Microsoft Teams trennt Anruf-Engine für mehr Stabilität
03.01.2026 - 14:00:12Microsoft startet eine fundamentale Architektur-Änderung für Teams unter Windows. Ein neuer separater Prozess soll die oft kritisierten Performance-Probleme der Kollaborationsplattform endlich lösen.
BERLIN – Seit Anfang Januar 2026 rollt Microsoft ein entscheidendes Update für seinen Collaboration-Dienst Teams aus. Kern der Neuerung ist die Trennung der rechenintensiven Anruf-Engine vom Hauptprogramm. Diese strukturelle Überholung zielt direkt auf zwei lange bestehende Schwachstellen: träges Startverhalten und instabile Meetings.
Ab sofort erhalten Unternehmen und Nutzer weltweit die neue Architektur. Der Clou: Die Komponenten für Audio, Video und Bildschirmfreigabe laufen nicht mehr im Hauptprozess ms-teams.exe, sondern in einem eigenen Executable namens ms-teams_modulehost.exe.
Viele IT‑ und Security‑Teams unterschätzen die Folgen solcher Architektur-Änderungen: Neue Prozesse wie ms-teams_modulehost.exe erfordern oft sofortige Anpassungen an EDR-, Antivirus‑ und Netzwerkregeln, damit Nutzer nicht mit Abstürzen oder Verbindungsproblemen konfrontiert werden. Der kostenlose Leitfaden „Cyber Security Awareness Trends“ fasst praxisnah zusammen, welche Maßnahmen jetzt Priorität haben (Allowlisting, QoS‑Checks, Anti‑Phishing‑Kontrollen) – ideal für schnelle Audits und Handlungspläne. Jetzt kostenlosen Cyber-Security-Leitfaden herunterladen
Jahrelang stand Teams wegen hoher Speicherlast und schlechter Reaktionszeiten – besonders auf schwächerer Hardware – in der Kritik. „Das ist kein einfaches Update, sondern eine strukturelle Neuausrichtung“, erklärt ein Systemarchitekt. Die Entkopplung soll verhindern, dass eine ausgelastete Medien-Engine die Benutzeroberfläche einfriert oder umgekehrt.
So funktioniert die neue Prozess-Trennung
Bisher vereinte eine einzige .exe-Datei Oberfläche und Echtzeit-Medienverarbeitung. Diese Monolith-Architektur führte zu Ressourcen-Konflikten. Jetzt übernimmt der neue Modul-Host als Child-Prozess drei Kernaufgaben:
* Medienverarbeitung für Audio- und Videostreams
* Geräte-Steuerung von Mikrofonen, Kameras und Headsets
* Netzwerk-Kommunikation für optimale Verbindungsqualität
Die Hauptanwendung wird dadurch entlastet und kann Navigation und Daten darstellung schneller bearbeiten. Microsoft verspricht in seiner Dokumentation (Message Center ID MC1189656) „schnellere Startzeiten und flüssigere Meeting-Erlebnisse“.
Dringende Handlungsempfehlung für IT-Administratoren
Für Endnutzer läuft das Update im Hintergrund. Für IT- und Security-Teams bedeutet die neue .exe-Datei jedoch akuten Handlungsbedarf.
Kritische To-dos für Administratoren:
* Allowlisting: Security-Systeme (EDR, Antivirus) müssen ms-teams_modulehost.exe explizit als legitime Komponente freigeben. Andernfalls drohen Abstürze bei Meeting-Starts.
* QoS-Anpassung: Bestehende Quality-of-Service-Regeln für Teams-Datenverkehr müssen auf den neuen Prozess erweitert werden, um Priorisierung für Audio/Video beizubehalten.
* Helpdesk-Schulung: Support-Mitarbeiter sollten wissen, dass der neue Prozess im Task-Manager ein normales Zeichen für das aktuelle Update ist.
Hintergrund: Der lange Weg zur Teams-Optimierung
Dieser Schritt folgt auf die Einführung von „New Teams“ (Teams 2.0), der bereits den Wechsel von Electron auf WebView2 und geringeren Speicherverbrauch brachte. Die Kopplung der Anruf-Engine blieb jedoch ein Flaschenhals.
Der gestaffelte Rollout soll bis Ende Januar 2026 abgeschlossen sein. IT-Verantwortliche zeigen sich vorsichtig optimistisch. „Die Isolation der Medien-Engine vereinfacht die Diagnose enorm“, kommentiert ein Senior Network Engineer. „Bei Qualitätsproblemen sehen wir jetzt direkt, ob der Modul-Host schwächelt.“
Modularisierung als Zukunftskonzept
Microsoft wird in den kommenden Wochen die Performance-Gewinne genau messen – besonders bei der „Time-to-Join“ für Meetings. Langfristig könnte der modulare Ansatz Tür und Tor für weitere Entkopplungen öffnen. Denkbar wäre, einzelne Komponenten wie Chat oder Meeting-Experience unabhängig zu aktualisieren. Das würde Risiken minimieren und Feature-Updates beschleunigen.
Für Windows-Nutzer erfolgt das Update automatisch. Ein Neustart des Clients kann erforderlich sein, um die neue Architektur vollständig zu aktivieren. Ob die versprochenen Effizienzgewinne sich im Alltag bewähren, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
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