MTU: Airbus-Antrag zu Wasserstoff-Brennstoffzellen
28.04.2026 - 14:28:03 | boerse-global.deOperativ jagt bei MTU Aero Engines derzeit ein Zukunftsprojekt das nächste. Der Münchner Triebwerksspezialist vertieft seine Wasserstoff-Partnerschaft mit Airbus und kauft sich strategisch im Drohnenmarkt ein. An der Börse reagieren Investoren auf diese Vorstöße allerdings mit eiskalter Zurückhaltung. Die Aktie markierte erst heute ein neues 52-Wochen-Tief.
Wasserstoff-Allianz mit Airbus
Kern der aktuellen Entwicklungen ist ein geplanter gemeinsamer Projektantrag mit Airbus. Bis Mai wollen die beiden Luftfahrtkonzerne im Rahmen der europäischen Initiative Clean Aviation ihre Forschungsaktivitäten bündeln. Die Basis dafür bildet eine Absichtserklärung aus dem vergangenen Sommer.
Airbus richtet seinen Fokus zunehmend auf wasserstoffbetriebene Flugzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Hier bringt MTU sein "Flying Fuel Cell"-Konzept ein. Derzeit baut das Unternehmen einen ersten Demonstrator mit einer Leistung von 600 Kilowatt auf. Parallel dazu entsteht in einem weiteren Konsortium ein leistungsstärkeres System für Bodentests.
Zukauf im Rüstungsbereich
Abseits der zivilen Luftfahrt positioniert sich der Konzern im Verteidigungssegment neu. Anfang April kündigte MTU die Übernahme der Kölner AeroDesignWorks GmbH an. Die ehemalige Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt ist auf Antriebssysteme für Drohnen spezialisiert. Mit diesem Schritt erweitert MTU sein Portfolio gezielt um Lösungen für unbemannte Luftfahrzeuge und moderne Lenkwaffen.
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Rekordzahlen treffen auf Kursverluste
Fundamental steht das Unternehmen auf einem soliden Fundament. Das vergangene Geschäftsjahr brachte einen neuen Umsatzrekord von 8,7 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von rund 1,4 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand weiteres Wachstum an.
Am Kapitalmarkt verpuffen diese Zielvorgaben derzeit völlig. Die MTU-Aktie rutschte am Dienstag auf 286,80 Euro ab. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf fast 23 Prozent. Der Abstand zur wichtigen 200-Tage-Linie ist mittlerweile auf über 20 Prozent angewachsen.
Hauptgrund für die anhaltende Schwäche ist die teure Rückrufkampagne für das PW1000G-Triebwerk. Die anhaltenden Probleme beim US-Partner Pratt & Whitney binden weiterhin massive Kapazitäten und belasten das Sentiment spürbar.
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In den kommenden Tagen legt MTU die Zahlen für das erste Quartal vor. Analysten rechnen im Vorfeld mehrheitlich mit einem robusten Jahresauftakt. Um den Abwärtstrend der Aktie aufzuhalten, richtet sich der Blick primär auf die Triebwerks-Rückrufe. Konkrete Fortschritte bei der Bewältigung der Pratt & Whitney-Probleme dürften die Voraussetzung sein, damit die langfristige Zielmarge von über 18 Prozent wieder stärker im Markt gewichtet wird.
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