MP Materials: 117 Prozent Anstieg bei NdPr-Verkäufen
08.05.2026 - 05:12:12 | boerse-global.deSeltene Erden sind geopolitisch heiß begehrt — MP Materials liefert nun Zahlen, die zeigen, wie sich das im Geschäftsergebnis niederschlägt. Der amerikanische Rohstoffkonzern hat das erste Quartal 2026 mit Rekordproduktion und einem deutlichen Umsatzsprung abgeschlossen.
Produktion und Umsatz legen kräftig zu
Das Kernprodukt Neodym-Praseodym (NdPr) steht im Mittelpunkt des Wachstums. Die Produktion kletterte auf 917 Tonnen — ein Plus von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Verkaufsmengen legten sogar noch stärker zu: 1.006 Tonnen bedeuten ein Wachstum von 117 Prozent.
Der Umsatz stieg auf 90,6 Millionen Dollar, rund 49 Prozent mehr als im ersten Quartal 2025. Hinzu kommen 42,3 Millionen Dollar aus staatlichen Preisschutzvereinbarungen, die den konsolidierten Erlös auf 132,9 Millionen Dollar heben. Das bereinigte EBITDA drehte von minus 2,7 Millionen auf plus 36,6 Millionen Dollar — eine markante Trendwende.
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Magnete, Schwererden und das "10X"-Projekt
Das Segment Materials bleibt das Rückgrat des Unternehmens mit 72,2 Millionen Dollar Umsatz und 36,7 Millionen Dollar bereinigtem EBITDA. Das Magnetics-Segment steuerte 21,1 Millionen Dollar Umsatz bei, während die Anlage im texanischen Fort Worth weiter hochgefahren wird.
Parallel dazu hat der Konzern offiziell mit dem Bau der sogenannten "10X"-Anlage begonnen, die die Magnetproduktion erheblich ausweiten soll. Im zweiten Quartal 2026 plant das Unternehmen außerdem die Inbetriebnahme eines Trennkreislaufs für schwere Seltene Erden — ein Schritt, der die heimische Lieferkette für kritische Materialien weiter stärken soll.
Verlust bleibt, Richtung stimmt
Unter dem Strich steht für das Quartal ein GAAP-Nettoverlust von 8,0 Millionen Dollar. Das klingt zunächst ernüchternd, ist aber eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Verlust von 22,6 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte Ergebnis je Aktie von 0,03 Dollar übertraf die Konsensschätzung, die noch einen Verlust vorsah.
Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich mit "Kaufen". Die Liquiditätsbasis ist mit Barmitteln und kurzfristigen Anlagen von 1,74 Milliarden Dollar komfortabel. Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet das Management erste Umsatzbeiträge aus der Magnetproduktion — dann wird sich zeigen, ob das Wachstum auch ohne staatliche Preisabsicherung trägt.
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