Mülheimer, Mietspiegel

Mülheimer Mietspiegel 2026 zeigt moderaten Preisanstieg

08.02.2026 - 22:02:12

Der qualifizierte Mietspiegel für Mülheim an der Ruhr gilt ab 2026 und zeigt einen durchschnittlichen Mietanstieg von 3,3 Prozent. Er bietet Mieter*innen und Vermieter*innen eine verbindliche Grundlage für die nächsten zwei Jahre.

Mülheim an der Ruhr hat seinen neuen qualifizierten Mietspiegel veröffentlicht. Das Dokument gilt seit Jahresbeginn und löst den Vorgänger von 2024 ab. Es bietet Mieterinnen und Vermieterinnen für die nächsten zwei Jahre eine rechtssichere Orientierung.

So viel kostet der Quadratmeter jetzt

Die durchschnittliche Nettokaltmiete liegt in Mülheim jetzt bei 9,85 Euro pro Quadratmeter. Die Spanne ist jedoch groß und hängt stark von Lage, Baujahr und Ausstattung ab.
* In günstigen Lagen beginnen die Preise bei etwa 8,04 Euro.
* In begehrten Vierteln können bis zu 11,28 Euro fällig werden.

Besonders das Alter des Gebäudes macht einen deutlichen Unterschied: Während Wohnungen in Altbauten (bis 1969) im Schnitt 9,72 Euro kosten, liegen Neubauten (ab 2015) bei durchschnittlich 12,41 Euro. Auch zwischen den Stadtteilen klaffen Lücken – von 9,34 Euro in Broich bis 10,05 Euro in Saarn. Verglichen mit dem Vorjahr deutet sich ein genereller Anstieg von rund 3,3 Prozent an.

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Warum dieser Mietspiegel besonders verbindlich ist

Der Mietspiegel trägt den Status „qualifiziert“. Das verleiht ihm besonderes Gewicht vor Gericht, denn das Gesetz vermutet, dass er die ortsübliche Vergleichsmiete korrekt abbildet. Das schafft Planungssicherheit für beide Seiten:
* Vermieter müssen Mieterhöhungen auf seiner Grundlage begründen.
* Mieter können prüfen, ob ihre Miete noch angemessen ist.

Die breite Akzeptanz untermauert die einvernehmliche Verabschiedung durch den Arbeitskreis Mülheimer Mietspiegel, in dem Mieterbund und Eigentümerverband sitzen.

So entstanden die neuen Zahlen

Für den Mietspiegel 2026 gab es keine komplette Neuerhebung. Stattdessen wurden die Werte von 2024 fortgeschrieben – eine gesetzlich anerkannte Methode. Basis dafür ist der offizielle Preisindex für die Lebenshaltungskosten. So spiegelt das Dokument die aktuelle Inflation wider, ohne aufwendige neue Datensammlungen. Ein spezialisiertes Institut begleitete das Verfahren, um den qualifizierten Status zu erhalten.

Mülheim im Vergleich: Gemäßigt, aber angespannt

Der moderate Anstieg folgt einem bundesweiten Trend, positioniert Mülheim im Vergleich zu Großstädten aber noch im gemäßigten Bereich. Die transparenten Daten sollen langwierige Rechtsstreits vermeiden und bieten beiden Seiten eine verlässliche Kalkulationsgrundlage. Die Methodik steht zudem im Einklang mit der aktuellen politischen Debatte um Mietpreisbremse und Indexmieten.

Mit einer Gültigkeit bis Ende 2027 schafft der Spiegel nun Stabilität für die kommenden zwei Jahre. Spätestens 2028 steht dann die nächste Anpassung an.

@ boerse-global.de