MTU: Kerrisdale gegen UBS-Pessimismus
27.04.2026 - 14:27:53 | boerse-global.deKerrisdale Capital wettet auf MTU Aero Engines. AQR Capital Management wettet dagegen. Während zwei institutionelle Schwergewichte öffentlich aneinandergeraten, notiert die Aktie auf einem 52-Wochen-Tief — rund 27 Prozent unter ihrem Februar-Hoch von 401,80 Euro.
Kerrisdale sieht unterschätzte Ertragskraft
Der aktivistische Investor Kerrisdale Capital hat eine Long-Position aufgebaut und argumentiert, der Markt bewerte MTU falsch. Temporäre Belastungen würden strukturell höhere Margen und Cashflows überdecken.
Als Beleg verweist Kerrisdale auf 2025: MTU übertraf trotz erheblichem Gegenwind seine ursprüngliche Guidance. Der bereinigte Umsatz stieg um 16 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT legte um 29 Prozent zu.
Kerrisdale wertet auch die viel diskutierte GTF-Triebwerksproblematik als überwindbar. Der Höhepunkt sei erreicht. Die Zahl der am Boden stehenden Flugzeuge habe ihren Gipfel bei rund 720 Maschinen überschritten und sinke seitdem. MRO-Kapazitäten wachsen, Durchlaufzeiten verbessern sich.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei MTU Aero Engines?
UBS und AQR sehen das anders
AQR Capital Management baute seine Short-Position Mitte April auf 1,40 Prozent aus — ein klares Signal. Ilex Capital Partners hingegen reduzierte seine Leerverkäufe zuletzt.
Rückendeckung für die Pessimisten liefert UBS. Die Schweizer Bank senkte das Kursziel von 350 auf 275 Euro und stufte MTU auf "Sell" herab. Unter den drei großen Triebwerksherstellern trage MTU das höchste Risiko, wenn das Ersatzteil- und Servicegeschäft an Schwung verliere. Die Gewinnentwicklung könnte sich dann schneller normalisieren als bei der Konkurrenz — auf ein Niveau unter den aktuellen Markterwartungen.
Q1-Zahlen und Geopolitik
Ende April legt MTU die Quartalszahlen vor. Analysten rechnen mit einem robusten Jahresauftakt. Der Bericht wird zeigen, ob geopolitische Spannungen — insbesondere rund um die Straße von Hormus — die Margen im Wartungsgeschäft bereits belasten. JPMorgan-Analyst David Perry hält an seinem "Overweight"-Rating fest, warnt aber explizit vor den Folgen einer anhaltenden Blockade dieser Handelsroute.
MTU Aero Engines vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Strukturell bleibt das Umfeld günstig. RBC erwartet für 2026 einen Anstieg der globalen MRO-Ausgaben um rund 11 Prozent. MTU selbst peilt einen Umsatz von bis zu 9,7 Milliarden Euro an — nach 8,7 Milliarden im Vorjahr.
Ob der Vorstand diesen Ausblick beim Q1-Bericht bestätigt, dürfte den Streit zwischen Bullen und Bären vorerst entscheiden. Die Aktie handelt aktuell knapp über ihrem Jahrestief bei 291,80 Euro — der Spielraum für Enttäuschungen ist gering.
MTU Aero Engines-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue MTU Aero Engines-Analyse vom 27. April liefert die Antwort:
Die neusten MTU Aero Engines-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für MTU Aero Engines-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
MTU Aero Engines: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis MTU Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
