Miles, Mobility

Miles Mobility: Vom Carsharing zum Robo-Taxi

22.04.2026 - 14:01:42 | boerse-global.de

Der Carsharing-Anbieter Miles Mobility plant mit Volkswagen den kommerziellen Einsatz fahrerloser Taxis. Erste Tests mit dem ID. Buzz AD laufen bereits in mehreren deutschen Städten.

Miles Mobility: Vom Carsharing zum Robo-Taxi - Foto: über boerse-global.de
Miles Mobility: Vom Carsharing zum Robo-Taxi - Foto: über boerse-global.de

Eine strategische Partnerschaft mit Volkswagen ebnet den Weg für den kommerziellen Einsatz von Robo-Taxis in deutschen Städten ab 2027.

Strategische Allianz mit Volkswagen als Schlüssel

Die Weichen für diese Zukunft wurden bereits Ende 2022 gestellt. Damals übernahm Miles den Volkswagen-Dienst WeShare und festigte eine langfristige Partnerschaft mit dem Wolfsburger Konzern. Diese Allianz dient heute als Plattform für die Einführung von autonomen Fahrzeugen. Durch die Integration stieg Miles zum größten Carsharing-Anbieter Europas auf und betreibt allein in Deutschland rund 21.000 Fahrzeuge. Diese massive Flotte bildet die Grundlage für den geplanten Technologiesprung.

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Technologie-Offensive mit dem ID. Buzz AD

Herzstück der Pläne ist der autonome Volkswagen-Bus ID. Buzz AD. Seit März 2026 läuft in Hannover die Vorserienproduktion dieser Fahrzeuge, die für den SAE Level 4-Betrieb ausgelegt sind – sie kommen also ohne Fahrer in definierten Stadtgebieten aus. Angetrieben wird das System von der israelischen Firma Mobileye. Jedes Fahrzeug ist mit 27 Sensoren ausgestattet, darunter Kameras, Lidar und Radar. Eine Cloud-basierte Schwarmintelligenz liefert Echtzeitdaten zu Verkehr und 3D-Karten.

Erste Tests laufen in Hamburg und München

Die Praxis-Erprobung läuft bereits auf Hochtouren. In Hamburg testen Dutzende Prototypen im Rahmen des ALIKE-PROJEKTS die Integration in den öffentlichen Nahverkehr. Auch in München und Berlin sind nahezu serienreife Fahrzeuge unterwegs. Die Systeme sollen sich dabei flexibel an neue Städte anpassen können, ohne aufwendig neu trainiert zu werden.

Für Miles-Chef Oliver Mackprang ist die Technologie der Schlüssel für die städtische Mobilitätswende. Das Ziel: Durch zuverlässige und kostengünstige autonome Flotten den privaten Pkw-Besitz überflüssig machen.

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Wettbewerbsdruck und regulatorische Hürden

Doch der Weg dorthin ist nicht frei von Herausforderungen. Zwar erlaubt ein deutsches Gesetz seit 2021 den Level-4-Betrieb, doch die konkrete Zulassung für fahrerlose Einsätze verhandeln die Anbieter noch mit den Behörden. Gleichzeitig wächst der Wettbewerb: Konzerne wie Uber und der chinesische Tech-Riese Baidu planen eigene Robo-Taxi-Dienste für Europa.

Dennoch hat Miles einen entscheidenden Vorteil: Die tiefe Integration in das Volkswagen-Ökosystem. Der Konzern liefert nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch ein Rundum-Paket aus Wartung, Flottenmanagement-Software und Assistenzdiensten.

Der Countdown bis 2027 läuft

Die Vorserienproduktion markiert den Übergang von der Entwicklung zur Industrialisierung. 2026 soll die Zahl autonomer ID. Buzz auf deutschen Straßen, zunächst im gewerblichen Einsatz, stetig steigen. Für Miles steht im kommenden Jahr die operative Integration der Hochtechnologie-Fahrzeuge in die eigene Buchungsplattform im Fokus.

Das Robo-Taxi ist in Deutschland damit keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern eine greifbare Realität. Sie wird ab Ende 2026 das Stadtbild und die Art der Fortbewegung grundlegend verändern.

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