NASDAQ 100, US-Tech-Aktien

NASDAQ 100 bricht unter SMA20: Bärisches Chartbild dominiert nach Fed-Sitzung

20.03.2026 - 14:19:09 | ad-hoc-news.de

Der NASDAQ 100 Index hat den entscheidenden 20-Tage-Durchschnitt bei 24.536 Punkten durchbrochen und schloss bei 24.391 Punkten. Dieser technische Bruch signalisiert Abwärtsdruck auf US-Tech-Aktien – hohes Risiko für DACH-Investoren in NASDAQ-100-ETFs.

NASDAQ 100,  US-Tech-Aktien,  SMA20-Bruch - Foto: THN
NASDAQ 100, US-Tech-Aktien, SMA20-Bruch - Foto: THN

Der NASDAQ 100 Index hat am Donnerstag, den 19. März 2026, den kritischen 20-Tage gleitenden Durchschnitt (SMA20) bei 24.536 Punkten nach unten durchbrochen. Mit einem Schlusskurs von 24.391 Punkten und einem Rückgang von 0,14 Prozent dominiert nun ein bärisches Chartbild. Dieser Bruch erhöht den Abwärtsdruck auf Tech-Werte und macht den Index anfällig für weitere Rücksetzer.

Stand: 20. März 2026

Dr. Markus Keller, Leitender Tech-Markt-Analyst. Spezialist für US-Wachstumsindizes und deren Auswirkungen auf europäische Portfolios.

Was genau passiert ist: Der SMA20-Bruch im Detail

Der NASDAQ 100 startete den gestrigen Handel bei rund 24.408 Punkten. Zunächst gab es volatile Bewegungen mit einem morgendlichen Rücksetzer, gefolgt von einer zwischenzeitlichen Erholung. Nachhaltige Dynamik fehlte jedoch, und im Tagesverlauf setzte ein erneuter Abverkauf ein. Das Tief lag bei 24.100 Punkten, bevor der Index oberhalb von 23.300 Punkten stabilisierte. Der Schluss bei 24.391 Punkten liegt nun unter der SMA20 (24.536 Punkte), SMA50 (ca. 24.693 Punkte) und SMA200 (24.892 Punkte).

Dieser Bruch ist kein isoliertes Ereignis. Über fünf Handelstage beträgt der Verlust 3,34 Prozent – vom Höchststand am 16. März bei 24.655 Punkten auf 24.391 Punkte. Die Marktteilnehmer reagieren unsicher auf die jüngste Fed-Sitzung, die keine neuen positiven Impulse bot.

Warum das für den NASDAQ 100 jetzt entscheidend ist

Der SMA20 dient als kurzfristiger Support. Sein Bruch signalisiert einen Wechsel zum bärischen Chartbild und erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Abverkäufe. Im 1-Stunden-Chart zeigt sich eine Stabilisierung über der SMA20 (~24.353 Punkte), doch solange keine Rückkehr über 24.536 Punkte gelingt, bleibt der Abwärtsdruck dominant.

Im 4-Stunden-Chart scheitert der Index wiederholt an der SMA200 (~24.851 Punkte). Die übergeordnete Nasdaq 100 Prognose bleibt negativ. Futures deuten auf weiteren Druck hin, mit Zielen bei 24.275 Punkten. Die erwartete Tagesrange für Freitag liegt zwischen 24.114-24.244 Punkten (Unterseite) und 24.563-24.670 Punkten (Oberseite) – ein Band von hoher Volatilität.

Breiterer Kontext: Keine Earnings aus NASDAQ-100-Komponenten heute, aber anhaltende Schwäche in AI- und Halbleiter-Sektoren. Broadcom und andere fielen stark, was den index-weiten Druck verstärkt. Der NASDAQ 100 zeigt geringere Resilienz als der S&P 500, da Growth-Valuations empfindlich auf Fed-Signale reagieren.

