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Monte dei Paschi: Caltagirone lehnt BPM-Fusion ab

15.05.2026 - 12:15:21 | boerse-global.de

Caltagirone lehnt Fusion mit Banco BPM und Verkauf der Generali-Beteiligung ab. MPS-Aktie trotz Streit nahe am Hoch.

Monte dei Paschi: Caltagirone lehnt BPM-Fusion ab - Foto: über boerse-global.de
Monte dei Paschi: Caltagirone lehnt BPM-Fusion ab - Foto: über boerse-global.de

Francesco Gaetano Caltagirone verschärft den Ton bei Banca Monte dei Paschi di Siena. Der Großaktionär mit 13,5 Prozent Beteiligung lehnt eine mögliche Fusion mit Banco BPM ab. Auch ein Verkauf der Generali-Beteiligung stößt bei ihm auf Widerstand.

Streit um die künftige Ausrichtung

Caltagirone sieht in einer Kombination mit Banco BPM einen riskanten Schritt. Nach seiner Darstellung könnte Siena dabei den historischen Sitz verlieren. Stattdessen will er einen Bankenstandort für Mittel- und Süditalien stärken. Eine Fusion, so seine Kritik, wäre ein neuer Angriff auf italienische Ersparnisse.

Am Markt wird die Idee einer Transaktion vor allem unter strukturellen Gesichtspunkten diskutiert. Eine größere Verbindung könnte die bestehenden Anteile verwässern. Für Caltagirone würde sein Anteil dann auf etwa 6,8 Prozent sinken.

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Generali als Hebel oder Bremse

Besonders umstritten ist die 13,2-Prozent-Beteiligung an Generali. Einige Marktbeobachter sehen darin ein Instrument, das bis zu 8 Milliarden Euro für einen Deal freisetzen könnte. Caltagirone lehnt das ab. Den bloßen Verkauf zur Beschaffung von Geld nennt er keine Strategie.

Auch an der Führung des Hauses übt er Kritik. Die jüngsten Optimierungen unter CEO Lovaglio erkennt er an. Gleichzeitig brauche die Bank nun andere Qualitäten, vor allem mehr Ausgleich und Überzeugungskraft gegenüber den relevanten Stakeholdern.

Aktie nahe am Hoch

Die Aktie zeigt sich trotz des Streits robust. Sie notiert bei 9,39 Euro und liegt damit nur knapp unter dem jüngsten Hoch von 9,56 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen hat das Papier rund 7 Prozent zugelegt. Der RSI von 88,3 signalisiert allerdings eine stark überkaufte Lage.

Für die Bank bleibt damit die strategische Richtungsfrage offen, aber nicht abstrakt. Der Verwaltungsrat und die Aktionäre müssen in den kommenden Monaten klären, ob MPS den Weg der regionalen Eigenständigkeit wählt oder doch in eine größere italienische Bankenstruktur hineinläuft. Parallel dazu bleibt die Generali-Beteiligung ein zentrales Macht- und Finanzthema.

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