Moderna Inc., US60770K1034

Moderna Inc.-Aktie (US60770K1034): Impfstoff-Pionier mit neuer Dynamik durch Krebsimpfstoff-Daten

17.05.2026 - 17:56:17 | ad-hoc-news.de

Neue Studiendaten zum personalisierten Krebsimpfstoff mRNA-4157 in Kombination mit Keytruda rücken Moderna wieder in den Fokus. Was hinter den aktuellen klinischen Entwicklungen steckt und warum die mRNA-Pipeline für Anleger entscheidend bleibt.

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Moderna Inc. steht seit der Corona-Pandemie für den rasanten Aufstieg der mRNA-Technologie. Nach dem Boom der Jahre 2021 und 2022 richtet sich der Blick des Marktes zunehmend auf die Frage, ob das Unternehmen seine Plattform über Covid-19 hinaus breiter monetarisieren kann. Jüngst vorgestellte Studiendaten zu einem personalisierten Krebsimpfstoff sowie weitere Pipeline-Updates haben die Diskussion um die langfristigen Perspektiven der Moderna Inc.-Aktie neu belebt.

Am 02.05.2024 veröffentlichte Moderna die Zahlen für das erste Quartal 2024 und berichtete für diesen Zeitraum einen Umsatz von rund 167 Millionen US-Dollar, nach 1,9 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal, wie aus der Unternehmensmitteilung vom gleichen Tag hervorgeht, laut Moderna Investor Relations Stand 02.05.2024. Gleichzeitig hob das Management hervor, dass die klinische Entwicklung in Onkologie, RSV und weiteren Indikationen erheblich vorangekommen sei.

Ein wichtiger Kurstreiber der letzten Monate waren neue Daten zum personalisierten Krebsimpfstoffkandidaten mRNA-4157 (V940) in Kombination mit dem Immuntherapeutikum Keytruda von Merck bei Hautkrebs, die im Rahmen medizinischer Fachkonferenzen vorgestellt wurden, wie Berichte vom Frühjahr 2024 zusammenfassen, etwa von Reuters Stand 26.04.2024. Diese Entwicklung stärkt aus Sicht vieler Marktbeobachter die Hoffnung, dass Moderna seine mRNA-Plattform im Bereich der personalisierten Krebsbehandlung erfolgreich einsetzen kann.

Stand: 17.05.2026

Von der Redaktion - spezialisiert auf Aktienberichterstattung.

Auf einen Blick

  • Name: Moderna Inc.
  • Sektor/Branche: Biotechnologie, Impfstoffe und Pharmaforschung
  • Sitz/Land: Cambridge, Massachusetts, USA
  • Kernmärkte: USA, Europa, Asien-Pazifik mit Fokus auf Industrieländer
  • Wichtige Umsatztreiber: Covid-19-Impfstoff Spikevax, künftige Impfstoffe gegen Atemwegsviren und Onkologie-Pipeline
  • Heimatbörse/Handelsplatz: Nasdaq Global Select Market (Ticker: MRNA)
  • Handelswährung: US-Dollar

Moderna Inc.: Kerngeschäftsmodell

Moderna Inc. ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Arzneimitteln auf Basis von Messenger-RNA (mRNA) konzentriert. Die Grundidee besteht darin, Zellen im Körper mithilfe synthetischer mRNA so zu programmieren, dass sie bestimmte Proteine selbst herstellen. Diese Proteine sollen dann eine Immunreaktion auslösen oder fehlende bzw. defekte körpereigene Proteine ersetzen. Dieses Plattformmodell bildet den Kern der Unternehmensstrategie.

Bekannt wurde Moderna in erster Linie durch den Covid-19-Impfstoff Spikevax. Das Produkt erhielt im Jahr 2020 zunächst eine Notfallzulassung und später reguläre Zulassungen in mehreren Ländern, darunter auch in der Europäischen Union. Während der Hochphase der Pandemie generierte das Unternehmen Milliardenerlöse aus Lieferverträgen mit Regierungen und Gesundheitsbehörden. Diese Erlöse ermöglichten einen starken Ausbau der Pipeline und Infrastruktur, die nun die Basis für die Zeit nach dem Pandemieboom bilden sollen.

