MP Materials Aktie: China setzt auf Exportkontrollliste
23.06.2026 - 11:43:29 | boerse-global.de
Peking schaltet auf Konfrontationskurs. China setzte zehn US-Firmen auf seine Exportkontrollliste – darunter den Seltene-Erden-Produzenten MP Materials.
Der Schritt betrifft Unternehmen aus der Verteidigungs- und Rohstoffbranche. Aktionäre reagieren verunsichert.
Unter Druck
Die Aktie fällt am Dienstag um 3,6 Prozent auf 51,40 Euro. Damit liegt der Kurs unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 51,89 Euro. Seit dem Rekordhoch von 85 Euro im Oktober 2025 verlor das Papier rund 40 Prozent.
MP Materials betreibt die Mountain-Pass-Mine in Kalifornien. Das Unternehmen fördert Seltene Erden – unverzichtbar für E-Autos, Windräder und Militärtechnik. China dominiert die globale Lieferkette. Die neuen Restriktionen könnten den Ausbau westlicher Alternativen erschweren.
Rekorde trotz Gegenwind
Im ersten Quartal 2026 meldete MP Materials Rekordzahlen. Die Produktion von Neodym-Praseodym stieg um 63 Prozent auf 917 Tonnen. Der Umsatz legte um 49 Prozent auf 90,6 Millionen Dollar zu.
Parallel dazu baut das Unternehmen seine Magnetik-Fertigung aus. Der Spatenstich für die „10X"-Anlage fiel bereits. Das Ziel: weniger Abhängigkeit von China.
Was bleibt
Die Eskalation kommt zur Unzeit. MP Materials will die westliche Seltene-Erden-Versorgung aufbauen – genau das greift Peking jetzt an. Der Druck auf den Aktienkurs dürfte anhalten, bis sich die Lage konkretisiert. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob sich die Produktionsrekorde in steigende Gewinne übersetzen lassen.
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