GSK, GB0009252882

Mit täglicher Einnahme zum Schutz: Was GSKs Shingrix für über 50-Jährige bedeutet

16.06.2026 - 13:51:49 | ad-hoc-news.de

GSKs Impfstoff Shingrix gilt als neuer Standard zum Schutz vor Gürtelrose bei Erwachsenen ab 50 Jahren. Was steckt hinter dem Totimpfstoff, wie läuft die Anwendung ab, was kostet die Impfung und welche Rolle spielt das Produkt im Portfolio des Pharmakonzerns?

GSK, GB0009252882
GSK, GB0009252882

Verantwortlich: ad hoc news Fachredaktion Neuheiten & Launch. Vor der Veröffentlichung am 16.06.2026, 13:50 Uhr geprüft. Details im Impressum.

Vertiefen & einordnen

Hintergründe zur GSK-Aktie

Wie stark GSK mit Impfstoffen wie Shingrix aufgestellt ist, spiegelt sich auch in der Bedeutung des Geschäftsbereichs Vaccines für Umsatz und Ergebnis wider.

Mit Shingrix hat GSK einen rekombinanten Totimpfstoff gegen Gürtelrose im Programm, der sich in vielen Industrieländern zum Standard für den Schutz Erwachsener ab 50 Jahren entwickelt hat. Die Impfserie besteht aus zwei Dosen im Abstand von zwei bis sechs Monaten und zielt darauf ab, Herpes-zoster-Erkrankungen sowie deren Komplikation, die postherpetische Neuralgie, deutlich zu reduzieren. Nach Angaben des Unternehmens zeigte Shingrix in zentralen Zulassungsstudien bei Personen ab 50 Jahren eine Wirksamkeit von über 90 Prozent gegen Gürtelrose über den Beobachtungszeitraum von mehreren Jahren. Die Details zu Studienaufbau, Wirksamkeit und Zielgruppen finden sich in der offiziellen Fachinformation und auf der offiziellen Produktseite von GSK zu Shingrix.

Was Shingrix von klassischen Gürtelrose-Impfstoffen unterscheidet

Shingrix gehört zur Kategorie der rekombinanten, adjuvantierten Totimpfstoffe: Er enthält kein vermehrungsfähiges Varizella-zoster-Virus, sondern das gE-Oberflächenprotein des Virus, das in Zellkulturen hergestellt und anschließend mit einem speziellen Adjuvans kombiniert wird. Dieses Adjuvans-System, bei GSK als AS01B bezeichnet, soll die Immunantwort sowohl der Antikörper als auch der T-Zellen verstärken und langfristig stabilisieren. Damit unterscheidet sich Shingrix grundsätzlich von früheren Lebendimpfstoffen gegen Gürtelrose, die abgeschwächte Viruspartikel verwenden und bei bestimmten Risikogruppen, etwa stark immungeschwächten Personen, nur eingeschränkt eingesetzt werden konnten.

Die Standarddosierung umfasst zwei intramuskuläre Injektionen, typischerweise in den Oberarmmuskel. In der Regel wird die zweite Dosis zwei bis sechs Monate nach der ersten verabreicht; bei bestimmten Risikogruppen, etwa Patienten mit erhöhter Gefährdung durch eine Immunsuppression, werden in einigen Leitlinien kürzere Intervalle von ein bis zwei Monaten diskutiert, sofern dies mit den jeweiligen Zulassungsbedingungen vereinbar ist. In Deutschland ist Shingrix für Erwachsene ab 18 Jahren mit erhöhtem Risiko sowie generell für alle Personen ab 60 Jahren zugelassen, wobei die Ständige Impfkommission (STIKO) Shingrix als Standardimpfung gegen Herpes zoster bei über 60-Jährigen empfiehlt und als Indikationsimpfung ab 50 Jahren bei bestimmten Vorerkrankungen einstuft; die genauen STIKO-Empfehlungen sind beim Robert Koch-Institut abrufbar und werden in einer aktuellen Übersicht zu den STIKO-Impfempfehlungen des RKI erläutert.

