Monday.Com Aktie: 48 Prozent Jahresverlust seit Januar
Veröffentlicht am: 21.06.2026 um 15:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von Monday.Com notiert zum Wochenende bei 63,10 Euro. Ein Tagesplus von 1,12 Prozent – ein kleiner Lichtblick nach einer Woche mit fast sechs Prozent Verlust. Der Blick auf die Jahresbilanz ist ernüchternd: Seit Januar hat das Papier 48,47 Prozent an Wert verloren.
Dabei hat das Unternehmen im Mai eine der größten Veränderungen seiner Geschichte angekündigt: Monday.Com wird zur „AI Work Platform“. Menschen und KI-Agenten sollen auf einer gemeinsamen Plattform zusammenarbeiten. Der „Agent Builder“ und erweiterte Kontrollen für die KI-Governance kamen im selben Monat auf den Markt.
Das alles klingt nach Zukunft. Der Markt aber zeigt sich unbeeindruckt.
Die Lücke zwischen Strategie und Kurs
Die Aktie notiert mit 63,10 Euro knapp unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 63,89 Euro. Deutlicher ist der Abstand zum 100-Tage-Mittel von 66,44 Euro. Der RSI liegt bei 42,0 Punkten – neutral, aber eher auf der schwächeren Seite.
Die Volatilität der Aktie beträgt annualisiert 71,57 Prozent. Das ist hoch. Sehr hoch. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 180,65 Euro beträgt 65 Prozent. Vom Tief bei 49,25 Euro im April trennen die Aktie 28 Prozent.
Kein Wunder, dass Anleger vorsichtig sind. Der Hype um KI-Produktivitätstools hat Monday.Com bis November 2025 auf Rekordhöhen getrieben. Seither geht es fast ungebremst nach unten.
Marktpotenzial und Wettbewerb
Der SaaS-Markt wächst. Prognosen sehen ein Volumen von 465 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. Bis 2035 könnte der Markt auf über 1,3 Billionen US-Dollar steigen. Allein KI im Projektmanagement soll bis 2030 auf 8,9 Milliarden US-Dollar wachsen.
Die Treiber sind bekannt: digitale Transformation, Cloud-Akzeptanz, Remote-Arbeit. Unternehmen investieren in Tools, die Effizienz versprechen. Monday.Com setzt genau hier an.
Die entscheidende Frage: Reicht die KI-Strategie, um das verlorene Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen? Der nächste Quartalsbericht kommt voraussichtlich im August. Bis dahin lenken makroökonomische Daten die Aufmerksamkeit – allen voran die PCE-Inflationsdaten aus den USA am Donnerstag.
Im Oktober veranstaltet Monday.Com seine „Elevate“-Konferenz in New York, im November in London. Dort will das Unternehmen zeigen, was seine KI-Plattform tatsächlich leistet. Bis dahin müssen die Zahlen sprechen.
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