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Microsoft Teams: Server-Update legt Videokonferenzen lahm

19.01.2026 - 02:42:12

Ein fehlerhafter Server-Update hat bei Microsoft Teams weltweit zu massiven Qualitätseinbrüchen bei Video und Bildschirmfreigabe geführt. Der Konzern reagierte mit einer Notfallkorrektur, die bis vergangenen Freitag abgeschlossen sein sollte. Für Millionen deutscher Büros ist die Plattform ein unverzichtbares Arbeitswerkzeug.

Die Störung, intern als TM1216503 geführt, machte sich durch ruckelnde Videos, verzögerte Bildschirmübertragungen und instabile Verbindungen bemerkbar. Betroffen waren sowohl Desktop-Nutzer als auch Besprechungsraum-Systeme (MTR) auf Windows- und Android-Basis. In vielen Fällen blieb Nutzern nur der frustrierende Workaround: Meeting verlassen und erneut beitreten.

Schuld an den Problemen war ein kürzlich eingespieltes Server-Update in der Teams-Infrastruktur. Dieses führte laut Microsoft zu einem „Korruptionsszenario“, das die Leistung von Video und Screen-Sharing beeinträchtigte. Die Störung war damit rein serverseitig und ließ sich durch lokale Maßnahmen wie Neustarts nicht beheben.

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Der Vorfall zeigt die Komplexität globaler Cloud-Dienste. Selbst kleinste Änderungen im Backend können bei einer Plattform mit hunderten Millionen Nutzern massive Auswirkungen haben. Für deutsche Unternehmen, die stark auf hybride Arbeit setzen, sind derartige Ausfälle ein erhebliches Produktivitätsrisiko.

Microsoft rollt Eil-Korrektur aus

Als Reaktion entwickelten Microsoft-Ingenieure eine Konfigurationsänderung (ECS), die schrittweise an die betroffenen Server ausgeliefert wurde. Bereits am Freitag, dem 16. Januar, meldete das Unternehmen erste Erfolge und eine Verbesserung der Leistung. Die vollständige Bereinigung der Infrastruktur sollte bis zum Ende desselben Tages abgeschlossen sein.

IT-Administratoren wird geraten, das offizielle Microsoft 365 Service Health Dashboard im Auge zu behalten. Es ist die zuverlässigste Quelle für Statusmeldungen zu solchen Plattformproblemen.

Hintergrund: Teams durchläuft umfassenden Wandel

Die Störung fiel in eine Phase tiefgreifender Architekturänderungen. Parallel zum Server-Problem rollt Microsoft ein großes Client-Update für Windows aus. Ziel ist es, den ressourcenhungrigen „Calling Stack“ aus der Hauptanwendung auszulagern.

Die anspruchsvollen Audio- und Video-Prozesse laufen künftig in einer separaten Datei (ms-teams_modulehost.exe) ab. Dies soll die Stabilität, besonders in großen Meetings, erhöhen. Die aktuelle Server-Panne unterstreicht, wie herausfordernd solche Evolutionen bei globaler Skalierung sind.

So optimieren Nutzer ihre Meeting-Qualität

Auch wenn das jüngste Problem von Microsofts Servern ausging, können Nutzer ihre eigene Erfahrung verbessern. Microsoft empfiehlt eine Bandbreite von mindestens 2,5 Mbps für HD-Meetings. Bei Engpässen priorisiert Teams automatisch die Audioqualität.

Das integrierte „Anrufstatistik“-Tool in den Meeting-Einstellungen liefert Echtzeit-Daten zu Paketverlust, Jitter und Laufzeit. Es hilft zu unterscheiden, ob ein Problem lokal oder plattformweit besteht. Für das Abspielen von Videos innerhalb eines Meetings sollten die integrierten Optimierungsfunktionen genutzt werden, um eine flüssigere Wiedergabe zu garantieren.

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