Für Patientinnen und Patienten stellt sich oft die Frage, wie sich die Impfung im Alltag bemerkbar macht. Typische Reaktionen nach der Impfung, etwa Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopf- oder Muskelschmerzen, sind den Studiendaten zufolge häufig, klingen aber meist innerhalb weniger Tage wieder ab. In vielen Ländern informieren nationale Zulassungsbehörden und Fachgesellschaften darüber, dass der Nutzen der Prävention schwerer Verläufe und langanhaltender Nervenschmerzen das kurzfristige Nebenwirkungsprofil deutlich überwiegt. Ärztinnen und Ärzte werden angehalten, im Beratungsgespräch auf die lokale und systemische Reaktogenität hinzuweisen und gegebenenfalls eine analgetische Begleitmedikation zu empfehlen.

Auch wirtschaftlich ist Shingrix für GSK ein wichtiges Produkt im Bereich der Erwachsenenimpfungen. In den Geschäftsberichten des Unternehmens wird der Impfstoff als wesentlicher Wachstumstreiber im Segment Vaccines geführt, mit deutlichen Umsatzsteigerungen seit der Markteinführung in den USA und Europa. GSK verweist in seinen letzten Quartalszahlen darauf, dass die starke Nachfrage in den USA, Kanada und verschiedenen europäischen Ländern durch ein schrittweise erweitertes Impfangebot in weiteren Märkten ergänzt wird; ausführliche Zahlen und Prognosen für das Impfstoffportfolio, inklusive Shingrix, werden in den aktuellen Finanzberichten und Präsentationen im Bereich Branchenanalysen wie einem Bericht von FiercePharma zur Umsatzentwicklung von Shingrix aufgegriffen.

Vor diesem Hintergrund ist Shingrix nicht nur ein medizinisch relevantes Präventionsangebot, sondern auch ein Kernbaustein der strategischen Positionierung von GSK im Impfstoffmarkt für Erwachsene. In der Spitze meldete das Unternehmen Milliardenumsätze in Landeswährungen, insbesondere im nordamerikanischen Markt, und baut dabei auf Alterung der Bevölkerung, steigende Durchimpfungsraten und den Ausbau von Impfprogrammen in Apotheken. Für Deutschland und andere europäische Länder spielt die Einbindung in öffentliche Impfempfehlungen und Kostenerstattungssysteme eine zentrale Rolle.

Unterm Strich zeigt sich: Mit Shingrix adressiert GSK eine klar definierte, wachsende Zielgruppe von Erwachsenen ab 50 Jahren, die Gürtelrose und langfristige Nervenschmerzen vermeiden möchte. Der Impfstoff fügt sich in die Strategie des Konzerns, sich stärker auf innovative Medikamente und Impfstoffe zu konzentrieren. Die Aktie von GSK plc (ISIN GB0009252882) ist an der London Stock Exchange notiert; zuletzt wurden die Papiere in London in Britischen Pfund gehandelt, aktuelle Kurse und Kennzahlen sind über die einschlägigen Börsenportale abrufbar.

Kernaussagen zu Shingrix

  • Produkt: Shingrix (Impfstoff gegen Herpes zoster)
  • Hersteller: GSK plc
  • Kategorie: Neuheit/Launch - Impfstoff für Erwachsene
  • Markteinführung: Erste Zulassung 2017 in den USA, anschließend schrittweise Einführung in Europa und weiteren Märkten
  • UVP / Preis: In Deutschland übernehmen gesetzliche Kassen bei entsprechender STIKO-Empfehlung in der Regel die Kosten; in anderen Märkten variieren die Apothekenverkaufspreise je nach Erstattungssystem
  • Verfügbarkeit: Verschreibungspflichtig, Impfstoff über Apotheken und impfende Praxen erhältlich; Marktzulassungen u.a. in Nordamerika und Europa
  • Zielgruppe: Erwachsene ab 50 Jahren sowie Personen ab 18 Jahren mit erhöhtem Risiko für Herpes zoster entsprechend der Zulassung
  • Besonderheit / USP: Rekombinanter, adjuvantierter Totimpfstoff mit hoher Wirksamkeit gegen Gürtelrose und deren Komplikationen in klinischen Studien

Shingrix in Video- und Social-Medien entdecken

YouTube X TikTok Instagram

Dieser Artikel wurde a.i.-gestützt erstellt und redaktionell geprüft. Produktinformationen ohne Gewähr; Preise und Verfügbarkeit können sich kurzfristig ändern. Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Börsengeschäfte sind mit Risiken bis zum Totalverlust verbunden.

de | GB0009252882 | GSK | boerse | 69552657 | bgmi