 50 Prozent von den Megacaps Apple, Microsoft, Nvidia und Amazon abhängt.

Stand: 23. März 2026

Dr. Lukas Meier, Senior Market Analyst für US-Tech-Indizes. Spezialist für Wachstumsaktien und Derivate mit Fokus auf DACH-Perspektive.

Charttechnische Bärensignale aktivieren sich

Technische Analysten sehen klare Verkaufssignale. Der MACD als Trendindikator liefert ein anhaltendes Verkaufssignal, das sich dynamisch verstärkt. Fast- und Slow-Stochastik sind negativ, mit der Fast-Stochastik im überverkauften Bereich. Die Slow-Stochastik generierte kürzlich ein frisches Verkaufssignal. Der RSI bleibt neutral, blockiert aber keine Abwärtsbewegung.

Die Bollinger-Bänder haben sich eingeengt, was eine bevorstehende Impulsbewegung andeutet. Das Verkaufssignal ist aktiv, erste Kursziele liegen bei 970 Punkten – ein potenzieller Rückgang von über 20 Prozent vom aktuellen Niveau. Daily-Candlesticks zeigen große schwarze Kerzen, die einen negativen Beigeschmack hinterlassen.

Diese Konstellation ist für den NASDAQ 100 besonders relevant, da der Index in den letzten Monaten durch KI-Hype und Tech-Rally angetrieben wurde. Ein Bruch der 200-Tage-Linie könnte weitere Abverkäufe auslösen.

Korrektur im Russell 2000, NASDAQ 100 folgt

Während der Russell 2000 bereits mit 10,9 Prozent unter seinem Januar-Hoch in der Korrektur notiert, steht der NASDAQ 100 mit 8,7 Prozent Abstand zum Rekordhoch direkt davor. Der S&P 500 weist 7 Prozent Verlust auf. Die Divergenz zeigt, dass Tech-Werte stärker leiden als value-lastige Indizes.

Gründe: Skepsis gegenüber KI-Investitionen wächst, da Milliarden in Infrastruktur fließen, ohne kurzfristige Renditen. Software-Aktien werden abgestoßen, weil KI ihre Modelle bedroht. Vor dem Iran-Konflikt setzte der Druck ein, geopolitische Spannungen verstärken nun das Risikoaversion.

Für den NASDAQ 100 bedeutet das Konzentration des Risikos in Halbleitern und Cloud-Giganten. Broad-based ist der Rückgang nicht; Megacaps ziehen den Index.

Futures deuten auf Montag-Verluste hin

NASDAQ-100-Futures notieren heute früh um 0,46 Prozent im Minus, Dow-Futures -0,39 Prozent, S&P-500-Futures -0,28 Prozent. Dies signalisiert einen schwachen Wochenstart in den USA. Der Index-Fokus liegt auf Tech-Sektor, wo Volatilität durch Earnings und Makrodaten steigt.

In Europa spürt der DAX den Druck mit deutlichen Verlusten ins Wochenende. Der SMI fiel leichter, bleibt aber unter der 200-Tage-Linie. US-Tech-Aktien heute bestimmen das Sentiment.

Warum DACH-Investoren betroffen sind

In Deutschland, Österreich und der Schweiz halten Privatanleger stark in NASDAQ 100 ETFs wie dem iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (ISIN IE00B53SZB19). Ein weiterer Rückgang trifft Portfolios direkt, da Tech-Gewichtung hoch ist. Europäische Tech-Aktien wie ASML oder Infineon korrelieren stark mit US-Halbleitern.

Der starke US-Dollar belastet Euro-Investoren zusätzlich durch Währungseffekte. ECB-Politik divergiert von der Fed; höhere US-Yields drücken Wachstumswerte. Nasdaq 100 aktuell beeinflusst lokale Risk Appetite.

Geopolitik im Iran-Konflikt erhöht Ölpreise, was Inflation anheizt und Rate cut-Erwartungen dämpft – negativ für rate-sensitive Tech.

Sektor-Analyse: KI-Hype bricht ein

Der Druck kommt aus KI und Software. Investitionen in Data-Center stoßen auf Skepsis, da ROIC unklar bleibt. Nvidia und Co. leiden unter Abverkauf, Software-Firmen wie Adobe sehen KI als Bedrohung. Der NASDAQ 100 ist hier vulnerabel, im Gegensatz zum Dow.

Halbleiter-Aktien fallen stärker als der Index-Durchschnitt. Dies ist kein broad-based Move, sondern konzentriert in Top-Holdings. Vergleich: NASDAQ 100 unterperformt S&P 500 um 1,7 Prozentpunkte in der Woche.

Risiken und nächste Katalysatoren

Kurze Liste der Risiken:

  • Bruch der Korrekturgrenze triggert Stop-Losses.
  • Geopolitik eskaliert, Risk-Off dominiert.
  • Keine Fed-Softness, Yields steigen.
  • Schwache Earnings aus Tech-Sektor.

Nächste Trigger: Montag-Opening USA, Flash-PMIs, Fed-Sprecher. Positioning: Longs reduzieren, Shorts aufbauen.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Indizes, Aktien und andere Finanzinstrumente sind volatil.

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