Mietwohnungsmarkt in Ostösterreich: Neue Wohnungen sorgen für mehr Auswahl
21.01.2026 - 05:03:12Der Mietwohnungsmarkt in Ostösterreich erlebt eine spürbare Belebung. In Wien-Donaustadt und Hainburg an der Donau sorgen zahlreiche Fertigstellungen für ein größeres Angebot. Doch Experten warnen: Diese Entspannung könnte nur von kurzer Dauer.
Die aktuelle Angebotswelle ist das Ergebnis eines Baubooms der vergangenen Jahre. Sie trifft auf einen Markt, der zuletzt von kräftigen Preissteigerungen geprägt war. Analysten beobachten genau, ob der Zuwachs ausreicht, um den angespannten Markt nachhaltig zu entlasten.
Wien-Donaustadt: Hunderte neue Wohnungen im Finale
Im flächenmäßig größten Wiener Bezirk erreichen mehrere Großprojekte ihre Zielgerade. Das prominenteste Vorhaben ist der DC Tower 2. Er wird bis 2026 rund 314 Mietwohnungen in den oberen Stockwerken eines neuen Wolkenkratzers bereitstellen.
Parallel dazu stärkt die Stadt Wien den leistbaren Wohnraum:
* An der Donaustadtstraße 35A entstehen 148 Gemeindewohnungen, Bezug ist für Herbst 2026 geplant.
* Ein Projekt in der Weidingergasse umfasst 70 Wohneinheiten.
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Ergänzt wird das Bild durch riesige Quartiersentwicklungen wie VIENNA TWENTYTWO mit rund 650 Wohnungen. Obwohl viele Projekte auf Eigentum abzielen, erhöhen sie den gesamten Wohnungsbestand und wirken sich indirekt auf den Mietmarkt aus.
Hainburg: Attraktivität für Pendler steigt
Abseits der Wiener Stadtgrenzen entwickelt sich Hainburg an der Donau zum beliebten Wohnort für Pendler. Die Lage zwischen Wien und Bratislava und eine hohe Lebensqualität treiben die Nachfrage.
Im Gegensatz zur Donaustadt ist der Markt hier von vielen kleineren Neubauvorhaben geprägt. Das Angebot reicht von Mietwohnungen bis hin zu geförderten Objekten mit Kaufoption. Die gesteigerte Bautätigkeit macht die Stadt zu einer attraktiven Alternative in der Ostregion.
Mehr Auswahl, aber kein Preissturz
Die neue Angebotswelle trifft auf einen Markt mit historisch hohen Mieten. In Wien-Donaustadt stiegen die Angebotsmieten zuletzt um rund ein Fünftel. Der aktuelle Zuwachs könnte diesen Trend nun bremsen.
Für Mieter bedeutet das vor allem mehr Verhandlungsspielraum und eine breitere Auswahl. Die vielen neuen Gemeindewohnungen sind ein wichtiges Signal für die Leistbarkeit. Ein flächendeckendes Sinken der Mieten erwarten Branchenkenner jedoch nicht. Die Nachfrage in Wien bleibt aufgrund des Bevölkerungswachstums hoch.
Ein Zeitfenster, das sich schließt?
Die aktuellen Fertigstellungen sind symptomatisch für einen Wendepunkt. Mehr als die Hälfte aller für 2025 geplanten Wiener Wohnungsfertigstellungen konzentriert sich auf die Bezirke Donaustadt und Floridsdorf.
Doch die Zukunft sieht anders aus: Ein starker Rückgang der Baustarts und -genehmigungen in den Jahren 2023 und 2024 wird voraussichtlich ab Ende 2026 zu einem spürbaren Angebotsmangel führen. Experten prognostizieren eine mögliche Trendwende zurück zu einem Verkäufermarkt.
Der derzeitige Angebotszuwachs könnte sich somit als letzte Atempause erweisen. Für Wohnungssuchende bieten die kommenden Monate eine gute Gelegenheit. Ob sich der Wettbewerb danach wieder verschärft, hängt maßgeblich von der Zinspolitik, den Baukosten und neuen politischen Initiativen ab.
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