Nahost-Konflikt, Spritpreise

Nahost-Konflikt treibt Spritpreise auf Rekordhoch

11.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben die Spritpreise in Deutschland auf den höchsten Stand seit Jahren. Der ADAC verzeichnet historische Durchschnittswerte.

Nahost-Konflikt treibt Spritpreise auf Rekordhoch - Foto: über boerse-global.de
Nahost-Konflikt treibt Spritpreise auf Rekordhoch - Foto: über boerse-global.de

Deutschlands Autofahrer erleben einen historischen Preisschock an der Zapfsäule. Eskalierende Spannungen im Nahen Osten haben Benzin und Diesel auf den höchsten Stand seit Jahren katapultiert.

Diesel durchbricht die 2,20-Euro-Marke

Die Zahlen sind dramatisch: Am Dienstag morgen kostete ein Liter Diesel teils über 2,20 Euro. Selbst der bundesweite Tagesdurchschnitt lag laut ADAC am Montag bereits bei 2,171 Euro – der höchste Wert seit Mitte 2022. Super E10 erreichte im Schnitt 2,028 Euro. In der Vorwoche waren die Preise um bis zu 17,7 Cent pro Liter explodiert. Für Pendler und die Transportwirtschaft bedeutet dies eine massive Zusatzbelastung.

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Geopolitische Krise als Haupttreiber

Verantwortlich ist die eskalierende Lage im Iran. Die Blockade der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Ölhandelsrouten der Welt – hat die globalen Märkte in Aufruhr versetzt. Rund ein Fünftel des weltweiten Öls passiert diese Meerenge. Die Folge: Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl schnellte von 72 auf zeitweise über 120 US-Dollar. Aktuell pendelt er bei etwa 93 Dollar. Doch warum wirkt sich das sofort in Deutschland aus? Obwohl die Bundesrepublik wenig Öl direkt aus der Region bezieht, bestimmt der Weltmarktpreis die Kosten für alle.

CO2-Preis und Steuern heizen die Spirale an

Neben der akuten Krise wirken langfristige Preistreiber. Der CO2-Preis für fossile Brennstoffe liegt 2026 zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne. Allein diese Abgabe kann den Literpreis im Vergleich zum Vorjahr um bis zu drei Cent erhöhen. Über das Jahr summiert sich der Effekt auf 17 bis 19 Cent. Hinzu kommen die hohen Steuerlasten: Energiesteuer und Mehrwertsteuer machen einen Großteil des Endpreises aus. Die reinen Rohölkosten liegen oft unter 25 Prozent.

Was Verbraucher jetzt tun können

Eine schnelle Entspannung ist unwahrscheinlich. Solange die Lage im Nahen Osten angespannt bleibt, drohen weitere Schwankungen. Doch Autofahrer können gegensteuern. Der wichtigste Tipp: die richtige Tankzeit. Die Preise sind morgens zwischen 7 und 8 Uhr am höchsten. Abends zwischen 19 und 22 Uhr sind sie dagegen am günstigsten – die Ersparnis kann laut ADAC bis zu 13 Cent pro Liter betragen. Spritpreis-Apps helfen bei der Suche nach der preiswertesten Tankstelle in der Nähe. Durch bewusstes Fahren und strategisches Tanken lässt sich der Schock zumindest abmildern.

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