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Monte dei Paschi: 13,5%-Aktionär gegen Generali-Verkauf

15.05.2026 - 14:37:19 | boerse-global.de

Francesco Gaetano Caltagirone kritisiert öffentlich die Ausrichtung der Traditionsbank und stellt Verkauf der Generali-Beteiligung sowie mögliche Fusionen infrage.

Monte dei Paschi: 13,5%-Aktionär gegen Generali-Verkauf - Foto: über boerse-global.de
Monte dei Paschi: 13,5%-Aktionär gegen Generali-Verkauf - Foto: über boerse-global.de

Einflussreiche Aktionäre stellen die Zukunft der italienischen Traditionsbank in Frage. Francesco Gaetano Caltagirone, der 13,5 Prozent an der Banca Monte dei Paschi di Siena hält, hat öffentlich die strategische Ausrichtung des Instituts kritisiert. Im Kern geht es um zwei Fragen: Soll die Bank ihren Anteil am Versicherungskonzern Generali verkaufen? Und droht eine Fusion, die den Hauptsitz aus Siena verlegen würde?

Caltagirone bezeichnete den möglichen Verkauf der Generali-Beteiligung in Medieninterviews als unzureichende Zukunftsstrategie. Die Beteiligung sei ein wesentlicher Bestandteil des Wettbewerbsprofils. Noch schärfer fiel seine Kritik an möglichen Fusionsszenarien mit Banco BPM oder Mediobanca aus. Eine solche Konsolidierung könnte den Firmensitz nach Mailand verlegen – und die Bank als finanziellen Anker für Mittel- und Süditalien schwächen.

Anerkennung und Misstrauen

Bemerkenswert: Caltagirone würdigte ausdrücklich die Sanierungserfolge unter CEO Luigi Lovaglio. Gleichzeitig deutete er an, dass die nächste Entwicklungsphase andere Führungsqualitäten erfordere. Eine klare Kampfansage an die derzeitige Spitze. Marktbeobachter sehen darin weniger persönliche Kritik als den Versuch, die Weichen für die Post-Sanierungs-Ära neu zu stellen.

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Denn die Bank hat sich zuletzt stabilisiert. Der Aktienkurs notiert am Freitag bei 9,38 Euro – ein Minus von 0,95 Prozent zum Vortag, aber ein Plus von knapp 29 Prozent auf Jahressicht. Damit handelt das Papier nur rund ein Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 9,49 Euro, das erst diese Woche erreicht wurde.

Dividende als Signal

Am 18. Mai rückt ein weiteres Datum in den Fokus. Dann werden die Aktien ex Dividende gehandelt – 0,86 Euro je Anteilsschein. Eine beachtliche Ausschüttung, die das Vertrauen des Managements in die eigene Bilanzstärke unterstreicht.

Doch die grundsätzliche Richtung bleibt umstritten. Analysten verweisen auf die bedeutende Größe der Bank im europäischen Vergleich. Eine Fusion mit Banco BPM bliebe für Großaktionäre wie Caltagirone und Delfin jedoch riskant: Sie droht ihre Anteile zu verwässern. Konkrete Gespräche sind bislang nicht bestätigt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der öffentliche Druck ausreicht, um den Kurs zu korrigieren – oder ob Caltagirone weitere Mittel findet, seinen Einfluss geltend zu machen.

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