Multitasking, Produktivitätskiller

Multitasking ist ein Produktivitätskiller

16.01.2026 - 06:19:12

Neurowissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Multitasking die Leistungsfähigkeit senkt und Stress verursacht. Konzentriertes Singletasking wird zur Schlüsselkompetenz in der modernen Arbeitswelt.

Multitasking senkt die Produktivität und erhöht den Stress. Das belegen aktuelle Erkenntnisse aus Neurowissenschaft und Arbeitsforschung. Experten sehen in der tiefen Konzentration auf eine einzige Aufgabe – dem Singletasking – den wahren Wettbewerbsvorteil für 2026.

Das Gehirn kann kein echtes Multitasking

Was wir als Multitasking wahrnehmen, ist ein schneller Wechsel zwischen Aufgaben. Dieses “Task-Switching” belastet den präfrontalen Kortex im Gehirn enorm. Jeder Wechsel kostet Zeit und mentale Energie, um sich neu zu orientieren.

Die Folge: Die Fehlerquote steigt und die Bearbeitung dauert insgesamt länger. Die Deutsche Hirnstiftung warnt zudem vor gesundheitlichen Folgen. Digitales Multitasking aktiviert das sympathische Nervensystem und kann langfristig Stress verursachen.

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Jede Unterbrechung kostet 23 Minuten Konzentration

Im modernen Büroalltag verschärfen ständige Störungen das Problem. Wissensarbeiter werden durchschnittlich alle vier Minuten unterbrochen – durch E-Mails, Chats oder Anrufe.

Die versteckten Kosten sind enorm:
* Nach einer Unterbrechung braucht das Gehirn über 23 Minuten, um wieder voll konzentriert zu sein.
* Dieser ständige Kontextwechsel kann die Produktivität um bis zu 40 Prozent senken.
* Für die deutsche Volkswirtschaft summieren sich die Kosten durch Unterbrechungen und überflüssige Meetings auf schätzungsweise 114 Milliarden Euro pro Jahr.

So funktioniert konzentriertes “Deep Work”

Die Gegenstrategie heißt Singletasking oder “Deep Work”. Dabei fokussiert man sich bewusst und ohne Ablenkung auf eine einzige, anspruvolle Aufgabe. Dieser Zustand, auch “Flow” genannt, steigert Produktivität und Kreativität maximal.

Praktische Techniken helfen dabei:
* Zeitblockierung: Feste, unantastbare Zeitfenster für konzentriertes Arbeiten im Kalender reservieren.
* Störungen ausschalten: Benachrichtigungen deaktivieren und eine ruhige Umgebung schaffen.
* Pomodoro-Technik: In 25-Minuten-Intervallen konzentriert arbeiten, gefolgt von kurzen Pausen.

Fokus wird zur Schlüsselkompetenz

In der hybriden Arbeitswelt gewinnt das Thema weiter an Bedeutung. Viele empfinden Homeoffice als produktiver, weil es mehr Raum für konzentriertes Arbeiten bietet. Gleichzeitig droht die ständige Erreichbarkeit den Arbeitstag noch stärker zu zerstückeln.

Unternehmen müssen umdenken: Weg von der Kultur der ständigen Verfügbarkeit, hin zu klar definierten Fokus-Phasen. Die Fähigkeit zu ungestörter, tiefer Arbeit wird zur gefragtesten Kompetenz – gerade weil KI viele Routineaufgaben übernimmt. Die Zukunft der Arbeit gehört dem fokussierten Geist.

@ boerse-global.de