Nach Gesprächen mit US-Gesandten: Kiew meldet neue russische Angriffe
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 06:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAus Kiew wurden nächtliche Explosionen gemeldet, mehrere Wohnhäuser, eine Schule und Autos seien von herabfallenden Drohnentrümmern getroffen worden, berichteten ukrainische Medien unter Berufung auf Behördenangaben.
Das Nachrichtenportal "Kyiv Independent" schrieb, laut Bürgermeister Vitali Klitschko seien mehrere Menschen unter den Trümmern eines schwer beschädigten Wohnblocks verschüttet worden.
Bei der Angriffswelle kamen demnach auch ballistische Raketen zum Einsatz, die für die Ukraine besonders schwer abzuwehren sind. Auch in anderen Regionen des Landes wurde Luftalarm ausgelöst. Das genaue Ausmaß der Angriffe und Schäden war zunächst noch unklar. Die Angaben der Kriegsparteien konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
Kampfpause übers Wochenende
Trumps Gesandter Steve Witkoff und der Schwiegersohn des US-Präsidenten, Jared Kushner, hatten am Wochenende zum wiederholten Mal Moskau und danach erstmals auch Kiew besucht. Dort verhandelten sie mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj über mögliche Lösungswege zur Beendigung des Krieges, den Russland im Februar 2022 begonnen hatte. Ergebnisse wurden nicht bekannt.
Während des Besuchs der US-Gesandten hatte die Kriegsparteien sich bereit erklärt, auf Luftangriffe auf die jeweiligen Hauptstädte zu verzichten.
Russland griff das Nachbarland zuletzt verstärkt mit Drohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen an, während die Ukraine überwiegend auf schnelle und weitreichende Drohnen, aber auch auf Marschflugkörper setzt. Bei ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion und ständigen Luftangriffe ist die Ukraine auf Hilfe westlicher Staaten angewiesen.
