Minister nach Strom-Attacken: Fehlgeleiteter Einzeltäter
Veröffentlicht am: 08.09.2026 um 15:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEr sprach zudem von einem "fehlgeleiteten Einzeltäter". "Es braucht schon mehr als einen Chaoten, um Deutschland ins Chaos zu stürzen", teilte der CDU-Politiker mit. "Uns muss aber auch klar sein: Ein fehlgeleiteter Einzeltäter ist nur eines von vielen Gefährdungsszenarien, gegen die wir uns wappnen müssen."
Die Polizei nahm heute in Nordrhein-Westfalen einen verdächtigen 48-Jährigen fest. Er soll in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht haben, mit selbstgebauten Raketen Drähte über Hochspannungsleitungen zu schießen und Kurzschlüsse auszulösen, was mindestens zweimal gelang. Die Angriffe begannen in Brandenburg nahe dem Kraftwerk Jänschwalde.
Brandenburg plant Sicherheitspaket
Der Innenminister bekräftigte die Pläne für ein Sicherheitspaket für Brandenburg. "Mit einem Beleihungsgesetz sollen private Betreiber relevanter Infrastruktur künftig Befugnisse zur aktiven Drohnenabwehr erhalten", sagte Redmann. "Zudem sollen die Sicherheitsbehörden mit den erforderlichen Kompetenzen und Mitteln ausgestattet werden, um angemessen auf moderne Bedrohungen reagieren zu können."
Die Auswirkungen der Sabotageakte auf den Alltag der Bürgerinnen und Bürger waren nach Angaben des Ministers infolge der Attacken gering. "Das Licht ist angeblieben, die Bahnen sind gefahren. Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass unsere Sicherheitsarchitektur greift."
Minister lobt Zusammenarbeit der Ermittler
Die Brandenburger Polizei war nach Angaben des Innenministeriums federführend an den Ermittlungen beteiligt. "Wir haben gemeinsam bewiesen: Wenn der Angriff keine Ländergrenzen hat, dann kennt der Rechtsstaat auch keine", sagte Redmann. Er sprach von einem hochprofessionellen Vorgehen aller beteiligten Ermittler.
