Microvast, Q1-Umsatz

Microvast: Q1-Umsatz auf 60,6 Millionen gebrochen

23.05.2026 - 15:58:50 | boerse-global.de

Microvast verzeichnet leichte Kursgewinne, kämpft aber mit massiven Umsatzrückgängen und einem unsicheren Fortbestand.

Microvast: Q1-Umsatz auf 60,6 Millionen gebrochen - Foto: über boerse-global.de
Microvast: Q1-Umsatz auf 60,6 Millionen gebrochen - Foto: über boerse-global.de

Microvast beendete die Handelswoche mit einem Plus von über fünf Prozent. Der Kurs der Batterieaktie kletterte am Freitag auf 1,25 Euro – eine Verschnaufpause nach einer turbulenten Woche. Zuvor war die Aktie zeitweise bis auf 1,04 Euro gerutscht, nur knapp über dem 52-Wochen-Tief.

Der Kurssprung kann nicht über die fundamentale Schieflage hinwegtäuschen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 48 Prozent verloren, auf Zwölfmonatssicht sind es sogar über 60 Prozent.

Quartalszahlen mit Schreckmomenten

Die jüngste Abwärtsdynamik geht maßgeblich auf die Q1-Zahlen zurück. Microvast setzte von Januar bis März nur 60,6 Millionen US-Dollar um – ein Minus von 48 Prozent im Vorjahresvergleich. Noch drastischer fiel der operative Verlust aus: Das adjustierte EBITDA lag bei minus 5,5 Millionen Dollar, nach einem Plus von 28,5 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Auch die Bruttomarge schrumpfte von knapp 37 auf 31,6 Prozent.

Die Bilanz zeigt zudem: Der Fortbestand des Unternehmens ist nicht gesichert. Im Lagebericht zum ersten Quartal verweisen die Verantwortlichen auf entsprechende Risiken – ein Warnsignal, das Anleger aufschrecken ließ.

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Insiderverkauf sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit

Bereits Mitte Mai hatte CTO Wenjuan Mattis einen Teil ihrer Aktien abgestoßen. Am 18. Mai verkaufte sie 48.346 Anteile zu 1,32 Dollar – gut 63.800 Dollar Gesamterlös. Der Schritt war laut Pflichtmitteilung notwendig, um Steuerverbindlichkeiten aus Aktienvergütung zu begleichen. Nach dem Verkauf hält Mattis noch knapp 933.000 Aktien direkt.

Solche Transaktionen lösen bei Anlegern regelmäßig Unbehagen aus – auch wenn der Verkaufsgrund formal klar ist.

Hoffnungsträger Produktionsausbau

Einen Lichtblick bietet das laufende Ausbauprojekt in China. Die Phase 3.2 der Huzhou-Fabrik zielt auf eine Jahreskapazität von bis zu 2 GWh. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant. Ob die zusätzliche Produktion ausreicht, um die Umsatzlücke zu schließen, bleibt abzuwarten.

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Cantor Fitzgerald reagierte auf die Zahlen mit einer deutlichen Kurszielsenkung von 6 auf 5 Dollar, hält aber an der Einstufung "Overweight" fest.

Am Montag startet die neue Handelswoche – und die Aktie notiert mit einem RSI von 50,2 technisch neutral. Die Luft nach oben ist da. Voraussetzung: Das Unternehmen muss liefern.

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