Im Gegensatz zu klassischen Pharmaunternehmen, die häufig auf chemische Wirkstoffe oder rekombinante Proteine setzen, sieht sich Moderna als Plattform-Unternehmen. Die mRNA-Technologie wird zentral entwickelt und für unterschiedliche Krankheitsbereiche adaptierbar gemacht. Dadurch kann das Unternehmen mehrere Kandidaten parallel voranbringen, etwa Impfstoffe gegen Atemwegsviren, Impfstoffe gegen latente Viren, therapeutische Krebsimpfstoffe und potenziell auch seltene genetische Erkrankungen.

Die strategische Logik dahinter ist, Skaleneffekte in Forschung, Herstellung und Regulierung zu realisieren. mRNA-Sequenzen lassen sich grundsätzlich relativ schnell anpassen, wenn das Zielantigen bekannt ist. Moderne Produktionsanlagen und ein modulares Design der klinischen Studien sollen nach Unternehmensangaben dazu beitragen, neue Kandidaten schneller vom Labor in die klinische Prüfung zu bringen. Dies unterscheidet Moderna von einigen traditionellen Entwicklungsansätzen, die häufig stärker auf einzelne Blockbuster-Projekte ausgerichtet sind.

Darüber hinaus arbeitet Moderna in mehreren Projekten mit großen Pharmapartnern zusammen. Im Onkologie-Bereich ist insbesondere die langjährige Partnerschaft mit Merck relevant, in deren Rahmen der personalisierte Krebsimpfstoffkandidat mRNA-4157 in Kombination mit Keytruda untersucht wird. In anderen Bereichen pflegt das Unternehmen Kooperationen mit Gesundheitsbehörden, Forschungseinrichtungen und nichtstaatlichen Organisationen, um den Einsatz von mRNA-Technologie in unterschiedlichsten Indikationen zu prüfen.

Das Geschäftsmodell von Moderna umfasst sowohl die eigene Entwicklung und Vermarktung von Produkten als auch Lizenz- und Kooperationsmodelle. Erträge können aus Produktverkäufen, Meilensteinzahlungen, Lizenzgebühren und möglichen Vorauszahlungen von Partnern stammen. Damit versucht das Unternehmen, die hohen Vorlaufkosten der Forschung und Entwicklung über mehrere Quellen zu refinanzieren und zugleich das Risiko einzelner Programme abzufedern.

Wichtigste Umsatz- und Produkttreiber von Moderna Inc.

Der Covid-19-Impfstoff Spikevax war bis 2023 der mit Abstand wichtigste Umsatzbringer von Moderna. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund 6,7 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 19,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022, wie aus dem Geschäftsbericht 2023 hervorgeht, der im Februar 2024 veröffentlicht wurde, laut Moderna Geschäftsbericht Stand 22.02.2024. Der Rückgang spiegelt die Normalisierung der Nachfrage nach Covid-19-Impfstoffen wider, nachdem die initialen Massenimpfkampagnen abgeschlossen sind.

Parallel arbeitet Moderna daran, die Covid-19-Impfung in ein saisonales Geschäft zu überführen. Hierzu entwickelt das Unternehmen angepasste Booster-Impfstoffe, die gegen neue Virusvarianten wirksam sein sollen. Die Nachfrage hängt dabei von Faktoren wie der Entwicklung der Pandemie, Gesundheitsrichtlinien in den jeweiligen Ländern und der Wettbewerbsposition gegenüber anderen Herstellern ab. Für die kommenden Jahre kalkuliert Moderna nach eigenen Angaben mit einem deutlich kleineren, aber stabileren Markt für Covid-19-Impfstoffe in Form wiederkehrender Auffrischungen.

Ein zweiter wichtiger Pfeiler der künftigen Umsatzbasis soll ein Impfstoff gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) sein. Im Jahr 2023 berichtete Moderna positive Phase-III-Daten für seinen RSV-Impfstoffkandidaten mRNA-1345 bei älteren Erwachsenen und stellte Zulassungsanträge in verschiedenen Regionen, wie aus Unternehmensmeldungen vom Jahr 2023 hervorgeht, zusammengefasst von finanzen.net Stand 15.01.2024. Sollte das Produkt zugelassen werden und sich im Wettbewerb gegen etablierte Pharmaunternehmen behaupten, könnte es einen wiederkehrenden Umsatzstrom im Atemwegssegment schaffen.

