Modulare, Schutzsysteme

Modulare Schutzsysteme: Das Rückgrat der automatisierten Logistik

10.02.2026 - 21:00:11

Flexible, normkonforme Schutzsysteme lösen starre Sicherheitskonzepte ab und werden durch KI und Vernetzung zu aktiven Sicherheitsnetzwerken in der Logistik.

Modulare Eingriffschutz-Systeme werden zum entscheidenden Erfolgsfaktor für die sichere und flexible Fabrik der Zukunft.

In deutschen Logistikzentren und Produktionshallen wächst der Druck: Der Fachkräftemangel und der Wettbewerb zwingen zur Automatisierung. Doch die dynamischen Materialflüsse stellen traditionelle Sicherheitskonzepte vor enorme Herausforderungen. Starre, fest verschraubte Schutzzäune an Förderbändern bremsen die notwendige Flexibilität aus. Jede Layout-Änderung bedeutet lange Stillstände und hohe Kosten. Gleichzeitig bleiben Einzugs- und Quetschstellen an Bändern eine Hauptursache für Arbeitsunfälle.

Flexibilität trifft auf Normenkonformität

Die Lösung für diesen Zielkonflikt bieten modulare Systeme. Sie bestehen aus standardisierten Pfosten und Gitterelementen, die sich schnell zu robusten Schutzzäunen kombinieren lassen. Der Clou: Sie erfüllen die strengen Vorgaben der Sicherheitsnorm DIN EN ISO 14120, lassen sich aber bei Bedarf ebenso schnell wieder anpassen. Wartungsarbeiten oder Prozessoptimierungen erfordern keine aufwendigen Schweißarbeiten mehr.

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Spezielle Befestigungselemente stellen sicher, dass eine Demontage nur mit Werkzeug möglich ist – eine zentrale Forderung der Berufsgenossenschaften. Leichte, hochfeste Materialien erleichtern zudem die Montage und schonen die Hallenbodenstatik. Ein entscheidender Vorteil bei automatisierten Hochregallagern, wo jedes Kilo zählt.

Intelligente Vernetzung: Vom Gitter zum aktiven Sicherheitspartner

Moderne Schutzsysteme sind mehr als passive Barrieren. In der smarten Fabrik von 2026 sind sie voll in die Sicherheitssteuerung integriert. Kombiniert mit Sensoren, Türverriegelungen und Lichtgittern werden sie zum aktiven Schutznetzwerk. Wird eine Zugangstür geöffnet, stoppt die Anlage im betreffenden Abschnitt sofort und sicher.

Diese Echtzeit-Vernetzung ist ein Schlüsseltrend. Sie ermöglicht die zentrale Überwachung aller sicherheitsrelevanten Ereignisse, vereinfacht die Fehlersuche und dokumentiert lückenlos für die Aufsichtsbehörden. In einer Welt mit autonomen Robotern und fahrerlosen Transportsystemen ist diese klare, intelligente Abgrenzung unverzichtbar.

KI und Predictive Maintenance als nächster Schritt

Die Entwicklung geht rasant weiter. Der nächste Innovationssprung zielt auf die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) und dem Internet der Dinge (IoT). Könnten Sensoren im Schutzzaun selbst eine lockere Schraube melden, bevor sie zum Risiko wird? Fachleute halten solche Szenarien der vorausschauenden Wartung für realistisch.

Auf der Fachmesse LogiMAT im März 2026 werden voraussichtlich weitere Lösungen präsentiert, bei denen KI-Kameras mit flexiblen Schutzsystemen fusionieren. Langfristig wird sich der modulare Eingriffschutz von einer einfachen Absperrung zu einem proaktiven, datengesteuerten Sicherheitsnetzwerk entwickeln. Ein Fundament, auf dem die hocheffiziente Intralogistik von morgen erst sicher aufbauen kann.

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