Multitasking, Konzentration

Multitasking ist out: Unternehmen setzen jetzt auf Konzentration

22.01.2026 - 07:53:12

Neurowissenschaftliche Studien belegen die hohen Kosten von Multitasking. Immer mehr Unternehmen setzen daher auf eine Kultur der konzentrierten Arbeit, um Produktivität und Gesundheit zu steigern.

Multitasking schadet der Produktivität und macht krank. Das belegen neurowissenschaftliche Studien, die das ständige Hin- und Herspringen zwischen Aufgaben als ineffizient und stressfördernd entlarven. Als Antwort darauf etablieren immer mehr Firmen eine neue Kultur des Fokus – und machen konzentriertes Arbeiten zum Wettbewerbsvorteil.

Die teure Illusion des Multitaskings

Lange galt die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, als Zeichen von Effizienz. Doch das Gehirn kann komplexe Aufgaben nicht parallel bearbeiten. Stattdessen wechselt es blitzschnell hin und her – ein Prozess, der als “Task Switching” bekannt ist. Diese mentalen Sprünge haben ihren Preis:
* Die Produktivität sinkt um bis zu 40 Prozent.
* Die Fehleranfälligkeit steigt.
* Der Körper schüttet vermehrt das Stresshormon Cortisol aus.

Die Folge sind mentale Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und ein erhöhtes Burnout-Risiko. Die vermeintliche Stärke entpuppt sich als teure Schwäche.

So funktioniert Fokus im Joballtag

Als Gegenmodell zum Multitasking setzen sich Techniken für “Deep Work” durch. Ziel ist die tiefe, ungestörte Konzentration auf eine einzige Aufgabe. Zwei populäre Methoden sind:
* Die Pomodoro-Technik: Arbeit in 25-minütigen, fokussierten Intervallen mit kurzen Pausen.
* Time Blocking: Feste Zeitfenster im Kalender für anspruchsvolle Aufgaben reservieren.

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Um diese Fokuszeiten zu schützen, müssen Störquellen konsequent ausgeschaltet werden: Push-Benachrichtigungen deaktivieren, unnötige Browser-Tabs schließen und dem Team klare “Nicht-Stör-Zeiten” kommunizieren.

Unternehmen schaffen neue Spielregeln

Die Erkenntnis, dass eine zerstückelte Arbeitskultur hohe Kosten verursacht, erreicht die Chefetagen. Progressive Firmen fördern den Fokus daher aktiv:
* Einführung unternehmensweiter “Fokus-Stunden” ohne Meetings oder Anrufe.
* Schaffung von Ruhezonen und Umgestaltung von Büros.
* Angebote von Workshops zu Zeitmanagement und Achtsamkeit.

Wirtschaftspsychologen betonen: Diese Kulturveränderung muss von der Führungsebene vorgelebt werden. Erst wenn Vorgesetzte signalisieren, dass konzentriertes Arbeiten mehr zählt als ständige Erreichbarkeit, ziehen die Teams mit.

Warum Fokus zum Karriere-Turbo wird

Der Trend zum Single-Tasking ist eine strategische Antwort auf die moderne Wissensarbeit. Wo Routineaufgaben automatisiert werden, liegt der menschliche Mehrwert in Kreativität und komplexer Problemlösung – beides erfordert tiefe Konzentration.

Experten wie der Informatikprofessor Cal Newport sehen in der Fähigkeit zum “Deep Work” eine der wertvollsten Kompetenzen des 21. Jahrhunderts. Unternehmen, die sie fördern, sichern sich nicht nur mehr Innovationskraft, sondern werden auch zu attraktiveren Arbeitgebern. Der Schutz der Konzentration wird zur betrieblichen Gesundheitsvorsorge.

Das Büro der Zukunft denkt um

Die Entwicklung ist erst der Anfang. Zukünftig könnten intelligente Tools Ablenkungen automatisch filtern oder Kalendersysteme Fokus-Blöcke eigenständig einplanen. Die Kompetenz, die eigene Aufmerksamkeit zu steuern, wird zum zentralen Karrierefaktor – ähnlich dem Erwerb einer neuen Software.

Für Arbeitnehmer heißt das: Konzentrationstraining wird zur Notwendigkeit. Für Unternehmen lautet die Devise: Wer den Fokus fördert, baut eine resilientere, zufriedenere und letztlich produktivere Belegschaft auf.

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