Microsoft-Update legte Outlook lahm – Notfall-Patch veröffentlicht
25.01.2026 - 06:30:12Ein kritischer Fehler in Windows-Updates ließ Outlook für Nutzer mit OneDrive-Dateien einfrieren. Microsoft reagierte mit einem außerplanmäßigen Notfall-Update.
Redmond – Microsoft hat ein außerplanmäßiges Notfall-Update veröffentlicht, um einen kritischen Fehler zu beheben, der die E-Mail-Software Outlook für viele Nutzer unbrauchbar machte. Das Problem trat nach den Sicherheitsupdates vom 13. Januar auf und betraf vor allem Anwender, die ihre Outlook-Datendateien in OneDrive-Ordnern speichern. Der am Samstag, den 24. Januar, veröffentlichte Patch ist für Windows 10, Windows 11 und Windows Server verfügbar.
Der Auslöser für die weitreichenden Probleme waren die monatlichen kumulativen Windows-Updates. Diese führten zu einer Regression, die die Interaktion zwischen Anwendungen und Cloud-Speicherdiensten wie OneDrive störte. Besonders betroffen war der klassische Outlook-Desktop-Client, der in vielen Unternehmen noch Standard ist.
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Konkret kam es zu einem Konflikt, wenn Outlook – das stabilen Zugriff auf seine PST-Datei benötigt – auf eine Datei zugreifen wollte, die gleichzeitig von der OneDrive-Synchronisierung verwaltet wird. Die Folge: Die Anwendung fror komplett ein, ließ sich nur noch über den Task-Manager beenden und zeigte Synchronisierungsfehler. Microsoft bestätigte, dass der Fehler auf Betriebssystemebene lag und auch andere Programme betreffen konnte.
Breite Betroffenheit von Windows 10 bis Server 2025
Die Reichweite des Bugs war enorm. Offiziellen Angaben zufolge waren nahezu alle aktuellen Windows-Versionen betroffen:
* Windows 11: Versionen 23H2, 24H2 und 25H2
* Windows 10: Version 22H2 und Enterprise-Editionen
* Windows Server: 2025, 2022, 2019 und Version 23H2
Diese breite Streuung machte das Problem zu einer ernsten Störung für einen großen Teil der Windows-Nutzerbasis. Vor allem in Unternehmen, wo lokale PST-Dateien für POP-Postfächer oder Archivierung noch verbreitet sind, führte der Ausfall zu erheblichen Produktivitätseinbußen. IT-Administratoren waren gezwungen, auf Notlösungen wie das Verschieben der PST-Dateien oder das Deinstallieren des Sicherheitsupdates zurückzugreifen – ein Sicherheitsrisiko.
Seltene Notfall-Reaktion von Microsoft
Angesichts der wachsenden Beschwerden entschied sich Microsoft für einen ungewöhnlichen Schritt: die Veröffentlichung eines Out-of-Band (OOB) Updates am Wochenende. Solche außerplanmäßigen Patches sind selten und werden nur für kritische Probleme reserviert, die nicht bis zum nächsten “Patch Tuesday” warten können.
Der neue Patch korrigiert spezifisch die fehlerhafte Dateibehandlung des Updates vom 13. Januar. Betroffene Nutzer können ihn über die Windows Update-Funktion installieren. Für IT-Abteilungen steht er auch im Microsoft Download Catalog bereit. Es ist bereits der dritte OOB-Patch in diesem Monat, nach Updates für Probleme beim Herunterfahren und bei der Remote-Desktop-Authentifizierung.
Kritik und langfristige Lehren
Die schnelle Reaktion von Microsoft wird positiv gewertet, doch der Vorfall wirft Fragen auf. Warum wurde diese gängige – wenn auch von Microsoft nicht empfohlene – Nutzerpraxis in den Tests nicht erkannt? Die Speicherung aktiver PST-Dateien in OneDrive-Ordnern ist zwar riskant, aber unter Anwendern weit verbreitet, oft aus Bequemlichkeit oder als inoffizielle Backup-Methode.
Die Serie fehlerhafter Updates im Januar hat bei Systemadministratoren für Kritik gesorgt. Sie zeigt das schwierige Balanceakt zwischen Sicherheit und Stabilität in einem extrem diversen Software- und Hardware-Ökosystem.
Empfehlungen für Nutzer und Unternehmen
Die oberste Priorität für alle Betroffenen ist die Installation des Notfall-Updates. Damit entfällt die Notwendigkeit umständlicher Workarounds.
Langfristig sollte der Vorfall ein Anlass sein, die Datenmanagement-Praktiken zu überdenken. Die Industrie-Best-Practice lautet, von lokalen PST-Dateien auf cloud-native Plattformen wie Microsoft Exchange Online (Teil von Microsoft 365) zu migrieren. Das vermeidet PST-Dateien komplett und erhöht Stabilität und Sicherheit.
Für Nutzer, die weiterhin PST-Dateien benötigen, bleibt nur eine klare Empfehlung: Diese Dateien stets in einem lokalen, nicht synchronisierten Ordner zu speichern, um zukünftige Störungen zu vermeiden.
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