Nachnahme-Betrug, QIAN“

Nachnahme-Betrug: „MANY QIAN“ schickt wertlose Pakete

31.01.2026 - 23:22:12

Kriminelle fordern mit gefälschten Nachnahme-Paketen unter Fantasienamen Geld für wertlosen Inhalt. Verbraucherschützer warnen vor der Masche und geben Tipps zum Schutz.

Eine neue Betrugswelle mit gefälschten Nachnahme-Paketen rollt durch Deutschland. Unter Absendernamen wie „MANY QIAN“ fordern Kriminelle an der Haustür Geld für wertlose Ware. Verbraucherschützer warnen eindringlich vor der Masche.

So funktioniert der Paket-Trick

Die Betrüger locken auf Kleinanzeigen-Portalen mit günstigen Smartphones. Sie bieten die Lieferung per Nachnahme an – das suggeriert Sicherheit. Das Paket wird aber erst nach Zahlung übergeben. Geöffnet findet das Opfer statt eines iPhones nur billiges Spielzeug oder Schrott.

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Der Absender ist unter einer Fantasie-Adresse wie „MANY QIAN“ nicht auffindbar. Das Geld ist weg, der Inhalt wertlos. Ein aktueller Fall aus Graz zeigt die Dreistigkeit: Eine Familie sollte fast 100 Euro für eine nutzlose Lieferung bezahlen.

Warum die Masche so erfolgreich ist

Die Täter spielen mit psychologischen Tricks:
* Vertrauen in Logistik: Ein offizielles Paket vom Zusteller wirkt legitim.
* Unwissenheit im Haushalt: Oft zahlt ein Familienmitglied in gutem Glauben, ohne von der Bestellung zu wissen.
* Trugschluss Nachnahme: Die Zahlung erscheint sicher, weil erst bei Erhalt gezahlt wird. Doch der Inhalt ist wertlos.

Rechtsexperten betonen: Der Zusteller haftet nicht für den Paketinhalt. Die Verantwortung liegt beim anonymen Absender.

So schützen Sie sich vor der Abzocke

Polizei und Verbraucherschützer geben klare Tipps:
* Unerwartete Nachnahme-Sendungen grundsätzlich ablehnen. Zahlen Sie nur, wenn Sie die Bestellung zu 100 Prozent erwarten.
* Paketaufkleber prüfen. Fehlt eine plausible Absenderadresse? Ist der Name unbekannt? Finger weg!
* Im Haushalt absprechen. Informieren Sie alle, wenn eine Nachnahme-Lieferung kommt.
* Im Betrugsfall sofort Anzeige erstatten. Jede Meldung hilft den Behörden, Muster zu erkennen.

Ein altes Problem in neuer Welle

Die Nachnahme-Masche ist nicht neu, erlebt aber regelmäßig ein Comeback. Die Anonymität des Internets macht es Betrügern leicht. Manchmal nutzen sie auch gestohlene Bestelldaten, um Pakete an Adressen zu schicken, die tatsächlich eine Lieferung erwarten.

Solange Verbraucher in der Nachnahme eine sichere Option sehen, wird der Trick funktionieren. Die beste Verteidigung ist Aufklärung und gesunde Skepsis. Bei Geschäften mit unbekannten Privatpersonen über Kleinanzeigen ist die angebliche Sicherheit der Nachnahme eine Illusion.

@ boerse-global.de