Darüber hinaus arbeitet Moderna an einem kombinierten Impfstoff gegen Grippe und Covid-19, der Patienten eine bequemerer Auffrischung ermöglichen soll. Kombinationsprodukte gelten als potenziell besonders attraktiv, da sie den Impfaufwand reduzieren und Gesundheitsbehörden logistische Vorteile bieten. Allerdings ist der Markt hart umkämpft, da etablierte Grippeimpfstoffe und mehrere Covid-19-Impfstoffe anderer Hersteller bereits verfügbar sind.

Ein strategisch besonders wichtiger Bereich ist die Onkologie. Der personalisierte Krebsimpfstoff mRNA-4157, der zusammen mit Merck entwickelt wird, soll das Immunsystem des Patienten auf spezifische Neoantigene seines Tumors trainieren. Im Jahr 2023 und erneut 2024 wurden positive Studiendaten bei Melanom-Patienten vorgestellt, bei denen die Kombination aus mRNA-4157 und Keytruda das Risiko eines Rückfalls oder Todes im Vergleich zu Keytruda allein signifikant reduzierte, wie Berichte aus den Fachkonferenzen zusammenfassen, etwa von Reuters Stand 08.06.2023. Diese Ergebnisse nähren die Hoffnung auf eine breitere Anwendung in anderen Krebsarten.

Die personalisierte Impfstoffstrategie basiert darauf, für jeden Patienten ein individuelles Impfstoffpräparat zu designen, das auf den genetischen Besonderheiten seines Tumors beruht. Dies stellt hohe Anforderungen an die Produktion und Logistik, eröffnet aber auch die Chance auf besonders wirksame Therapien. Für Moderna könnte sich hier ein hochmargiges Spezialsegment entwickeln, falls die Wirksamkeit in weiteren Studien bestätigt wird und Regulierungsbehörden Zulassungen erteilen.

Zusätzlich verfolgt Moderna Programme gegen verschiedene latente Viren, darunter Zytomegalievirus (CMV), Epstein-Barr-Virus (EBV) und andere Erreger, die mit chronischen Erkrankungen und Komplikationen in Verbindung gebracht werden. Diese Projekte befinden sich überwiegend in den frühen bis mittleren klinischen Phasen. Langfristig könnten sie einen erheblichen Markt adressieren, da es für viele dieser Viren bislang keine wirksamen Impfstoffe gibt.

Ein weiterer strategischer Baustein sind potenzielle Therapien für seltene genetische Erkrankungen. Hier zielt Moderna darauf ab, mithilfe von mRNA fehlende oder fehlerhafte Proteine zu ersetzen. Dieser Ansatz befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase, könnte aber langfristig neue Märkte eröffnen. Die Erlöse aus solchen Therapien wären typischerweise höher pro Patient, aber die Zielpopulationen sind kleiner und die Entwicklungsrisiken hoch.

Insgesamt ist die Umsatzbasis von Moderna derzeit noch stark von Spikevax abhängig, verschiebt sich jedoch schrittweise in Richtung eines diversifizierten Portfolios von Impfstoffen und potenziell therapeutischen Anwendungen. Die Geschwindigkeit, mit der neue Produkte zugelassen werden und im Markt Fuß fassen, wird entscheidend dafür sein, wie schnell die Lücke sinkender Covid-19-Umsätze geschlossen werden kann.

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Branchentrends und Wettbewerbsposition

Der globale Markt für Impfstoffe und Biopharmazeutika befindet sich im Umbruch. Die Erfahrungen aus der Covid-19-Pandemie haben gezeigt, dass mRNA-Plattformen in der Lage sind, innerhalb weniger Monate wirksame Impfstoffe zu liefern. Dies hat die Erwartungen an zukünftige Entwicklungszyklen grundlegend verändert. Gleichzeitig wächst der Wettbewerb: Mehrere große Pharmakonzerne investieren massiv in mRNA-Forschung, sei es über eigene Plattformen oder durch Übernahmen und Partnerschaften mit spezialisierten Biotech-Unternehmen.

