Modulares Bauen: Hoffnung für den deutschen Wohnungsmarkt
17.02.2026 - 23:12:12Eine neue Konjunkturprognose macht Hoffnung für die deutsche Bauwirtschaft. Die Forschergruppe Euroconstruct erwartet für dieses Jahr ein Wachstum von 2,4 Prozent in Europa – und Deutschland spielt dabei eine Schlüsselrolle. Im Fokus stehen nun effiziente Methoden wie das modulare Bauen, um die akute Wohnungskrise zu bekämpfen.
Fabrik statt Baustelle: So funktioniert der Modulbau
Das Prinzip ist einfach: Statt vor Ort zu mauern, entstehen komplette Raummodule in der Fabrik. Fenster, Böden und Installationen sind bereits verbaut. Auf der Baustelle werden die Teile dann nur noch montiert. Dieser Prozess hat klare Vorteile:
* Bauzeiten verkürzen sich um 30 bis 50 Prozent.
* Die Qualität ist durch standardisierte Fertigung konstant hoch.
* Kosten und Termine lassen sich besser kalkulieren.
Während das verwandte serielle Bauen auf wiederholbare Grundrisse setzt, geht der Modulbau mit vorgefertigten 3D-Räumen noch einen Schritt weiter.
Politik feuert den „Bau-Turbo“ an
Die Bundesregierung will bürokratische Bremsen lösen. Das bis Ende 2030 befristete „Bau-Turbo-Gesetz“ (§ 246e BauGB) erlaubt Kommunen, schneller zu genehmigen. Das kommt der schnellen Umsetzung des Modulbaus perfekt entgegen. Unterstützung gibt es auch durch eine neue Geschäftsstelle für serielles Bauen und Vereinbarungen mit großen Branchenverbänden wie dem GdW.
Die Hürden: Logistik, Denken, Individualität
Trotz der Vorteile ist der Durchbruch nicht garantiert. Die traditionelle Bauindustrie muss umdenken. Weitere Herausforderungen sind:
* Die Logistik für den Transport großer Module.
* Eine sehr frühe, feste Planung, denn nachträgliche Änderungen sind kaum möglich.
* Eine begrenzte gestalterische Individualität im Vergleich zum konventionellen Bauen.
Experten fordern zudem mehr Standardisierung bei Modulgrößen, um die Effizienz zwischen verschiedenen Anbietern zu steigern.
Antwort auf eine multiple Krise
Der Push für modulares Bauen ist eine direkte Reaktion auf den Markt: Wohnungsmangel, explodierende Kosten und Fachkräftemangel. Die industrielle Vorfertigung kann hier gegensteuern. Sie schafft schneller Wohnraum, kann Kosten durch Skaleneffekte senken und braucht weniger Handwerker auf der Baustelle. Zudem punkten Holzmodule mit ökologischen Vorteilen wie CO₂-Speicherung.
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Wird die Fabrik die Baustelle ersetzen?
Die Weichen sind gestellt. Politischer Wille, wirtschaftlicher Druck und digitale Tools wie Building Information Modeling (BIM) treiben die Entwicklung voran. Die Euroconstruct-Prognose sieht bis 2028 bis zu 215.000 Wohnungsfertigstelllungen in Deutschland vor. Ob dieses ambitionierte Ziel erreicht wird, hängt maßgeblich davon ab, ob der Modulbau den Sprung aus der Niche schafft.
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