Nach FCAS: Acht Unternehmen wollen neuen Jet mitentwickeln
11.06.2026 - 16:32:37 | dpa.deAls "Team Gen 6" wollen die Rüstungssparte von Airbus NL0000235190, MTU DE000A0D9PT0, Hensoldt DE000HAG0005, MBDA, Autoflug, Diehl Defence, Liebherr, sowie Rohde und Schwarz ein neues Kampfflugzeug mitentwickeln.
"Wir dürfen keine Zeit verlieren, müssen von deutscher Seite Verantwortung übernehmen sowie Handlungsfähigkeit zeigen und den Weg zu einem luftgestützten vernetzten Waffensystem mit einem starken Führungsanspruch konsequent weiter beschreiten", heißt es in einem strategischen Positionspapier der Unternehmen, das im Rahmen der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA in Berlin veröffentlicht wurde.
Ähnliche Allianz bildet sich in Spanien
In einer Pressemitteilung betonten die Unternehmen zudem ihren Willen zur multinationalen Zusammenarbeit. "Eng verzahnt mit den deutschen Partnern formiert sich auch die spanische Industrie mit den Unternehmen Indra ES0118594417, Airbus Defence and Space, Grupo Oesia, GMV, ITP und Sener", hieß es in der Mitteilung.
FCAS steht für "Future Combat Air System". Deutschland und Frankreich hatten das Projekt 2017 vereinbart. Die Unternehmen Dassault FR0014004L86 und Airbus konnten sich in den Verhandlungen aber nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Macron verkündeten daher das Ende des milliardenschweren Kampfjet-Projekts nach langen. Am Mittwoch betonte Merz auf der ILA, dass ein Teil von FCAS weitergeführt werde - und zwar die sogenannte "Combat Cloud", über die unterschiedlichste Waffensysteme vernetzt werden sollen. Der gemeinsame Kampfjet sollte eigentlich in Deutschland den Eurofighter und in Frankreich die Rafale-Jets ablösen.
Wie es nun im Detail weitergeht, ist noch offen. Als wahrscheinlichste Möglichkeit gilt, dass Airbus und seine sieben Kooperationspartner zusammen mit der spanischen Allianz eine Zusammenarbeit mit dem schwedischen Hersteller Saab Gripen anstreben.