Moderna zählt zusammen mit BioNTech und einigen großen Pharmaunternehmen zu den bekanntesten Akteuren im mRNA-Segment. Die Wettbewerbsposition basiert auf der Kombination aus Plattform-Know-how, klinischer Erfahrung, Produktionskapazitäten und regulatorischen Beziehungen. Der frühzeitige Markteintritt mit Spikevax verschaffte Moderna einen Reputationsvorsprung, doch langfristig werden Faktoren wie Pipeline-Breite, Datenqualität und Kostenstruktur entscheidend sein.

Ein wichtiger Branchentrend ist die Entwicklung von Kombinationsimpfstoffen, die mehrere Erreger in einer einzigen Dosis adressieren. Sowohl im Bereich Atemwegserkrankungen als auch bei anderen Indikationen arbeiten Unternehmen daran, die Impfbelastung für Patienten zu reduzieren. Moderna versucht, mit seinen mRNA-basierten Kombinationskandidaten eine flexible Plattform zu etablieren, die neue Erreger oder Varianten vergleichsweise schnell integrieren kann.

In der Onkologie beobachten Marktteilnehmer einen intensiven Wettbewerb um innovative Immuntherapien. Checkpoint-Inhibitoren wie Keytruda haben den Standard der Krebsbehandlung bereits verändert, und Unternehmen suchen nach weiteren Kombinationen, um die Ansprechrate und Dauerhaftigkeit der Therapie zu erhöhen. Personalisierte Krebsimpfstoffe, wie sie Moderna mit mRNA-4157 entwickelt, sind Teil dieser Entwicklung. Hier konkurriert das Unternehmen mit mehreren Biotech-Firmen und etablierten Pharmakonzernen, die ebenfalls auf neoantigenbasierte Ansätze setzen.

Darüber hinaus spielt die regulatorische und politische Umgebung eine zunehmende Rolle. Diskussionen über Impfstoffpreise, Patentschutz und den Zugang zu innovativen Therapien können die Margen und die Planbarkeit von Investitionen beeinflussen. Für Unternehmen wie Moderna ist es daher wichtig, nicht nur wissenschaftlich, sondern auch in Fragen der Preisgestaltung, des Market Access und der Zusammenarbeit mit Gesundheitssystemen strategisch gut aufgestellt zu sein.

Ein weiterer Trend betrifft die Lokalisierung von Produktion und Lieferketten. Nach den Engpässen während der Pandemie investieren viele Staaten in eigene Kapazitäten für die Herstellung von Impfstoffen und essenziellen Medikamenten. Moderna reagiert darauf mit dem Ausbau oder der Planung von Produktions- und Forschungsstandorten in verschiedenen Regionen, unter anderem in Europa. Dies könnte die Versorgungssicherheit erhöhen, bringt aber auch hohe Investitionskosten mit sich.

Warum Moderna Inc. für deutsche Anleger relevant ist

Für Anleger in Deutschland ist Moderna aus mehreren Gründen von Interesse. Zum einen ist die Aktie über internationale Handelsplätze wie die Nasdaq und in der Regel auch über deutsche Börsenplätze wie Xetra oder Tradegate zugänglich, was den Handel relativ unkompliziert macht. Kurs- und Nachrichtenlage werden von zahlreichen Finanzportalen und Medien in deutscher Sprache abgedeckt, was die Informationsbeschaffung erleichtert.

Zum anderen ist Moderna im europäischen Gesundheitsmarkt präsent, insbesondere durch Lieferverträge für den Covid-19-Impfstoff Spikevax mit der Europäischen Union. Auch in Deutschland wurde Spikevax in den Impfkampagnen eingesetzt. Künftige Produkte, etwa RSV- oder Kombinationsimpfstoffe, könnten ebenfalls eine Rolle in europäischen Impfprogrammen spielen und damit indirekt die Gesundheitsversorgung in Deutschland beeinflussen.

Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen in Forschungs- und Entwicklungskooperationen mit europäischen Einrichtungen. Für deutsche Anleger, die an Innovations- und Biotech-Themen interessiert sind, bietet Moderna somit einen Zugang zu einem global tätigen mRNA-Spezialisten. Gleichzeitig sind Investitionen in Biotech-Unternehmen generell mit erhöhten Risiken verbunden, etwa durch klinische Fehlschläge, regulatorische Verzögerungen oder starke Kursschwankungen nach Studienergebnissen.

Im Kontext der deutschen Wirtschaft ist Moderna Teil eines größeren Trends hin zu hochinnovativen, wissensintensiven Branchen, die rund um Universitätsstädte, Forschungscluster und Pharma-Hubs entstehen. Für Anleger, die den Gesundheitssektor als strukturellen Wachstumsbereich betrachten, kann die Beobachtung von Unternehmen wie Moderna wichtige Einblicke in zukünftige Behandlungsmöglichkeiten und Marktstrukturen liefern.

Welcher Anlegertyp könnte Moderna Inc. in Betracht ziehen - und wer sollte vorsichtig sein

Moderna ist ein typischer Vertreter des Biotech-Sektors mit einer hohen Abhängigkeit von Forschungserfolgen und regulatorischen Entscheidungen. Entsprechend könnte die Aktie eher für risikobewusste Anleger interessant sein, die bereit sind, starke Kursschwankungen zu akzeptieren und einen längeren Anlagehorizont mitbringen. Solche Investoren fokussieren sich häufig auf Innovationskraft, Pipeline-Potenzial und die langfristige Marktdurchdringung neuer Technologien.

Defensiv orientierte Anleger, die vor allem auf stabile Dividenden und planbare Cashflows setzen, könnten mit den Volatilitäten einer Biotech-Aktie weniger gut zurechtkommen. Da die Ertragslage von Moderna derzeit noch stark von einem Produkt und von klinischen Meilensteinen abhängt, können Quartalszahlen und Studienupdates zu deutlichen Kursbewegungen führen. Für Investoren mit geringerer Risikotoleranz kann ein breit diversifiziertes Engagement im Gesundheitssektor über Fonds oder ETFs eine Alternative sein.

Auch die Erfahrung im Umgang mit Biotech-spezifischen Themen spielt eine Rolle. Anleger, die sich mit klinischen Studienphasen, Zulassungsprozessen und regulatorischen Rahmenbedingungen auskennen, können Nachrichten zu Studienergebnissen und Behördenentscheidungen oft besser einordnen. Für weniger erfahrene Investoren kann es schwierig sein, zwischen kurzfristigen Schlagzeilen und langfristiger strategischer Bedeutung zu unterscheiden.

Unabhängig vom Anlegertyp ist es wichtig, dass jede Investmententscheidung auf einer individuellen Einschätzung der persönlichen Risikotragfähigkeit, der finanziellen Situation und der Anlageziele beruht. Die Beobachtung der weiteren Entwicklungen in der Pipeline und der finanziellen Kennzahlen von Moderna kann dabei helfen, die eigene Sicht regelmäßig zu überprüfen.

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Risiken und offene Fragen

Die Entwicklung von Arzneimitteln ist mit erheblichen Unsicherheiten verbunden, und Moderna bildet hier keine Ausnahme. Klinische Studien können negative oder weniger überzeugende Ergebnisse liefern, was Zulassungspläne verzögern oder Projekte ganz zum Stillstand bringen kann. In einem solchen Fall drohen nicht nur unmittelbare Kursreaktionen, sondern auch strategische Anpassungen, die zusätzlichen Zeit- und Kapitalbedarf mit sich bringen.

Ein strukturelles Risiko liegt in der Abhängigkeit von wenigen Schlüsselprojekten. Obwohl Moderna an einer breiten Pipeline arbeitet, tragen aktuell vor allem Spikevax und einige fortgeschrittene Kandidaten die Erwartungen des Marktes. Sollte ein besonders aussichtsreiches Programm scheitern, könnten Bewertungsannahmen und Umsatzprognosen deutlich nach unten angepasst werden. Zudem ist der Wettbewerb in allen Kernbereichen - von Atemwegsimpfstoffen bis zu Onkologie - intensiv, sodass selbst erfolgreiche Produkte mit Preisdruck und Marktanteilsrisiken konfrontiert sein können.

