Microsoft zwingt IT-Abteilungen zu schneller Sicherheits-Migration
15.01.2026 - 01:30:12Microsoft setzt deutsche Unternehmen unter Druck: Bis Ende März 2026 müssen sie veraltete Authentifizierungsmethoden abschalten. Wer jetzt nicht handelt, riskiert massive Störungen in SharePoint, Teams und Exchange Online.
Die ersten Fristen laufen bereits Ende Januar ab. Microsoft treibt damit seine Sicherheits-Offensive voran und verabschiedet sich endgültig von alten Protokollen. Für IT-Verantwortliche bedeutet das: Sofort handeln oder den reibungslosen Betrieb gefährden.
Microsoft zieht die Notbremse bei veralteter Technik. Drei kritische Systeme werden im ersten Quartal 2026 abgeschaltet:
SharePoint und OneDrive sind zuerst dran: Ab 31. Januar blockiert Microsoft standardmäßig das alte Identity Client Run Time Library (IDCRL)-Protokoll. Eine Übergangsfrist bis April gewährt noch Atempause, doch ab 1. Mai ist endgültig Schluss. Alle Anwendungen und Skripte, die noch auf IDCRL setzen, verlieren dann den Zugriff.
Exchange Online folgt im März: Am 1. März verschwindet die Basic Authentication für Client Submission (SMTP AUTH). Drucker, Überwachungssysteme oder alte Geschäftsanwendungen, die E-Mails so versenden, müssen umgerüstet werden. Ende März kommen dann noch die externen Zugriffstoken für actionable messages hinzu.
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Warum dieser radikale Schnitt? Microsoft will die Angriffsfläche verkleinern und setzt voll auf moderne Standards wie OAuth 2.0 und Microsoft Entra ID. Das Unternehmen folgt damit einem Trend, der mit der Abschaltung des Azure AD Graph API 2025 begann.
Betriebsstörungen drohen – wo die Gefahren lauern
Die Folgen der Umstellung könnten für viele Firmen schmerzhaft werden. Besonders betroffen sind:
- Eigene Entwicklungen: Custom Apps und PowerShell-Skripte für SharePoint-Automatisierungen
- Dritt-Anwendungen: Tools von Herstellern, die noch Basic Authentication nutzen
- Geräte-Kommunikation: Multifunktionsdrucker oder Gebäudetechnik mit E-Mail-Benachrichtigungen
„Das sind keine theoretischen Probleme“, warnt ein IT-Berater aus München. „Wenn der Drucker plötzlich keine Status-Mails mehr schickt oder Import-Skripte scheitern, steht die Produktion still.“
Die Lösung liegt im Umstieg auf Microsoft Authentication Library (MSAL) und das Microsoft Graph API. Diese modernen Bibliotheken bieten nicht nur Kontinuität, sondern auch erweiterte Sicherheitsfunktionen wie Multi-Faktor-Authentifizierung und Conditional Access.
So bereiten sich Unternehmen richtig vor
Microsoft empfiehlt einen dreistufigen Plan:
- Bestandsaufnahme sofort: Alle eigenen Skripte, Apps und Drittanbieter-Tools auf veraltete Authentifizierung prüfen
- Migration priorisieren: Kritische Geschäftsprozesse zuerst umstellen
- Moderne Sicherheit nutzen: Nicht nur umstellen, sondern gleich MFA und Richtlinien implementieren
Die Firmen-IT steht vor einer Mammutaufgabe. „Viele mittelständische Unternehmen haben über Jahre Skripte angesammelt, deren Abhängigkeiten niemand mehr vollständig überblickt“, erklärt eine Frankfurter IT-Leiterin.
Doch der Aufwand lohnt sich: Neben dem Erhalt der Funktionsfähigkeit winken deutlich verbesserte Sicherheitsstandards. Unternehmen gewinnen bessere Einblicke in Anmeldeaktivitäten und können Zugriffe granular steuern.
Microsofts Sicherheits-Offensive: Das kommt noch
Die aktuellen Termine sind nur der Anfang. Microsoft treibt seine „Secure Future Initiative“ konsequent voran – eine umfassende Sicherheitsstrategie, die Kunden zum Zero-Trust-Modell drängt.
Ab Oktober 2026 plans Microsoft eine verschärfte Content Security Policy (CSP) für die Anmeldeseite. Diese blockiert nicht-autorisierte Skripte während des Login-Vorgangs und schützt so vor Credential-Theft und Cross-Site-Scripting-Angriffen.
Die Botschaft ist klar: Die Ära der Legacy-Authentifizierung endet 2026. Für IT-Verantwortliche bleibt keine Wahl – sie müssen jetzt handeln, um Betriebssicherheit und Datenschutz zu gewährleisten.
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