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Monte Paschi: Messina verteidigt 30,6-Milliarden-Gebot

Veröffentlicht: 10.07.2026 um 03:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Intesa-Sanpaolo-Chef Messina bekräftigt den marktwirtschaftlichen Charakter des 30,6-Milliarden-Angebots für Monte Paschi. Spekulationen um eine Generali-Allianz weist er zurück.

Monte Paschi: Intesa-Chef betont Marktlogik bei Milliardenofferte
Monte - Abstrakte Darstellung des europäischen Bankensektors mit Fokus auf Verhandlungen und hohe Einsätze, vermittelt durch Licht und Schatten. 10.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Übernahmeschlacht um Italiens drittgrößte Bank geht in die heiße Phase. Intesa-Sanpaolo-Chef Carlo Messina hat am Donnerstag in Turin noch einmal deutlich gemacht: Das 30,6 Milliarden Euro schwere Angebot für die Banca Monte dei Paschi di Siena ist eine rein marktwirtschaftliche Entscheidung. Es gehe nicht um Machtspiele, sondern um industrielle Logik.

Messina betonte, der Vorstoß richte sich an die Aktionäre der traditionsreichen Bank. Solange der Deal für die eigenen Anteilseigner Werte schaffe, werde Intesa voranschreiten. Ein Seitenhieb in Richtung Ausland folgte prompt: Nur sein Institut könne die Unabhängigkeit und Sicherheit italienischer Strategie-Assets garantieren. Französische oder deutsche Käufer böten diesen Schutz nicht.

Spekulationen um Generali-Pakt

Beobachter spekulieren seit Wochen über eine Verteidigungslinie der MPS-Führung: eine Allianz mit dem Versicherungskonzern Generali. Monte Paschi ist dessen größter Aktionär. Messina wiegelt ab. Gespräche zwischen den beiden Vorstandschefs Philippe Donnet und Luigi Lovaglio seien „normal" – angesichts der bestehenden Geschäftsbeziehungen.

Laut Il Sole 24 Ore liegt ein solcher Pakt ohnehin auf Eis. Generali stelle den Erhalt der eigenen Unabhängigkeit klar über alles.

Termin steht

Am 10. September kommen die Aktionäre zusammen. Bis Jahresende will Intesa die nötigen Genehmigungen einholen und den Deal abschließen. Gelingt das, sind milliardenschwere Investitionen in die Regionen geplant. Hinzu kommt ein großes Einstellungsprogramm: 13.100 junge Mitarbeiter sollen eingestellt werden.

Die MPS-Aktie notierte zuletzt bei 11,20 Euro. Damit liegt sie rund vier Prozent unter dem im Juli erreichten 52-Wochen-Hoch von 11,70 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von gut 20 Prozent. Der RSI von 67 signalisiert weiter Raum nach oben, ohne überkauft zu wirken. Das Ziel der Intesa-Führung ist klar definiert. Jetzt müssen nur noch die Aktionäre und die Regulierer folgen.

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