Vergleich zu anderen US-Indizes: NASDAQ 100 unter Druck

Gestern verloren die US-Indizes moderat: NASDAQ 100 -0,14 Prozent auf 24.391 Punkte, S&P 500 -0,27 Prozent, Dow Jones -0,44 Prozent. Der technologielastige NASDAQ 100 sank auf 24.355 Punkte in einigen Berichten, was die relative Schwäche unterstreicht. Im Vergleich zum Dow Jones, der defensiver ist, leidet der NASDAQ 100 stärker unter der Tech-Schwäche.

Über die Woche zeigt der Index eine klare Underperformance gegenüber dem S&P 500. Während breitere Indizes durch Value- und Energie-Werte gestützt werden, ziehen Megacap-Tech und Semiconductors den NASDAQ 100 nach unten. Das betont die Konzentration des Index auf growth-sensitive Sektoren.

DACH-Perspektive: Risiken für europäische Tech-Investoren

Für Investoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der SMA20-Bruch alarmierend. Viele halten NASDAQ 100 ETFs wie den iShares Nasdaq 100 UCITS ETF (ISIN IE00B53SZB19) oder Lyxor Nasdaq-100 UCITS ETF. Diese spiegeln den Indexverlust direkt wider und verstärken Verluste in Tech-lastigen Portfolios.

Der DAX fiel gestern um 2,82 Prozent, beeinflusst von globaler Risikoaversion nach der Fed-Entscheidung. Europäische Tech-Aktien wie ASML oder Infineon leiden unter Read-across-Effekten aus US-Semiconductors. Der starke US-Dollar drückt zudem auf Exporteure im DACH-Raum. Schweizer Investoren mit Fokus auf Wachstum sehen hier ein Warnsignal für globale Tech-Rotation.

Die Volatilität im NASDAQ 100 Futures (NQ) wirkt sich auf europäische Derivate aus. DACH-Fondsmanager sollten Positionen prüfen, da der Bruch unter SMA20 oft zu prolonged Abwärtstrends führt.

Trading-Szenarien und technische Marken

Long-Szenario: Stabilisierung über 24.332 Punkten könnte zu einer Erholung bis 24.600-24.850 Punkten führen. Eine Rückkehr über SMA20 (24.536 Punkte) wäre bullisch, mit 60 Prozent Wahrscheinlichkeit kurzfristig.

Short-Szenario: Bruch unter 24.332 Punkte zielt auf 24.100 oder tiefer, bis 23.979 Punkte. Wichtige Unterstützungen: 24.277, 24.148, 23.979 Punkte. Widerstände: 24.352, 24.512-24.667, 24.850 (SMA200).

  • Unterstützungen: 24.277, 24.148, 23.979 Punkte
  • Widerstände: 24.352, 24.512-24.667, 24.850 Punkte

Die Bullen haben derzeit die Oberhand mit 60 Prozent, aber das bärische Momentum dominiert übergeordnet.

Fed-Kontext und Sektor-Schwäche

Die Fed-Sitzung lieferte keine Überraschungen, verstärkte aber Unsicherheit. Keine Zinssenkungssignale halfen Growth-Stocks nicht. Treasury-Renditen stabil, doch der US-Dollar bleibt stark, was Tech-Valuations belastet. AI- und Halbleiter-Aktien wie Broadcom zeigen Schwäche, nicht breiten Earnings-Druck, sondern Momentum-Verlust.

Der Index-Move ist nicht broad-based, sondern konzentriert auf Megacaps. Software und Consumer Internet folgen, während kleinere Komponenten resilienter sind. Das erhöht das Risiko einer Rotation weg von Tech.

Ausblick: Hohe Volatilität erwartet

Der NASDAQ 100 aktuell balanciert zwischen Stabilisierung und Risiko. Entscheidend ist, ob der Index die SMA20 zurückerobert. Andernfalls drohen Tests tieferer Unterstützungen. Für DACH-Investoren: Reduzieren Sie Tech-Gewichtung, beobachten Sie Futures und bereiten Sie Hedging vor. Die Woche endet volatil, mit Fokus auf US-Öffnung.

Langfristig bleibt der Trend bullisch durch AI-Momentum, doch kurzfristig dominiert Bärischkeit. Positionieren Sie sich defensiv, bis klare Signale erscheinen.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Indizes, Aktien und andere Finanzinstrumente sind volatil.

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