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Mira Pharmaceuticals Aktie: Phase 1 überzeugt

14.05.2026 - 15:11:24 | boerse-global.de

Positive Phase-1-Ergebnisse für Ketamir-2 bei chemotherapieinduzierter Neuropathie. MIRA-Aktie steigt vorbörslich um 5 Prozent.

Mira Pharmaceuticals Aktie: Phase 1 überzeugt - Foto: über boerse-global.de
Mira Pharmaceuticals Aktie: Phase 1 überzeugt - Foto: über boerse-global.de

Das kleine Biotech-Unternehmen aus Miami hat heute positive Daten aus seiner Phase-1-Studie für Ketamir-2 veröffentlicht — und der Markt reagierte prompt. Die MIRA-Aktie legte im vorbörslichen Handel um rund 5 Prozent zu, nachdem die Ergebnisse ein klares Bild lieferten: sauber, verträglich, vielversprechend.

Was die Studiendaten zeigen

In der randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie wurden 57 gesunde Probanden in sieben Kohorten getestet — sowohl mit Einzeldosen als auch mit mehrfach aufsteigenden Dosen. Alle Teilnehmer schlossen die Studie ab, kein einziger Rückzug. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse oder dosislimitierende Toxizitäten traten nicht auf. Besonders auffällig: In der Placebogruppe wurden mehr Nebenwirkungen gemeldet als bei den mit Ketamir-2 behandelten Probanden.

Die pharmakokinetischen Daten ergänzen das Bild. Ketamir-2 wird nach oraler Einnahme schnell absorbiert, zeigt eine proportionale Exposition über den getesteten Dosisbereich und einen stabilen Verlauf zwischen Tag 1 und Tag 5 der Mehrfachgabe. Die Halbwertszeit des Wirkstoffs liegt bei 2,5 bis 7 Stunden, die des aktiven Metaboliten Nor-Ketamir-2 bei 7 bis 9 Stunden. Auf dieser Basis hält das Unternehmen eine einmal tägliche Dosierung für möglich — vorbehaltlich weiterer Prüfungen.

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Keine zugelassene Therapie, ein großer Markt

Ketamir-2 zielt auf eine Indikation, für die es bislang keine einzige FDA-zugelassene Behandlung gibt: chemotherapieinduzierte periphere Neuropathie. Diese neurologische Komplikation — Taubheit, Kribbeln, Schmerzen — tritt bei Krebspatienten während und nach der Chemotherapie auf und kann im schlimmsten Fall zur Dosisreduktion oder zum Abbruch der Krebstherapie zwingen.

Der globale Markt für diese Indikation soll bis 2035 auf rund 1,7 Milliarden Dollar anwachsen. Für ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von zuletzt rund 40,8 Millionen Dollar ist das eine enorme Relation — sofern die klinische Entwicklung trägt.

Nächster Schritt: FDA-Einreichung für Phase 2a

MIRA bereitet sich nun auf die Einreichung des Phase-2a-Protokolls bei der FDA vor, unter dem bereits aktiven IND-Antrag. Die geplante Proof-of-Concept-Studie soll Ketamir-2 erstmals an Patienten mit moderater bis schwerer chemotherapieinduzierter peripherer Neuropathie testen.

Der Aktienkurs hatte 2026 bis zuletzt erheblich nachgegeben — ein Minus von rund 35,7 Prozent seit Jahresbeginn auf unter einen Dollar. Auf diesem Niveau wirken die heutigen Daten wie ein Stabilisierungsimpuls. Die Bilanz des Unternehmens gilt als solide: mehr Barmittel als Schulden, eine hohe Liquiditätsquote. Für die Phase-2a-Finanzierung scheint MIRA damit vorerst gerüstet.

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