Minnesota, Totalverbot

Minnesota plant Totalverbot für Krypto-Geldautomaten

02.03.2026 - 00:00:11 | boerse-global.de

Der US-Bundesstaat Minnesota will alle Krypto-Kiosks verbieten, um Opfer von Betrugsdelikten zu schützen. Das geplante Gesetz könnte als Vorbild für andere Staaten dienen.

Minnesota plant Totalverbot für Krypto-Geldautomaten - Foto: über boerse-global.de
Minnesota plant Totalverbot für Krypto-Geldautomaten - Foto: über boerse-global.de

Ein US-Bundesstaat will alle Krypto-Geldautomaten abschaffen, um Betrugsopfer zu schützen. Das geplante Gesetz wäre die schärfste Regulierungsmaßnahme gegen diese Branche in den USA und könnte zum Vorbild für andere Staaten werden.

Warum ein komplettes Verbot nötig sein soll

Die Gesetzesvorlage HF3642 zielt auf einen radikalen Schnitt ab: Sie will sämtliche Krypto-Kiosks in Minnesota verbieten. Hintergrund ist eine als „Krise“ beschriebene Welle von Betrugsfällen. Besonders ältere Menschen mit festem Einkommen werden laut Behörden gezielt ausgenutzt. Sie werden in sogenannten „Pig-Butchering“-Scams über Wochen vertrauensvoll manipuliert, um dann ihr Geld über die leicht zugänglichen Automaten an Kriminelle zu überweisen.

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Die Zahlen sind alarmierend: Allein 2025 registrierte das Handelsministerium des Staates Schäden von über 540.000 Euro – und geht von einer hohen Dunkelziffer aus. Ein Fall der Polizei von Woodbury machte Schlagzeilen: Eine Seniorin schickte monatelang die Hälfte ihrer Rente an Betrüger und stand am Rande der Obdachlosigkeit.

Bisherige Schutzmaßnahmen wirkungslos

Erst 2024 hatte Minnesota versucht, die Branche zu regulieren. Damals wurden Warnhinweise, tägliche Einzahlungslimits von etwa 1.850 Euro für Neukunden und Rückerstattungsverfahren eingeführt. Doch diese Sicherheitsvorkehrungen sind gescheitert.

„Die Betrüger umgehen die Regeln mühelos“, erklärt ein Ministeriumssprecher. Sie schicken ihre Opfer einfach zu mehreren Automaten, in benachbarte Bundesstaaten oder nutzen ältere Konten. Das Ergebnis: 2025 war das schlimmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Für die Initiatoren des Gesetzes ist klar: Nur ein Totalverbot kann den Geldfluss zu den Kriminellen stoppen.

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Industrie wehrt sich gegen „übertriebene“ Lösung

Die Krypto-Branche läuft Sturm gegen den Vorstoß. In Minnesota sind etwa 350 lizenzierte Kiosks in Betrieb. Unternehmen wie CoinFlip, das 50 Automaten betreibt, argumentieren, ein Verbot bestrafe legale Unternehmen und Verbraucher für die Taten Krimineller.

„Ein Verbot eines legalen Produkts ist nicht die richtige Lösung“, sagt ein Branchenvertreter. Stattdessen plädiert die Industrie für einen verstärkten regulatorischen Rahmen. Die Automaten seien eine wichtige Brücke in die digitale Wirtschaft für viele Menschen. Die Betreiber signalisieren Gesprächsbereitschaft, um bessere Verbraucherschutzmaßnahmen zu entwickeln.

Entscheidung mit Signalwirkung

Das Gesetz wurde bereits im zuständigen Ausschuss des Parlaments diskutiert und liegt für weitere Beratungen bis Mai 2026 auf. Es muss noch beide Kammern passieren und vom Gouverneur unterzeichnet werden.

Die Deabtte in Minnesota spiegelt einen grundlegenden Konflikt wider: den Spagat zwischen der Förderung finanzieller Innovation und der staatlichen Pflicht, Bürger vor betrügerischen Finanzverbrechen zu schützen. Die Entscheidung des Bundesstaates wird mit Spannung beobachtet. Sie könnte ein wichtiges Präzedenz für die Regulierung von Kryptowährungen in den gesamten USA setzen.

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