NASDAQ 100, Tech-Rout

NASDAQ 100 auf 23-Monats-Tief: Tech-Rout treibt Index um 1,88 Prozent in die Tiefe

22.03.2026 - 17:50:23 | ad-hoc-news.de

Der NASDAQ 100 Index hat am Freitag, 20. März 2026, um 1,88 Prozent auf 23.898,15 Punkte abgerutscht und sein 23-Monats-Tief erreicht. Dieser Einbruch unter die 200-Tage-Linie signalisiert den Verlust des Aufwärtstrends und verstärkt die Rotation aus US-Tech-Aktien – mit direkten Auswirkungen auf europäische Anleger.

NASDAQ 100,  Tech-Rout,  US-Tech-Aktien - Foto: THN
NASDAQ 100, Tech-Rout, US-Tech-Aktien - Foto: THN

Der NASDAQ 100 Index schloss am Freitag, 20. März 2026, bei 23.898,15 Punkten – ein Minus von 1,88 Prozent und das niedrigste Niveau seit 23 Monaten. Dieser scharfe Einbruch markiert den Bruch unter die 200-Tage-Linie und löscht die wöchentlichen Gewinne aus.

Stand: 22. März 2026

Dr. Markus Keller, Chefanalyst US-Tech-Märkte. Spezialist für Wachstumsaktien und Index-Dynamiken mit Fokus auf DACH-Investoren.

Der Freitags-Rout im Detail

Der NASDAQ 100 startete den 20. März bei 24.257,56 Punkten, erreichte zeitweise ein Hoch von 24.267,34, fiel jedoch bis auf ein Tagestief von 23.759,97. Der Schlusskurs bei 23.898,15 Punkten entspricht einem Verlust von rund 460 Punkten zum Vortag. Das Handelsvolumen explodierte auf 1,09 Milliarden Aktien – der höchste Wert in jüngeren Sitzungen und ein klares Indiz für institutionelle Verkäufe.

Dieser Move ist der erste Schlusskurs unter 24.000 seit Anfang 2024. Früher in der Woche hatte der Index von Tiefs um 23.018 am 13. März noch über 7 Prozent zugelegt. Freitags Einbruch radierte diese Erholung aus und verstärkte den netto wöchentlichen Rückgang auf 2 bis 3 Prozent von den Hochs um 24.500 Anfang März.

Warum das für den NASDAQ 100 jetzt entscheidend ist

Der Bruch unter die 200-Tage-Linie bestätigt den Verlust des primären Aufwärtstrends – der kritischste technische Test im Jahr 2026. Wichtige Unterstützungszonen liegen bei 23.500 bis 23.800 Punkten; ein Bruch dort zielt auf die Tiefs vom 13. März bei 23.000 ab. Vom Höchststand Ende 2025 bei 26.191 Punkten testet die Korrektur nun Multi-Monats-Tiefs ohne klare Umkehrsignale.

Der NASDAQ 100 Index wiegt mit rund 50 Prozent Technologie – doppelt so hoch wie beim S&P 500. Diese Konzentration macht ihn anfällig für Sektorrotationen. Die Top-10-Positionen machen über 50 Prozent des Index aus, was Verluste in Megacaps wie Broadcom oder CrowdStrike direkt verstärkt.

Breite Divergenz: NASDAQ 100 hinkt Value hinterher

Die Divergenz zum S&P 500 vs NASDAQ 100 vergrößerte sich: Der NASDAQ 100 fiel stärker um 1,88 Prozent als der S&P 500 (-1,51 Prozent) und der Dow Jones (-0,96 Prozent auf 45.577,47). Der breitere Nasdaq Composite verlor 2,01 Prozent auf 21.647,61 und unterstreicht die Tech-Schwäche.

Wertsektoren wie Energy und Materials pufferten Value-Indizes ab. Par Pacific (PARR) stieg monatlich um 33 Prozent, SM Energy um 24 Prozent. Solche Gewinner fehlen im NASDAQ 100. Einzelne Tech-Helden wie Cloudflare (NET, +19 Prozent monatlich) konnten die Megacap-Drags nicht kompensieren.

Verlierer im NASDAQ 100: Megacap-Druck dominiert

Die Komponentenliste zeigt die Tech-Schwäche: ASML fiel um 3,60 Prozent auf 1.317,25 Dollar, Broadcom um 2,92 Prozent auf 310,51 Dollar, CrowdStrike um 4,48 Prozent auf 409,00 Dollar. Intel verlor 5,00 Prozent auf 43,87 Dollar, Datadog 3,74 Prozent auf 125,08 Dollar. Honeywell und Gilead rutschten je um über 3 Prozent ab.

Gewinner waren rar: Arm Holdings +1,95 Prozent, AppLovin +0,56 Prozent, Copart +1,05 Prozent. Doch diese Ausnahmen ändern nichts am Gesamtbild. Der Rout ist konzentriert in Halbleitern, Software und Cloud – Kern der US-Tech-Aktien heute.

NASDAQ 100 Futures und ETF-Flows: De-Risking setzt sich fort

Die NASDAQ 100 Futures verlängerten die Spot-Schwäche übers Wochenende und notieren vorsichtig vor dem Montagsstart. Erhöhtes Volumen deutet auf anhaltendes institutionelles De-Risking hin. ETF-Flows im QQQ-Invesco NASDAQ 100 ETF dürften negativ drehen, was den Druck verstärkt.

Unterstützung bei 23.500-23.800 hält vorerst; ein Bruch öffnet den Weg zu 23.000. Prognosen sehen einen März-Abschluss bei 23.567 – weitere 1,4 Prozent unter dem Freitagsschluss.

Risiken und Katalysatoren: Was treibt den Index?

Aufwärtspotenzial braucht Rebounds in AI- oder Halbleiteraktien sowie makroökonomische Lockerung. Abwärtsturbo kommt von steigenden Treasury-Renditen oder Dollar-Stärke, die Growth-Valuations belasten. Keine großen Earnings bis zur Hyperscaler-Saison; spärliche Katalysatoren begünstigen Vorsicht.

Der technische Breakdown unter der 200-Tage-MA tiltet bärisch. Ohne frische Impulse baut sich Downside-Momentum auf. Europäische Tech-Aktien spüren den Spillover, da DAX und TecDAX parallel um 2 Prozent fielen.

Auswirkungen auf DACH-Investoren: Warum jetzt handeln?

Für Investoren in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der NASDAQ 100-Rout relevant: Viele halten QQQ-ETFs oder direkte Tech-Positionen. Der Euro-Dollar-Kurs verstärkt Verluste bei Währungsumrechnung. Europäische Tech wie ASML (im Index) zieht nach – TecDAX -1,48 Prozent.

Rotation zu Value mindert Attraktivität von Growth-ETFs. DAX (-2,01 Prozent auf 22.380) leidet mit, doch weniger Tech-Last schont ihn etwas. Anleger sollten Supports prüfen und Hedging überlegen, da keine schnelle Erholung sichtbar.

Disclaimer: Keine Anlageberatung. Indizes, Aktien und andere Finanzinstrumente sind volatil.

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