Myokine, Gehirn

Myokine: Wie Sport das Gehirn vor Alzheimer schützt

01.02.2026 - 00:09:11

Neurowissenschaftliche Forschung zeigt, dass Botenstoffe aus der Muskulatur, sogenannte Myokine, Entzündungen und schädliche Ablagerungen im Gehirn bekämpfen können. Körperliche Aktivität wird damit zu einem zentralen Pfeiler der Demenzprävention.

Sport schützt das Gehirn vor Demenz. Aktuelle Forschung zeigt: Verantwortlich sind Botenstoffe aus den Muskeln, sogenannte Myokine. Sie wirken direkt im Gehirn gegen Entzündungen und schädliche Ablagerungen.

Diese Erkenntnisse machen Bewegung zu einem zentralen Pfeiler der Prävention. Denn während es keine Heilung für Alzheimer gibt, kann körperliche Aktivität den Ausbruch verzögern oder sogar verhindern.

Die Muskeln sprechen mit dem Gehirn

Bei jeder Bewegung setzt der Muskel Hunderte bioaktiver Substanzen frei – die Myokine. Sie gelangen ins Blut und kommunizieren mit anderen Organen. Das revolutioniert das Gesundheitsverständnis: Der Muskel ist nicht nur ein Bewegungsapparat, sondern ein aktives endokrines Organ.

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Im Gehirn angekommen, können Myokine die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Dort entfalten sie ihre schützende Wirkung:
* Sie fördern die Bildung neuer Nervenzellen.
* Sie stärken bestehende neuronale Verbindungen.
* Sie regen die Produktion des Wachstumsfaktors BDNF an, der für Lernen und Gedächtnis entscheidend ist.

Star-Botenstoff Irisin bekämpft Alzheimer-Plaques

Im Fokus der Forscher steht das Myokin Irisin. Studien an Zellmodellen, die Alzheimer simulieren, zeigen sein Potenzial: Irisin kann die Menge an schädlichen Beta-Amyloid-Plaques deutlich reduzieren.

Der Trick: Irisin greift die Plaques nicht direkt an. Stattdessen aktiviert es spezielle Gehirnzellen, die Astrozyten. Diese setzen dann Enzyme frei, die den Abbau der schädlichen Ablagerungen vorantreiben. Gleichzeitig dämpft Irisin die gefährliche Neuroinflammation – das chronische „Feuer“ im Gehirn, das Nervenzellen zerstört.

Welches Training schützt am besten?

Die Art der Bewegung bestimmt, welche Myokine ausgeschüttet werden. Für den optimalen Schutz empfehlen Experten eine Mischung:

  • Ausdauertraining wie Laufen oder Schwimmen kurbelt besonders die Produktion von Irisin und BDNF an.
  • Krafttraining stimuliert andere Myokine, die dem Muskelschwund im Alter entgegenwirken und den Stoffwechsel ankurbeln.

Die gute Nachricht: Es muss kein Hochleistungssport sein. Schon regelmäßige, moderate Bewegung reicht aus, um positive Effekte auf das Gehirn zu erzielen.

Neue Wege für Therapien und Prävention

Die Forschung an Myokinen eröffnet auch neue therapeutische Perspektiven. Könnte man die Wirkung von Irisin auch als Medikament nachahmen? Diese Frage treibt die Wissenschaft an, um Menschen zu helfen, die sich nicht ausreichend bewegen können.

Initiativen wie das „Jahr der Gehirngesundheit 2026“ unterstreichen die wachsende Bedeutung der Prävention. Die Botschaft ist klar: Regelmäßige Bewegung ist eine der wirksamsten Waffen im Kampf für ein gesundes, leistungsfähiges Gehirn – bis ins hohe Alter.

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