MP Materials Aktie: Ein Dämpfer
06.02.2026 - 03:54:31Die US-Regierung setzt beim Thema kritische Mineralien plötzlich stärker auf internationale Spielregeln statt auf einzelne Unternehmensabsprachen. Genau dieser Kurswechsel hat in dieser Woche seltene Erden-Aktien durchgerüttelt – und auch MP Materials geriet deutlich unter Verkaufsdruck. Wie fest sind die bisherigen Zusagen aus Washington an das Unternehmen wirklich?
Wichtige Fakten im Überblick
– Kursreaktion: mehr als -6% nach der Ankündigung am Mittwoch (Quelle: CNBC)
– Staatsbeteiligung: 15% an MP Materials (Investment Juli 2025)
– Nächster Termin: Zahlen zum Q4 2025 am 26. Februar nach US-Börsenschluss
Kritische-Mineralien-Allianz sorgt für Nervosität
Gestern empfingen Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio in Washington Minister aus 55 Ländern. Thema war ein geplanter „bevorzugter“ Handelsblock für kritische Mineralien. Laut CNBC- und Reuters-Berichten sieht das Konzept koordinierte Preisuntergrenzen vor, die über anpassbare Zölle in den Mitgliedsländern gestützt werden sollen – genannt werden unter anderem Mexiko, die EU, Japan, Südkorea und Australien.
Für MP Materials ist daran ein Punkt heikel: Anleger befürchten, dass die Regierung den Schwerpunkt von unternehmensspezifischen Preisstützen hin zu multilateralen Mechanismen verlagert. Entsprechend fiel die Aktie laut CNBC im Anschluss um mehr als 6%.
Unternehmen widerspricht Berichten
MP Materials wehrte sich gegen Darstellungen, wonach bestehende Regierungszusagen aufgeweicht würden. In einem Statement auf X bezeichnete das Unternehmen eine Reuters-Berichterstattung als „ungenau, irreführend und nicht mit den Fakten vereinbar“.
Zugleich betonte MP Materials, die bindende, langfristige Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium („Department of War“) gelte unverändert – ausdrücklich inklusive der Preisabsicherung, die im vergangenen Jahr vereinbart wurde. Jede Unterstellung, die US-Regierung habe sich von ihren Verpflichtungen zurückgezogen, sei „schlicht falsch“, so das Unternehmen.
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Project Vault, Staatsanteil und nächster Zahlencheck
Die politischen Signale kommen kurz nach dem Start von „Project Vault“. Präsident Trump hatte das Projekt am Dienstag vorgestellt: einen strategischen Rohstoff-Vorrat im Umfang von 12 Mrd. US-Dollar, finanziert über einen 10-Mrd.-Dollar-Kredit der Export-Import Bank sowie rund 2 Mrd. Dollar privates Kapital (laut The Guardian und Bloomberg).
Der Staat ist zudem bereits direkt an MP Materials beteiligt: Im Juli 2025 stieg das Verteidigungsministerium über 400 Mio. Dollar in Form von Vorzugsaktien ein und hält seitdem 15%. Bestandteil des Deals waren außerdem ein 10-jähriger Magnet-Abnahmevertrag sowie eine Preisuntergrenze für Seltene-Erden-Produkte.
Klarheit könnte bald der nächste Berichtstermin bringen: MP Materials will die Q4-2025-Zahlen am 26. Februar nach US-Börsenschluss veröffentlichen. Die Telefonkonferenz ist für 14:00 Uhr Pacific / 17:00 Uhr Eastern angesetzt. Zuletzt meldete das Unternehmen für Q3 2025 eine Rekordproduktion von NdPr (Neodym-Praseodym) von 721 Tonnen, ein Plus von 51% gegenüber dem Vorjahr; Cash und kurzfristige Investments lagen zum 30. September 2025 bei 1,94 Mrd. Dollar.
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