Monobob-Wettbewerb startet auf umstrittener Olympia-Bahn
13.02.2026 - 22:52:30Die besten Pilotinnen der Welt beginnen heute mit den offiziellen Trainingslfen für den olympischen Monobob-Wettbewerb in Cortina d?Ampezzo. Der Kampf um die Medaillen startet am Sonntag ? auf einer nagelneuen und hochumstrittenen Bobbahn. Es ist erst die zweite Austragung dieser Disziplin bei Olympischen Spielen.
Die Athletinnen müssen sich in kürzester Zeit auf eine Strecke einstellen, die bis vor Kurzem eine Baustelle war. Wer findet am schnellsten die Ideallinie auf dem frischen Eis? Die kommenden Tage werden zeigen, wer sich als Top-Favoritin für Gold positionieren kann.
An der Spitze des Feldes wird ein enges Rennen erwartet. Als Top-Favoritin gilt die deutsche Pilotin Laura Nolte, amtierende Olympiasiegerin im Zweierbob. Ihre größte Konkurrentin kommt aus den USA: Kaillie Humphries will ihren Monobob-Titel von Peking 2022 verteidigen.
Weitere Medaillenkandidatinnen:
* Elana Meyers Taylor (USA), erfahrene Athletin mit großer Medaillensammlung
* Bree Walker (Australien), zeigte in der Vorsaison konstante Stärke
* Katrin Beierl (Österreich), geht nach überstandener Verletzung hochmotiviert an den Start
Die einzigartige Herausforderung der neuen Bahn könnte auch Außenseiterinnen eine Chance geben. Wer passt sich am schnellsten an die unbekannten Kurven an?
Die teure Baustelle: 120 Millionen Euro und viel Kritik
Während die Sportlerinnen trainieren, wirft der Austragungsort selbst einen langen Schatten auf die Spiele. Der Neubau der Bobbahn war von Anfang an umstritten. Die Kosten explodierten auf rund 120 Millionen Euro ? bezahlt vom italienischen Steuerzahler.
Kritikpunkte im Überblick:
* Kosten: Die finale Summe liegt deutlich über den ursprünglichen Schätzungen.
* Ökologie: Für den Bau musste ein Teil eines Lärchenwaldes gerodet werden.
* Nachhaltigkeit: Selbst das IOC äußerte Bedenken zum engen Zeitplan und Sinn des Projekts.
Kritiker halten die Nutzung bestehender Bahnen im Ausland für nachhaltiger und günstiger. Die Organisatoren stehen nun unter Druck, eine perfekte Veranstaltung auf einer der teuersten Bahnen der Olympia-Geschichte abzuliefern.
Monobob: Die einsame Entscheidung auf der Bahn
Abseits der Kontroversen steht der Monobob selbst für einen Fortschritt. Die Disziplin gibt Frauen, genau wie Männern, eine zweite Medaillenchance und fördert die Gleichberechtigung. Die Pilotin ist komplett auf sich allein gestellt: Sie schiebt an, lenkt und bremst.
Ein entscheidender Unterschied zu anderen Bob-Wettbewerben: Es kommen standardisierte Schlitten zum Einsatz. Nicht das Material, sondern einzig das fahrerische Können soll den Ausschlag geben. Das macht das Rennen besonders unvorhersehbar.
Unbekannte Bahn als großer Gleichmacher
Die zweite Austragung des olympischen Monobobs findet an einem Wendepunkt statt. Der Wettkampf verkörpert den Konflikt zwischen sportlichem Spektakel und der Forderung nach mehr Nachhaltigkeit.
Für die Athletinnen bedeutet die unerprobte Strecke eine immense Herausforderung. Jede Kurve ist neu. Das könnte Pilotinnen mit der schnellsten Auffassungsgabe begünstigen. Der Ausgang hängt also nicht nur von Kraft und Präzision, sondern auch von der Fähigkeit zur blitzschnellen Anpassung ab.
Am Samstag finden die letzten Trainingsläufe statt. Am Sonntag geht es dann in den ersten beiden von vier Wertungsläufen ernsthaft um Medaillen. Die Entscheidung fällt am Montag.
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