Moderna Inc., US60770K1034

mRNA-1273 (Spikevax): Corona-Impfstoff von Moderna im Fokus

12.06.2026 - 12:04:48 | ad-hoc-news.de

Moderna setzt mit dem COVID-19-Impfstoff mRNA-1273 (Spikevax) weiter auf mRNA-Technologie. Der Impfstoff ist in der EU zugelassen, wird laufend an neue Virusvarianten angepasst und bleibt ein wichtiger Baustein im Pandemie- und Endemie-Management.

Großes Stadionkonzert mit Lichtshow, Videoleinwand und Menschenmenge bei Dunkel
Moderna Inc. - Open-Air im XXL-Format: Strahlende Lichtfächer und eine große Videoleinwand begleiten den Auftritt vor tausenden Besuchern im Stadion. 12.06.2026 - Bild: THN

Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Lifestyle & Consumer. Vor der Veroeffentlichung am 12.06.2026, 12:03:53 Uhr geprueft. Details im Impressum.

Moderna setzt mit dem COVID-19-Impfstoff mRNA-1273, in Europa unter dem Handelsnamen Spikevax vertrieben, weiterhin auf seine zentrale mRNA-Plattform. Der Impfstoff ist in der Europäischen Union zugelassen, wird in Form von Auffrischungsimpfungen eingesetzt und regelmäßig an neue Virusvarianten angepasst. Laut Europäischer Arzneimittelagentur ist Spikevax seit Januar 2021 in der EU verfügbar und erhielt seither mehrere Erweiterungen der Zulassung für Booster und Variantenanpassungen. Für Verbraucher in Deutschland bleibt das Vakzin vor allem in der Auffrischung eine Option, auch wenn die Impfkampagnen deutlich flacher verlaufen als auf dem Höhepunkt der Pandemie.

Was Spikevax ist und wie der Moderna-Impfstoff wirkt

Spikevax ist ein mRNA-Impfstoff gegen COVID-19, der die Zellen des Körpers dazu anregt, das Spike-Protein des Coronavirus SARS-CoV-2 zu produzieren. Die Boten-RNA ist in Lipid-Nanopartikeln verpackt, die als Träger dienen und das empfindliche Erbmaterial in die Körperzellen einschleusen. Nach der Aufnahme durch die Zellen wird die mRNA in Protein übersetzt, das Immunsystem erkennt das fremde Spike-Protein und bildet spezifische Antikörper sowie T-Zell-Antworten aus. Die mRNA selbst wird nach kurzer Zeit abgebaut und integriert sich nicht in das Erbgut des Geimpften.

Die ursprüngliche Version von mRNA-1273 war auf den Wildtyp des Coronavirus ausgerichtet und wurde in großen Phase-3-Studien mit zehntausenden Teilnehmern geprüft. In den zentralen Zulassungsstudien zeigte der Impfstoff eine Wirksamkeit von rund 94 Prozent gegen symptomatische COVID-19-Erkrankungen, bezogen auf die ursprüngliche Virusvariante, und reduzierte das Risiko schwerer Verläufe signifikant. Mit der Verbreitung neuer Varianten wie Delta und Omikron ging die Wirksamkeit gegen Infektionen zwar zurück, der Schutz vor schweren Verläufen blieb jedoch nach verschiedenen Auswertungen weiterhin hoch, insbesondere nach Auffrischimpfungen. Nationale Gesundheitsbehörden verweisen darauf, dass mRNA-Impfstoffe einen robusten Schutz vor Krankenhausaufnahmen und Tod bieten, auch wenn der Infektionsschutz mit der Zeit nachlassen kann.

Im Laufe der Pandemie hat Moderna das Produktportfolio rund um Spikevax erweitert und Varianten-adaptierte Versionen eingeführt. Dazu gehören bivalente Formulierungen, die sowohl gegen den ursprünglichen Stamm als auch gegen Omikron-Unterlinien gerichtet sind. Für die EU wurden entsprechende aktualisierte Impfstoffe zugelassen, um die zirkulierenden Viruslinien besser abzudecken. Technisch basiert auch die Variantenanpassung auf derselben mRNA-Plattform, wobei die kodierte Sequenz an die jeweiligen Spike-Protein-Varianten angepasst wird. Für Anwender im Alltag ändert sich dadurch wenig: Sie erhalten eine Injektion in den Oberarmmuskel, meist als Booster in ein- oder mehrjährigen Abständen, je nach Empfehlung der Gesundheitsbehörden.

