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MTU Aero Engines Aktie: Rekord verpufft!

24.02.2026 - 18:26:08 | boerse-global.de

Der Triebwerkshersteller meldet historische Umsatz- und Gewinnwerte, doch die Börse reagiert negativ auf die verhaltene Prognose für 2026 und sinkende Margenerwartungen.

Der Triebwerksbauer hat 2025 die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte geliefert – der Kurs stürzte dennoch um fast 7 Prozent ab. Ein Widerspruch? Nicht für Anleger, die genauer hinschauen.

MTU meldete am Dienstag einen bereinigten Umsatz von 8,7 Milliarden Euro, ein Plus von 16 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um satte 29 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Die operative Rendite erreichte 15,5 Prozent – ein Spitzenwert. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 1,03 Milliarden Euro stehen. Die Aktionäre dürfen sich über eine Dividende von 3,60 Euro freuen, das entspricht einem Anstieg von 64 Prozent.

Der Haken liegt im Ausblick

Doch die Börse schaut nach vorne, nicht zurück. Und da beginnen die Probleme. Für 2026 stellt MTU einen bereinigten operativen Gewinn von 1,35 bis 1,45 Milliarden Euro in Aussicht. Konzernweit soll dieser nur um etwa 4 Prozent wachsen, während das Ersatzteil- und Wartungsgeschäft organisch im mittleren zweistelligen Prozentbereich zulegen soll. Die Rechnung geht nicht auf – die Margen werden sinken.

Besonders kritisch: Die operative Rendite lag 2025 bereits bei 15,5 Prozent. Für 2030 peilt Vorstandschef Johannes Bussmann eine Spanne von 14,5 bis 15,5 Prozent an. Das obere Ende ist damit schon erreicht, weiteres Potenzial nach oben gibt es nicht mehr.

Analysten zweifeln am freien Cashflow

Die strukturelle Diskrepanz zwischen ausgewiesenem Gewinn und tatsächlich erwirtschafteten Barmitteln bereitet Sorgen. MTU hat für 2026 einen freien Cashflow von etwa 500 Millionen Euro als Ziel ausgegeben. Der Konsens lag bei 545 Millionen Euro. Barclays-Analystin Milene Kerner betonte, dass das vierte Quartal erneut die hohen Übergewinne aus dem GTF-Ersatzteilgeschäft gezeigt habe, während die Barmittel hinterherhinken.

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RBC-Analyst Mark Fielding hob zwar seine Gewinnprognosen je Aktie für 2026 und 2027 an, senkte aber gleichzeitig leicht seine Cashflow-Schätzung für dieses Jahr. Auch die von MTU angenommenen Wechselkurse – 1,20 Dollar je Euro – wirken übervorsichtig und belasten die Margenperspektive zusätzlich.

Auftragsbestand bietet Rückhalt

Der Auftragsbestand lag Ende Dezember bei 29,5 Milliarden Euro und sichert eine Auslastung von mehr als drei Jahren. Die Nachfrage nach Turbinen, Ersatzteilen und Wartung bleibt hoch. Finanzvorständin Katja Garcia Vila geht davon aus, dass die Luftfahrt von US-Zöllen verschont bleibt – ein wichtiger Faktor für die weitere Entwicklung.

Die Aktie fiel am Dienstag auf 365,50 Euro und fand Unterstützung an der 200-Tage-Linie. Vom Jahresplus von knapp 14 Prozent, das erst eine Woche zuvor erreicht wurde, blieben nur noch 4,5 Prozent übrig. Das Rekordhoch von 404,80 Euro rückt vorerst in weite Ferne. Die LBBW sieht nach dem Rücksetzer aber wieder eine attraktive Bewertung und hält an ihrem Kursziel von 440 Euro fest.

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