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Military Metals Aktie: Slowakei entzieht Trojarova-Lizenz

03.06.2026 - 06:11:57 | boerse-global.de

Nach dem Entzug der Explorationslizenz für das Trojarova-Projekt verliert Military Metals über die Hälfte seines Börsenwerts und kündigt rechtliche Schritte an.

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Innerhalb weniger Stunden verlor Military Metals Corp. mehr als die Hälfte seines Börsenwerts. Auslöser: Das slowakische Umweltministerium entzog dem Unternehmen am 28. Mai 2026 ohne Vorankündigung die Explorationslizenz für das Trojarova Antimon-Gold-Projekt — das bislang größte Antimonvorkommen der Europäischen Union, das nach modernen Regulierungsstandards definiert wurde.

Die Aktie brach um bis zu 60 Prozent ein und markierte mit 0,16 kanadischen Dollar ein 52-Wochen-Tief. Bis zum Freitagabend hatte sich der Kurs teilweise erholt, die Marktkapitalisierung lag zuletzt bei rund 21,6 Millionen kanadischen Dollar.

Widerspruch zur EU-Rohstoffstrategie

Military Metals akzeptiert die Entscheidung nicht und will alle rechtlichen Mittel ausschöpfen. Konkret plant das Unternehmen eine Beschwerde beim Umweltminister — die Frist dafür läuft 15 Tage nach dem Bescheid ab, also Mitte Juni 2026.

Das Kernargument der Beschwerde ist ein politischer Widerspruch: Das Trojarova-Projekt war ausdrücklich in ein nationales Programm aufgenommen worden, das die Slowakei als Reaktion auf den Critical Raw Materials Act des Europäischen Parlaments erstellt hatte. Dass dasselbe Ministerium, das das Projekt als strategisch relevant eingestuft hatte, nun die Lizenz entzieht, wertet Military Metals als inkonsistent mit den europäischen Versorgungszielen bei kritischen Rohstoffen. Das Unternehmen weist darauf hin, dass das politische und regulatorische Umfeld in der Slowakei derzeit im Wandel ist — einschließlich laufender Debatten über Umweltpolitik und Ministeriumsführung.

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Eine Erfolgsgarantie für die Beschwerde gibt es nicht.

Was auf dem Spiel steht

Das Ausmaß des Verlusts wird deutlich, wenn man die jüngsten Explorationsergebnisse betrachtet. Trojarova wies eine erstmals definierte abgeleitete Mineralressource von 6,5 Millionen Tonnen bei einem Antimongehalt von 1,02 Prozent und einem Goldgehalt von 1,06 Gramm pro Tonne aus — insgesamt rund 67.000 Tonnen Antimon und 222.000 Unzen Gold. Military Metals hatte das Projekt erst Ende 2024 erworben, als Chinas Exportbeschränkungen für Antimon die strategische Bedeutung des Metalls weltweit schlagartig erhöhten.

Zwei Projekte in der Slowakei bleiben

Der Lizenzentzug betrifft ausschließlich Trojarova. Die beiden anderen slowakischen Projekte — Tiennesgrund und Medvedi Potok — sind nicht berührt.

Tiennesgrund, ein Antimon-Gold-Projekt in der Ostslowakei, erstreckt sich über 1.300 Hektar. Historische Proben zeigten Antimongehalte zwischen 2,5 und 39,4 Prozent sowie Goldwerte bis zu 9,69 Gramm pro Tonne. Das Medvedi-Potok-Zinnprojekt trägt eine sowjetische Historikressource von rund 858.000 Tonnen bei einem durchschnittlichen Zinngehalt von 0,198 Prozent — ohne Klassifizierung nach modernen Standards.

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Nordamerika als Rückhalt

Parallel laufen die Arbeiten in Nevada und Nova Scotia weiter. In Nye County, Nevada, plant Military Metals Kartierung, Beprobung und Bohrungen auf dem antimonhistorischen Last-Chance-Gelände. In Nova Scotia, wo das West-Gore-Projekt bereits im Ersten Weltkrieg Antimon und Gold produzierte, laufen Datenkompilierung, Feldarbeit und Bohrungen.

Die Beschwerde gegen das slowakische Umweltministerium muss bis Mitte Juni eingereicht sein. Ihr Ausgang entscheidet darüber, ob Trojarova — und damit der Kern der europäischen Rohstoffstrategie von Military Metals — noch zu retten ist.

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