In Deutschland richtet sich die Ständige Impfkommission (STIKO) mit ihren Empfehlungen inzwischen vor allem an Risikogruppen wie ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen. Für gesunde Erwachsene ohne besondere Risikofaktoren werden Auffrischimpfungen nur eingeschränkt empfohlen. Spikevax ist für diese Boosterimpfungen grundsätzlich verfügbar, die konkrete Verwendung hängt jedoch von den Beschaffungsentscheidungen der öffentlichen Hand und dem Angebot in Arztpraxen und Impfstellen ab. Für Verbraucher ist zudem relevant, dass der Impfstoff im Regelfall über das öffentliche Gesundheitssystem bereitgestellt wird, sodass keine direkten Produktpreise im Apothekenregal sichtbar sind. Wo private Angebote bestehen, können die Preise variieren, während verlässliche, einheitliche Endkundenpreise selten ausgewiesen werden.

Zu den praktischen Rahmenbedingungen gehört die Lagerung von Spikevax bei niedrigen Temperaturen. Nach Angaben von Aufsichtsbehörden kann der Impfstoff über einen längeren Zeitraum tiefgekühlt aufbewahrt werden, für die Nutzung in der Arztpraxis ist nach dem Auftauen eine begrenzte Haltbarkeit im Kühlschrank vorgesehen. Das erleichtert die Handhabung im Vergleich zu den strengeren Ultra-Tiefkühl-Anforderungen mancher erster Impfstoffgenerationen, bleibt aber dennoch eine logistische Herausforderung im Alltag von Praxen und Impfzentren. Dosisgrößen und Durchstechflaschen sind so ausgelegt, dass mehrere Impfdosen aus einer Flasche entnommen werden können, was Terminplanung und Koordination erfordert, um Verluste zu vermeiden.

Auch hinsichtlich der Sicherheit liegen umfangreiche Daten vor. Häufig beobachtete Nebenwirkungen sind typische Impfreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopf- oder Muskelschmerzen, die meist innerhalb weniger Tage wieder abklingen. Selten traten Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen (Myokarditis und Perikarditis) auf, insbesondere bei jüngeren Männern nach mRNA-Impfung, was zu besonderen Warnhinweisen und Monitoring geführt hat. Behörden wie die Europäische Arzneimittelagentur und nationale Institute betonen, dass der Nutzen der Impfung in den relevanten Zielgruppen gegenüber diesen Risiken überwiegt, empfehlen aber eine sorgfältige Abwägung und Information der Patienten.

Für Moderna spielt Spikevax wirtschaftlich weiterhin eine Schlüsselrolle, auch wenn der COVID-19-Impfstoffumsatz nach dem Höhepunkt der Pandemie deutlich zurückgegangen ist. Das Produkt schafft die finanzielle Basis, um die mRNA-Technologie auf andere Indikationen wie Grippe, RSV oder onkologische Anwendungen auszuweiten. Strategisch ist Spikevax damit zugleich Einnahmequelle und Referenzprodukt, das die Leistungsfähigkeit der Plattform demonstriert. Die Aktie von Moderna Inc. (US60770K1034) notiert am 12.06.2026 auf der NASDAQ; auf Xetra werden ebenfalls Kurse in Euro gestellt.

Spikevax im Kurzprofil

  • Produkt: mRNA-1273 (Spikevax)
  • Hersteller: Moderna Inc.
  • Kategorie: Lifestyle & Consumer
  • Markteinfuehrung: EU-Zulassung seit Januar 2021
  • UVP / Preis: In der Regel ueber staatliche Beschaffung, keine einheitliche Endkunden-UVP ausgewiesen
  • Verfuegbarkeit: Nutzung in Impfprogrammen und ueber Arztpraxen, je nach nationaler Beschaffungsstrategie
  • Zielgruppe: Vor allem Risikogruppen und Personen mit erhöhter Gefaehrdung entsprechend offizieller Impfempfehlungen
  • Besonderheit / USP: mRNA-Impfstoff mit Variantenanpassung und fokussiertem Einsatz im Booster-Bereich

Mehr Hintergruende zu Moderna Inc.

Wer sich fuer die Entwicklung von Spikevax und anderen mRNA-Projekten von Moderna interessiert, findet in unserem Dossier weitere Unternehmensnachrichten und Finanzinformationen.

Weitere Moderna Inc.-News Investor Relations

Was die Community zu Spikevax diskutiert

YouTube X TikTok Instagram

Dieser Artikel wurde a.i.-gestuetzt erstellt und redaktionell geprueft. Produktinformationen ohne Gewaehr; Preise und Verfuegbarkeit koennen sich kurzfristig aendern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Boersengeschaefte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

de | US60770K1034 | MODERNA INC. | boerse | 69526454 | bgmi