MP Materials Aktie: Preis-Schutz wackelt
02.02.2026 - 14:27:31Die Aktie von MP Materials geriet am 29. Januar unter Druck, nachdem bekannt wurde, dass die US-Regierung offenbar von geplanten branchenweiten Preisuntergrenzen für kritische Rohstoffe abrückt. Solche Mechanismen galten bislang als Absicherung gegen aggressive Preispolitik internationaler Wettbewerber – vor allem aus China. Für den einzigen aktiven Produzenten seltener Erden in den USA bedeutet das eine deutlich unsicherere Marktlage.
Allerdings verfügt MP Materials über einen individuellen Schutz: Im Juli 2025 sicherte sich das Unternehmen einen Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium, der eine Preisuntergrenze von 110 Dollar pro Kilogramm für Neodym-Praseodym (NdPr) vorsieht. Dennoch signalisiert der politische Schwenk hin zu weniger staatlicher Intervention eine Neubewertung der Risiken in der gesamten Branche.
Aktuelle Entwicklungen auf einen Blick:
- US-Regierung zieht sich offenbar von sektorweiten Preisgarantien zurück (29. Januar 2026)
- MP Materials besitzt weiterhin DoD-Vertrag mit 110 $/kg NdPr-Preisuntergrenze
- Konkurrent USA Rare Earth erhält staatliche Finanzierung von rund 1,6 Mrd. Dollar
- CEO-Verkäufe erfolgten bereits Anfang Januar unter automatisiertem Handelsplan
Konkurrenz erhält Milliarden-Unterstützung
Zusätzlichen Druck erzeugt die staatliche Förderung für USA Rare Earth. Ende Januar wurde bekannt, dass der Wettbewerber ein Finanzierungspaket im Volumen von etwa 1,6 Milliarden Dollar erhält. Damit verliert MP Materials seinen Status als alleiniger „National Champion“ in der heimischen Lieferkette für seltene Erden. Die Regierung setzt offenbar auf mehrere Säulen statt auf einen einzelnen Anbieter.
Diese Entwicklung verschärft den Wettbewerb um künftige Aufträge und könnte mittelfristig die Margen belasten, selbst wenn der bestehende DoD-Vertrag kurzfristig Stabilität bietet.
CEO-Verkäufe zeitlich entkoppelt
Parallel zur jüngsten Kursschwäche rückten Insider-Transaktionen in den Fokus. CEO James Litinsky verkaufte am 7. und 8. Januar 2026 rund 300.000 Aktien. Entscheidend: Die Verkäufe erfolgten im Rahmen eines bereits am 16. September 2025 aufgesetzten Rule-10b5-1-Plans – also Wochen vor den aktuellen politischen Meldungen.
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Die Transaktionen waren somit vorprogrammiert und reflektieren keine Reaktion auf die Ende Januar bekannt gewordenen Veränderungen in der US-Rohstoffpolitik. Dennoch bleibt die Signalwirkung für Anleger zwiespältig, wenn Führungskräfte in unsicheren Marktphasen Positionen reduzieren.
Quartalszahlen rücken in den Fokus
Am 26. Februar 2026 legt MP Materials die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor. Investoren dürften vor allem auf drei Bereiche achten:
- Produktionskosten: Wie effizient arbeitet die Raffinerie in Mountain Pass angesichts schwankender Rohstoffpreise?
- Magnetics-Sparte: Welche Fortschritte vermeldet das Unternehmen bei der Magnet-Fertigung in Fort Worth?
- Strategische Einordnung: Wie bewertet das Management die veränderte Förderlandschaft und den intensiveren Wettbewerb?
Die Antworten auf diese Fragen werden zeigen, ob MP Materials trotz politischer Unsicherheit operativ überzeugen und seine Position in der heimischen Wertschöpfungskette behaupten kann. Der bestehende DoD-Vertrag bietet eine Absicherung – doch ohne weitere staatliche Unterstützung könnte das Unternehmen gegen subventionierte Konkurrenz an Boden verlieren.
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