MP Materials Aktie: Politische Spannung
21.01.2026 - 04:36:32Spannungen zwischen den USA und Europa rund um Grönland lenken den Blick heute auf die Lieferketten für Seltene Erden – und damit auf MP Materials. Die Aktie zeigte im Tagesverlauf zunächst relative Stärke, gab die Gewinne aber bis Handelsschluss wieder ab. Neben dem geopolitischen Umfeld prägten auffällige Optionsumsätze sowie weitere Insidertransaktionen das Bild.
Geopolitik und Marktreaktion
Auslöser der Bewegung ist die sich zuspitzende „Greenland Gridlock“-Situation. Medienberichte bestätigen, dass die US-Regierung unter Präsident Trump Importzölle von 10 % ab dem 1. Februar androht, mit der Möglichkeit eines Anstiegs auf 25 % bis zum 25. Juni. In diesem Umfeld steigt der strategische Wert westlicher, nicht-chinesischer Vorkommen Seltener Erden deutlich.
MP Materials profitierte zunächst von dieser Entwicklung und setzte sich zeitweise vom schwachen Gesamtmarkt ab. Während der S&P 500 in der Spitze über 2 % nachgab, kletterte die Aktie intraday bis auf 69,93 US‑Dollar (+1,4 %), schloss letztlich jedoch bei 68,38 US‑Dollar und damit 0,87 % im Minus.
Auffällig war der Derivatehandel: Das Optionsvolumen auf MP Materials lag fast doppelt so hoch wie im Tagesdurchschnitt. Besonders gefragt waren wöchentliche Call-Optionen mit einem Strike bei 70 US‑Dollar und Laufzeit bis Ende Februar. Hier positionieren sich Marktteilnehmer offenbar darauf, dass der geopolitische Aufschlag auf kritische Rohstoffe den Kurs stützt, auch wenn der Gesamtmarkt schwächelt.
Insiderverkäufe und Institutionelle
Trotz des politischen Rückenwinds zeigen die jüngsten Meldungen an die Aufsicht weiteres Insider-Selling. Ein Form‑144‑Filing weist für heute den geplanten Verkauf von 7.823 Aktien im Volumen von rund 533.569 US‑Dollar aus. In den vergangenen 90 Tagen haben Führungskräfte – darunter CEO James Litinsky und CFO Ryan Corbett – insgesamt etwa 46 Mio. US‑Dollar an Aktien veräußert, überwiegend in einer Spanne zwischen 60 und 63 US‑Dollar.
Auf der Gegenseite steht anhaltende Nachfrage institutioneller Investoren. Heute wurde bekannt, dass Concurrent Investment Advisors LLC eine neue Position aufgebaut und 8.206 Aktien erworben hat. Insgesamt halten Institutionelle inzwischen rund 52,55 % des frei handelbaren Aktienbestands. Damit stehen größeren Insiderverkäufen spürbare Zuflüsse von professioneller Seite gegenüber.
Ein Jahr „America First“-Rally
Heute jährt sich die Amtseinführung der aktuellen US-Regierung zum ersten Mal – ein guter Zeitpunkt, um auf die Entwicklung der Aktie in diesem politischen Umfeld zu blicken. Seit dem 20. Januar 2025 ist MP Materials um rund 225 % gestiegen und zählt damit zu den stärksten Werten im Russell‑1000‑Index, neben Namen wie AST SpaceMobile und Rocket Lab.
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Ein zentraler Treiber war der strukturelle Wandel in der Eigentümerstruktur. Im Juli 2025 wurde das US‑Verteidigungsministerium (DoD) größter Anteilseigner von MP Materials. Die Beteiligung verankert das Unternehmen als strategisch wichtiges Asset für die nationale Sicherheit und hebt es klar von kleineren Wettbewerbern wie USA Rare Earth (USAR) ab. USAR selbst war heute mit +11,2 % ebenfalls deutlich in Bewegung, ausgelöst durch die Ankündigung einer neuen Anlage in Frankreich.
Die Dynamik in der Branche zeigt sich auch im privaten Markt. Das in Texas ansässige Unternehmen Noveon Magnetics meldete heute eine Serie‑C‑Finanzierungsrunde über 215 Mio. US‑Dollar zur Erweiterung der heimischen Magnetproduktion. Die Mittelzuflüsse unterstreichen, wie viel Kapital derzeit in die US‑Wertschöpfungskette für Seltene Erden und Magnetmaterialien fließt, um die Abhängigkeit von China zu reduzieren.
Technische Marken und Ausblick
Aus kurzfristiger Sicht rückt die Marke von 70 US‑Dollar in den Fokus, die heute als Widerstand fungierte und im Tagesverlauf nicht nachhaltig überwunden werden konnte. Parallel bleibt die Diskrepanz zwischen strategischem Stellenwert und jüngster operativer Entwicklung ein Thema. Im dritten Quartal 2025 verzeichnete MP Materials einen Umsatzrückgang um 14,9 % im Jahresvergleich auf 53,55 Mio. US‑Dollar und verfehlte zudem die Ergebnisschätzungen.
Trotz dieses Dämpfers bleibt der Analystenkonsens positiv: Die Aktie wird im Schnitt mit „Moderate Buy“ eingestuft, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 79 US‑Dollar. Der Markt richtet den Blick nun auf den nächsten Quartalsbericht, der im Februar erwartet wird. Entscheidend wird sein, ob die stärkere staatliche Unterstützung und das veränderte Zollumfeld sich in besseren Ergebnissen niederschlagen oder ob die Bewertung vorerst überwiegend vom geopolitischen Umfeld getrieben bleibt.
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