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MP Materials Aktie: China setzt auf schwarze Liste

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 05:27 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz Aufnahme auf Pekings Exportkontrollliste verzeichnet MP Materials Rekordproduktion und steigende Umsätze im ersten Quartal 2026.

MP Materials: Chinas Sanktionen treiben US-Seltene-Erden-Aktie
Industrielle Anlage zur Verarbeitung von Seltenen Erden in einer stimmungsvollen, düsteren Lichtstimmung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

MP Materials gerät zwischen die Fronten der Weltmächte. Während China den einzigen großen US-Produzenten seltener Erden auf eine schwarze Liste setzt, wittern institutionelle Investoren eine Einstiegschance. Der Konflikt markiert eine entscheidende Phase für die Unabhängigkeit westlicher Lieferketten.

Strategische Blockade aus China

Das chinesische Handelsministerium hat MP Materials offiziell auf seine Exportkontrollliste gesetzt. Marktbeobachter werten diesen Schritt als Bestätigung für die strategische Bedeutung des Unternehmens. Parallel dazu wächst die Sorge vor indirekten Folgen für die Lieferkette. China dominiert den Markt für spezialisierte Verarbeitungsmaschinen, die MP Materials für seinen Ausbau benötigt.

Trotz dieser geopolitischen Spannungen greifen Profi-Anleger zu. Die Independent Financial Group LLC meldete jüngst den Aufbau einer neuen Position. Die Investmentfirma erwarb knapp 20.000 Aktien im Wert von fast einer Million Dollar. Solche Käufe signalisieren Vertrauen in das langfristige Geschäftsmodell, während die Aktie in den vergangenen 30 Tagen fast 24 Prozent an Wert verlor.

Rekordproduktion in Kalifornien

Operativ zeigt die Kurve deutlich nach oben. Im ersten Quartal 2026 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um fast 50 Prozent auf rund 91 Millionen Dollar. Treiber dieser Entwicklung war ein massiver Produktionshochlauf der Metalle Neodym und Praseodym. Mit 917 Tonnen erreichte die Ausbringungsmenge einen neuen Rekordwert.

Diese Skalierung schlägt sich auch in der Profitabilität nieder. Mit einem bereinigten Gewinn von 0,03 Dollar je Aktie übertraf MP Materials die Erwartungen der Analysten, die zuvor mit einem Verlust gerechnet hatten. Das Ziel bleibt der Wandel vom reinen Minenbetreiber zum integrierten Magnethersteller. Ein Kursziel-Modell beziffert das langfristige Potenzial der Aktie derzeit auf ein Plus von bis zu 44 Prozent.

Absicherung gegen Preisschwankungen

Um sich gegen die Volatilität der Weltmarktpreise zu schützen, nutzt MP Materials langfristige Preisgarantien. Ein Abkommen mit dem US-Verteidigungsministerium sichert dem Unternehmen einen Mindestpreis von 110 Dollar je Kilogramm für seine Magnet-Metalle zu. Diese Basis sorgt für Planungssicherheit beim Bau neuer Produktionsstätten.

Technisch gesehen nähert sich das Papier einer extremen Zone. Ein Relative-Stärke-Index (RSI) von 34 deutet darauf hin, dass die Aktie kurz vor einem überverkauften Zustand steht. Im August veröffentlicht MP Materials die Ergebnisse für das zweite Quartal. Anleger achten dann besonders auf Fortschritte bei der neuen Fabrik in Texas und Details zum Lieferpakt mit Apple.

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