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MTU Aero Engines Aktie: Iran-Deal treibt 3,70 Prozent

18.06.2026 - 19:19:13 | boerse-global.de

Das Iran-Abkommen senkt die Ölpreise und entlastet die Luftfahrtbranche. MTU-Aktie steigt um 3,7 Prozent und führt den DAX an.

MTU Aero Engines: Iran-Abkommen treibt DAX-Spitzenreiter an
MTU - Eine Nahaufnahme eines modernen Flugzeugturbinenmotors, teilweise golden beleuchtet, vor einem unscharfen Hintergrund einer Weltkarte. 18.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der Triebwerksbauer MTU Aero Engines gehört am Donnerstag zu den großen Gewinnern im DAX. Die Aktie legt um 3,70 Prozent auf 341,50 Euro zu. Damit setzt sich das Münchner Unternehmen an die Spitze des Leitindex.

Auslöser ist ein überraschender Kurswechsel in der Geopolitik. Die USA und der Iran haben ein Rahmenabkommen unterzeichnet. Die Straße von Hormus soll wieder für die internationale Schifffahrt geöffnet werden. Die Folge: Die Ölpreise fallen spürbar.

Das entlastet die gesamte Luftfahrtbranche. Niedrigere Kerosinkosten verbessern die operative Marge von Airlines und reduzieren den Kostendruck auf Zulieferer wie MTU. Gleichzeitig sinken die Sorgen vor Lieferkettenunterbrechungen. Analysten sprechen von einer signifikanten Entlastung für den Sektor.

Annäherung an die 200-Tage-Linie

Die MTU-Aktie hat sich in den vergangenen Wochen bereits deutlich erholt. Vom 52-Wochen-Tief bei 266,30 Euro Mitte Mai ging es um mehr als 28 Prozent nach oben. Nun rückt der 200-Tage-Durchschnitt in den Fokus – er liegt bei 349,70 Euro.

Derzeit fehlen noch gut zwei Prozent bis zu dieser Marke. Der RSI von 68,3 zeigt: Die Aktie ist angespannt, aber noch nicht überkauft. Die 50-Tage-Linie bei 305,61 Euro und der 100-Tage-Durchschnitt bei 330,30 Euro wurden in den vergangenen Wochen bereits zurückerobert.

Ein Blick auf die längerfristigen Kennzahlen relativiert den Optimismus. Seit Jahresbeginn steht bei MTU noch ein Minus von gut acht Prozent. Auch auf Sicht von zwölf Monaten verliert die Aktie knapp 6,5 Prozent. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 404,50 Euro beträgt weiterhin rund 15 Prozent.

Ausblick

Ende Juli legt MTU den Quartalsbericht vor. Dann zeigt sich, ob die operative Erholung in den Segmenten Erstausrüstung und Instandhaltung Fahrt aufnimmt. Bis dahin bleiben die Kerosinpreise und die globale Luftfahrtnachfrage die entscheidenden Treiber für den Kurs.

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