Weitere Unsicherheiten ergeben sich aus regulatorischen, politischen und gesellschaftlichen Faktoren. Diskussionen über Impfpflichten, Preisgestaltung und Patentschutz können die Rahmenbedingungen für Impfstoffhersteller beeinflussen. Darüber hinaus können Veränderungen im Gesundheitsverhalten der Bevölkerung, etwa eine sinkende Impfbereitschaft, die Nachfrage beeinträchtigen. Für ein Unternehmen wie Moderna bedeutet dies, dass neben der wissenschaftlichen Exzellenz auch die Fähigkeit zur Kommunikation mit Behörden, Fachwelt und Öffentlichkeit von großer Bedeutung ist.

Wichtige Termine und Katalysatoren

Für die weitere Kursentwicklung der Moderna Inc.-Aktie spielen verschiedene Termine und Meilensteine eine Rolle. Regelmäßig anstehende Ereignisse sind die Quartalsberichte, in denen das Unternehmen über Umsatzentwicklung, Kostenstruktur und Fortschritte in der Pipeline berichtet. Diese Veröffentlichungen werden oft von Analystenkonferenzen begleitet, in denen das Management zusätzliche Einblicke in Strategie und Prioritäten gibt. Abweichungen von Markterwartungen bei Umsatz, Forschungsausgaben oder Cash-Bestand können kurzfristige Kursreaktionen auslösen.

Darüber hinaus sind klinische Meilensteine zentrale Katalysatoren. Dazu zählen etwa die Bekanntgabe von Phase-II- oder Phase-III-Daten wichtiger Programme, Zulassungsanträge bei Regulierungsbehörden sowie mögliche Zulassungserteilungen. Gerade im Bereich des personalisierten Krebsimpfstoffs mRNA-4157 und bei Atemwegsimpfstoffen wie RSV oder Grippe-Covid-Kombinationen achten Marktbeobachter auf neue Daten und regulatorische Entscheidungen. Ebenso könnten neue Partnerschaften oder Lizenzvereinbarungen mit großen Pharmaunternehmen die Wahrnehmung des langfristigen Potenzials beeinflussen.

Fazit

Moderna Inc. hat sich in kurzer Zeit von einem forschungsorientierten Biotech-Unternehmen zu einem weltweit bekannten Impfstoffanbieter entwickelt. Der Covid-19-Impfstoff Spikevax brachte erhebliche Umsätze und verschaffte der mRNA-Plattform eine breite Sichtbarkeit. Gleichzeitig hat die Normalisierung der Pandemie klargemacht, dass die langfristige Bewertung der Moderna Inc.-Aktie vor allem von der Frage abhängt, wie erfolgreich das Unternehmen seine Pipeline über Covid-19 hinaus in marktfähige Produkte überführt.

Mit Programmen in Onkologie, RSV, Grippe-Covid-Kombinationen und latenten Viren verfügt Moderna über mehrere potenzielle Wachstumstreiber. Positive Studiendaten, insbesondere im Bereich personalisierter Krebsimpfstoffe, haben gezeigt, dass die mRNA-Technologie auch jenseits von Infektionskrankheiten Einsatzmöglichkeiten haben könnte. Ob und in welchem Umfang diese Projekte in den Markt gelangen, bleibt jedoch mit typischen Biotech-Risiken behaftet.

Für Anleger in Deutschland ist Moderna ein prominenter Vertreter der mRNA-Revolution und über internationale Handelsplätze gut zugänglich. Die Aktie eignet sich vor allem für Investoren, die das Chancen-Risiko-Profil eines innovativen, aber volatilen Biotech-Wertes nachvollziehen und aushalten können. Eine sorgfältige Beobachtung der klinischen Fortschritte, der finanziellen Kennzahlen und der Wettbewerbssituation bleibt entscheidend, um die laufende Entwicklung des Unternehmens und seiner Aktie einordnen zu können.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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