Mutares Aktie: Walor-Verkauf an Reed Capital
Veröffentlicht am: 27.07.2026 um 16:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Beteiligungsgesellschaft Mutares hat die Veräußerung ihrer Portfoliogesellschaft Walor Precision Turning erfolgreich abgeschlossen. Wie das Unternehmen am heutigen Montag mitteilte, wurde die Tochtergesellschaft, die Teil des Segments FerrAl United war, an die Investmentgesellschaft Reed Capital übertragen. Damit treibt der Konzern seine Strategie der Portfolio-Optimierung weiter voran und realisiert einen weiteren Exit im laufenden Geschäftsjahr.
Veräußerung an Reed Capital abgeschlossen
Der Käufer von Walor Precision Turning ist die in Paris und London ansässige Investmentgesellschaft Reed Capital. Das veräußerte Unternehmen ist auf die Herstellung hochpräziser Metallkomponenten spezialisiert und konnte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 55 Millionen Euro erzielen. Die Transaktion markiert einen weiteren Schritt in der sogenannten Harvesting-Phase von Mutares, in der reife Portfoliounternehmen nach erfolgreicher Neuausrichtung veräußert werden.
An der Börse wurde die Nachricht positiv aufgenommen. Die Aktie notiert am heutigen Montag bei 27,50 Euro und verzeichnet damit ein Plus von 1,85 Prozent. Trotz des heutigen Kursanstiegs weist das Papier mit einem Minus von 8,33 Prozent seit Jahresbeginn eine noch verhaltene Performance im laufenden Kalenderjahr auf.
Fortgesetzte Dynamik bei den Portfolio-Exits
Der Abschluss des Walor-Verkaufs folgt auf eine Reihe weiterer Transaktionen in den vergangenen Wochen. Erst am 15. Juli vermeldete Mutares den Vollzug des Verkaufs der finnischen Portfoliogesellschaft Redo Oy an die norwegische Invex Group. Redo Oy, ein Spezialist für Schadensanierung, erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von etwa 25 Millionen Euro.
Zudem bereitet das Unternehmen den nächsten größeren Ausstieg vor. Bereits am 10. Juni wurde eine Vereinbarung zum Verkauf der NEM Energy Group an Hyundai Heavy Industries Power Systems unterzeichnet. Der finale Vollzug dieser Transaktion wird laut Unternehmensangaben für das dritte Quartal 2026 erwartet. Diese kontinuierliche Abfolge von Veräußerungen unterstreicht die aktuelle Ausrichtung des Konzerns, Werte aus dem bestehenden Portfolio zu realisieren.
Hauptversammlung und finanzielle Kennzahlen
Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 3. Juli hatten die Aktionäre bereits die Weichen für die kommenden Monate gestellt. Neben der Ausschüttung einer Dividende von 2,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 wurde die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals sowie die Wahl von PwC als neuem Abschlussprüfer für das laufende Jahr verabschiedet. Bereits im April hatte Mutares eine Kapitalerhöhung durchgeführt und dabei rund 1,08 Millionen neue Aktien zu einem Preis von 24,50 Euro platziert, um die Expansion in Nordamerika zu finanzieren.
Die operativen Zahlen zum ersten Quartal 2026 zeigten zuletzt einen Anstieg des Konzernumsatzes um 10 Prozent auf 1.678,7 Millionen Euro. Während das Holding-Nettoergebnis im ersten Quartal mit minus 0,9 Millionen Euro leicht ins Negative drehte, hielt das Management an seiner Jahresprognose fest. Für das Gesamtjahr 2026 wird weiterhin ein Holding-Jahresüberschuss zwischen 165 Millionen Euro und 200 Millionen Euro erwartet.
Anleger blicken nun gespannt auf den 13. August, wenn Mutares den offiziellen Halbjahresbericht für das Jahr 2026 vorlegen wird. Wenige Tage später, am 18. August, folgt ein Earnings Call zu den Ergebnissen der ersten sechs Monate. Eine weitere Quartalsmitteilung ist für den 12. November geplant.
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